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  • 02. Mai 2012, noch kein Kommentar

In Dänemark bereits seit Jahren ein Star (Bild: Sony Music Entertainment)

In Schweden geboren, in Dänemark ein Star: Caroline Henderson gehört zu den besten Jazz-Sängerinnen weltweit.

Von Carsten Weidemann

Caroline Henderson, hmm, klingt irgendwie nach Jazz, der Name. Vater ein amerikanischer Jazzschlagzeuger, sie in Stockholm geboren, irgendwann in die USA gezogen, Popsängerin geworden, dann ein komplettes Album mit wirklich echten Disco-Songs aufgenommen, in Dänemark ihre Zelte aufgeschlagen... halt, halt, halt! Was daran ist denn nun wahr? Ganz einfach: alles. Seit 2003 aber, wir kommen zurück auf den ersten Satz, agiert Caroline Henderson als Jazzsängerin!

Mit den Singer/Songwriterinnen des so genannten Nu Jazz teilt Caroline Henderson wenig, im besten Falle noch die Leidenschaft fürs Singen. Modernistische Verbeugungen sind ihre Sache nicht, weit lieber erinnert sie an die Geniestreiche eines Henry Mancini, ohne sich deshalb gleich im Retro-Dickicht zu verirren. Ihre so variantenreich gestalteten und instrumentierten Songs eint die Erkenntnis, dass eine wiedererkennbare und einzigartige Stimme wie die ihre in einem vielfarbigen und unterschiedlich temperierten Umfeld durchaus als unikate Konstante genügt, um Spannungsbögen über weite Strecken zu führen.

Youtube | Caroline Henderson - Made In Europe (Live @ DR's store Juleshow)

Die zehn Songs auf "Love, Jazz & Henderson" spannen eine opulente Brücke von Retro-Sounds in die hippen Jazz-Clubs von heute


Nicht nur schön, sondern auch stimmgewaltig (Bild: Sony Music Entertainment)

In "Time Is Forever Young" etwa stemmt sich Caroline Hendersons Stimme ohne jede erkennbare Anstrengung gegen einen höchst zwingenden Beat, an anderer Stelle wieder lässt sie sich vom Flow ihrer exquisiten Musiker einfach aufs offene Meer hinaus treiben und bestimmt auch dabei noch nonchalant den Kurs. Und der kann manchmal durchaus in unerwartete Gewässer führen: Mit "Calamity Lane" etwa beschreitet sie augenzwinkernd beinahe folkloristisches Terrain, "Falling Again" ist fast der Prototyp einer mitternächtlichen Clubhymne, "From New York" wiederum recherchiert heiter in den Sounds der Roaring Twenties und ankert dennoch im 21. Jahrhundert.

Gemeinsam mit ihrer wunderbaren Band hat sich Caroline Henderson zudem in ungewöhnliche Rhythmen und in den überraschenden Wechsel derselben verliebt, was es dem geneigten Zuhörer noch ein bisschen leichter macht, sich seinerseits in die Songs der Dänin zu verlieben. Es kann nicht mehr wirklich lange dauern, bis der Rest Europas, bis der Rest der Welt sich an den Dänen ein gutes Beispiel nimmt und Caroline Henderson zu Füßen liegt.

Tourdaten

2012-05-15 - Wien - Jazzland
2012-05-16 - Linz - Posthof
2012-05-17 - Elmau - Schloss Elmau
2012-05-18 - Kassel - Theaterstübchen
2012-05-19 - Hannover - Jazz Club Hannover
2012-05-20 - Hamburg - Stage Club
2012-05-22 - Berlin - blueroom Pfefferberg
2012-05-23 - Dresden - Societätstheater
2012-05-24 - München - Unterfahrt
2012-05-25 - Innsbruck - Treibhaus
2012-05-26 - Zürich - Moods im Schiffbau
2012-05-27 - Freiburg - Jazzhaus
2012-05-29 - Stuttgart - BIX Jazzclub
2012-05-30 - Dortmund - domicil
2012-05-31 - Mainz - Frankfurter Hof