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  • 07.05.2012           3      Teilen:   |

Wahlkampf

US-Vizepräsident (ein wenig) für Ehe-Öffnung

Vizepräsident Joe Biden - Quelle: Center for American Progress Action Fund
Vizepräsident Joe Biden (Bild: Center for American Progress Action Fund)

In einem Fernsehinterview hat sich US-Vizepräsident Joe Biden für die Ehe-Öffnung ausgesprochen - die Obama-Regierung ruderte danach allerdings zurück.

Biden erklärte in der NBC-Fernsehsendung "Meet the Press": "Ich fühle mich wohl mit der Tatsache, dass Männer Männer, Frauen Frauen und heterosexuelle Frauen und Männer einander heiraten dürfen und genau die gleichen Rechte erhalten". Der Demokrat aus Delaware hat damit erstmals offen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht befürwortet. Im Interview erklärte er aber auch, dass der Präsident die Politik der Regierung bestimme.

Barack Obama hatte sich in der Vergangenheit gegen die Ehe-Öffnung ausgesprochen, plädiert aber dafür, Schwulen und Lesben die "gleichen Rechte" zuzugestehen, etwa in Lebenspartnerschaften. Gleich nach dem Interview hat Präsidentenberater David Axelrod getwittert, dass Biden nicht direkt für die Gleichstellung im Ehe-Recht, sondern lediglich für die Gleichstellung aller verheirateten Paare plädiert habe - in den USA sind allerdings Ehe-Schließungen zwischen Schwulen und Lesben derzeit nur in sechs der 50 Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington möglich.

Am Sonntagabend hat auch ein Sprecher von Präsident Obama erklärt, dass Biden mit seiner Aussage lediglich das Bundesgesetz "Defense of Marriage Act" (DOMA) kritisiert habe. Dieses besagt, dass der Bund und andere Bundesstaaten die Eheschließungen von Schwulen und Lesben nicht anerkennen müssen. Das führt dazu, dass Homo-Paare die Rechte der Ehe, etwa das Zeugnisverweigerungsrecht, verlieren könnten, sobald sie in einen anderen Staat umziehen. Das Gesetz wurde von einem Bundesgericht für verfassungswidrig erklärt, es darf aber noch angewendet werden, bis der Oberste Gerichtshof eine endgültige Entscheidung fällt. Es wird dort eine knappe Entscheidung erwartet: Im Supreme Court sitzen derzeit fünf eher konservative Richter vier eher liberalen Richtern gegenüber.

Youtube | Die Ehe-Frage in der Sendung "Meet the Press"
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50 Prozent der Amerikaner für Gleichstellung

Neuesten Umfragen zufolge unterstützt etwa die Hälfte der US-Bevölkerung die Öffnung der Ehe. Politische Beobachter gehen davon aus, dass auch Obama kein Problem mit der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht hat, sich allerdings aus wahltaktischen Gründen in der Öffentlichkeit bedeckt gibt. Die Befürwortung der Homo-Ehe könnte, so die Befürchtung, die evangelikale Basis der republikanischen Partei an die Wahlurne locken.

Das Intellektuellenmagazin "The New Yorker" bezeichnete die Aussage Bidens als "Panne". Die Obama-Regierung betreibe eine Politik, die an die Rassentrennung erinnere, die bis 1954 in den Südstaaten der USA Gesetz war. Diese Politik stand unter dem Motto "Separate but equal" (Getrennt, aber gleich). (dk)

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Tags: joe biden, homo-ehe
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Reaktionen zu "US-Vizepräsident (ein wenig) für Ehe-Öffnung"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
07.05.2012
18:18:55


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Obama-Administration sollte ihren Eiertanz in Sachen Homoehe endlich aufgeben und sie endlich einführen! Gut, daß wenigstens der Vizepräsident eine klare Position dazu hat!


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#2
07.05.2012
19:18:22


(+1, 3 Votes)

Von Robin


"In einem Fernsehinterview hat sich US-Vizepräsident Joe Biden für die Ehe-Öffnung ausgesprochen - die Obama-Regierung ruderte danach allerdings zurück."

Ich fand Obama und seine Leute immer schon hoffnungslos überschätzt.

Er ist natürlich um Welten besser als die Republikaner, aber immer noch weit vom Optimum entfernt. Ist und bleibt halt ein religiös verblendeter.


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#3
07.05.2012
19:39:20


(+2, 2 Votes)

Von Sven


In welcher Partei war die Frau Clinton noch einmal? Vergessen.

Ich finde es wesentlich mutiger im heißen amerikanischen Wahlkampf die Öffnung der Ehe anzudenken. Vielleicht kann man den schönen LGBT-Preis doch an den Herrn Biden geben.

Anderseits stellt diese Nachricht auch gut den amerkanischen Eiertanz dar. Lesben und Schwule ködern, ohne die liberaler eingestellten christlichen Rechten zu vergraulen.

zwei Schritte vor - ein Schritt zurück


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