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Im Juli wird Hillary Clinton den schwul-lesbischen Thron besteigen (Bild: IIP State / flickr / by-sa 2.0)

Die US-Außenministerin wird in London für ihren Einsatz für Schwule und Lesben ausgezeichnet, zusammen mit der Organisation ILGA.

Von Carsten Weidemann

Der kommende World Pride Anfang Juli in London wird möglicherweise von einer der weltweit bekanntesten und mächtigsten Politikerinnen aufgesucht. US-Außenministerin Hillary Clinton soll dort mit dem "World LGBT Award" ausgezeichnet werden. In Anerkennung ihres Einsatzes für die Rechte von Schwulen, Lesben und Trans*menschen. Noch ist nicht bestätigt, ob Clinton persönlich anreisen wird. Käme sie, wäre die Aufmerksamkeit für einen World Pride so hoch wie nie zuvor.

Die Auszeichnung würdigt vor allem eine Rede Clintons aus dem Dezember 2011. Die Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton hatte sich damals vor den Vereinten Nationen so deutlich wie nie für LGBT-Rechte stark gemacht und die Staaten der Welt aufgefordert, sich "auf die richtige Seite der Geschichte" zu stellen.

In ihrer Rede vor der UN sagte Clinton u.a.: "Manche scheinen zu denken, es sei ein Phänomen aus dem Westen, und deswegen gäbe es Gründe für Leute außerhalb des Westens, dies abzulehnen. Nun, in Wirklichkeit sind schwul-lesbische Menschen so geboren und gehören zu jeder Gesellschaft weltweit." Die US-Außenministerin fuhr fort: "Es sind Personen jeglichen Alters und Glaubens oder Abstammung, es sind Doktoren und Lehrer, Bauer und Banker, Soldaten und Athleten. Ob wir es wissen oder nicht, ob wir es wahrnehmen oder nicht, sie sind unsere Familie, unsere Freunde und unsere Nachbarn. Schwul oder lesbisch zu sein ist keine westliche Erfindung, es ist menschliche Realität."

Preis auch für die International Gay and Lesbian Association


Auch der weltweite Dachverband ILGA bekommt den World Pride Award (Bild: CHA Argentina / flickr / by 2.0)

Die Organisatoren des Pride London wollen den Preis aber nicht nur der Politikerin verleihen. Auch die "International Gay and Lesbian Association" (ILGA), eine der wichtigsten Nicht-Regierungs-Organisationen, die sich seit Jahrzehnten für LGBT-Belange stark macht und durch permanente Lobbyarbeit auch einige Erfolge erzielt hat, soll gewürdigt werden.

Die Preisverleihung soll auf einer Benefiz-Dinnergala in einem Fünf-Sterne-Hotel am 5. Juli vergeben werden - kurz vor dem Londoner Pride-Wochenende mit der Parade und dem Straßenfest.

Youtube | Hillary Clintons Rede vor den UN-Vertretern im Dezember 2011


#1 David JacobAnonym
  • 06.05.2012, 18:54h
  • Hat sie wirklich verdient!

    Hatte mir damals auch gewünscht, dass sie Presidentin der USA wird.
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#2 JanoAnonym
#3 MazupilamiProfil
#4 goddamn liberalAnonym
  • 07.05.2012, 13:11h
  • Die Rede vor der UN war gut und überfällig. Und wohl auch ernst gemeint. Denn soviele Blumentöpfe kann man mit dem Einsatz für uns auch heute nicht gewinnen.

    Richtig war auch das Eintreten gegen einen Kulturrelativismus, der für uns faktisch lebensgefährlich ist.

    Das gilt dann aber nicht nur nach Außen, sondern auch nach Innen. Und da ist das Problem bei den Clintons.

    www.glapn.org/sodomylaws/usa/arkansas/arkansas.htm

    Mit Rücksicht auf die Evangelikalen hat Clinton als Gouverneur die schon damals völlig anachronistischen Sodomy-Laws nicht abgeschafft. Im Falle der Todesstrafe ging sein Opportunismus über Leichen (und nicht nur in diesem Fall). Dass er dann als Präsident den 'Defense of Marriage'-Act der republikanischen Parlamentsmehrheit unterschrieben hat, fügt sich ins Bild.

    Und trübt das Gesamtbild beträchtlich...
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#5 Mullah v d AlmAnonym
  • 07.05.2012, 16:23h
  • "Hillary Clinton erhält "World LGBT Award""

    Wieso das denn?
    Die werden auch immer bekloppter mit ihren Awards.
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#6 SvenAnonym
#7 goddamn liberalAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.05.2012, 18:21h
  • Hillary "Super-Hillu" Clinton hat die Auszeichnung verdient! Die EU-Außenbeauftragte Ashton wird sie dagegen nie bekommen!
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