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Adair zieht nicht gerne Hemden an

Ein homofreundlicher Song des Rappers Adair Lion hat sich am Wochenende wie ein Lauffeuer in sozialen Netzwerken verbreitet.

Der aus El Paso stammende Künstler hat in seiner ersten Singleauskopplung aus dem Album "Michael & Me", das am 25. Juni in den USA erscheint, mehr Akzeptanz für Schwule und Lesben gefordert. Mit dem Lied "Ben" will Lion "Meinungen beeinflussen", erklärte der bekennende Heterosexuelle in Interviews. Er rappt darin unter anderem: "'Gay ist okay' ist etwas, was man als Rapper nicht sagen sollte. (...) Als Christ ist es nicht einfach zuzugeben, dass die Bibel an dieser Stelle falsch liegt". Außerdem gebe es "in jeder Familie" Schwule und Lesben. "Ich frage mich, warum die Welt das dann als Verbrechen ansieht". Auch so manches Klischee lässt Lion in dem Song nicht aus: "Die heißesten Mädels haben einen Schwulen in ihre Clique - vergesst das nicht!"

Der bislang noch weitgehend unbekannte Sänger wurde in Blogs für sein Engagement gelobt, unter anderem vom schwulen Star-Blogger Perez Hilton, der den Song als Aufforderung an andere Rapper wie Lil' Wayne und Kanye West versteht, ähnliche Songs zu schreiben.

Youtube | Das Video

Positive Reaktionen

Lion hat erklärt, dass ihm bislang noch nie so viel Sympathie für einen Song entgegengebracht wurde. Allerdings gebe es auch negative Reaktionen: "Manche haben mich dafür diffamiert. Ich kann mir nur vorstellen, wie oft Schwule und Lesben mit so etwas umgehen müssen." Er sei auf die Idee für den Song gekommen, als ein Freund aus der Universität sein Coming-out hatte.

Bislang gab es nur wenige Rapper, die offen für Toleranz gegenüber Homosexuellen geworben haben. In England versuchte 2004 der schwule Rapper QBoy mit schwulen Texten, Platten zu verkaufen - allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Im vergangenen Jahr war der kalifornische Interpret Lil B, ein Heterosexueller, mit dem Song "I'm Gay" kurzzeitig in den Nachrichten. Häufiger fallen Rapper allerdings durch homophobe Äußerungen auf, auch in Deutschland: So forderte ein Rapper aus Friedrichshafen in einem neuen Song, dass Schwule verbrannt werden sollten (queer.de berichtete). (dk)



#1 WilcombEhemaliges Profil
  • 07.05.2012, 15:56h
  • weis nicht was ich dazu sagen soll, ausser das ich es cool finde, in dieser Branche nicht mit dem Mainstream mit zu schwimmen, und was eigenes zu machen, eine eigene Idee zu haben.
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#2 ganz nettAnonym
  • 07.05.2012, 16:10h
  • Naja nachdem die Kamera ihren oblogatorischen Zoom auf Titten und Beine irgendeiner Tussi hatte, kommt ganz am Ende des Videos eine Szene aus der man erahnen kann das ein schwules Paar zur Familie gehört, samt adoptierter Kinder?

    Besonders toll finde ich das nicht, aber immerhin ein Anfang denn in einer so homophoben Musiksparte wie Rap ist die Aussage "gay is okay" und ein Video in dem Schwule zwar weitgehend unsichtbar, aber immerhin nicht negativ, dargestellt werden als Fortschritt zu werten.

    Also an sich ein cooler Junge der Rapper, er traut sich mehr als die meisten seiner Kollegen.
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#3 Nice tryAnonym
#4 FeendracheProfil
  • 07.05.2012, 17:38hLeipzig
  • Find ich echt cool, wenigstens ein Mensch aus der Rapper-Szene beweist Rückrad und macht keinen auf Super-Homo-feindlich. So wie dieser ganze andere Abschaum *bösen Blick nach Deutschland werf*
    Das Video gefällt mir, auch wenn Rapp nicht meine Musikrichtung ist. Man sollte allerdings nicht hoffen das sich mit einem Song die ganze Welt verändert. Am Anfang braucht es immer einen der den ersten mutigen Schritt macht und mit etwas glück folgen dann auch andere die sich bisher unsicher zurück gehalten haben.
    Grüße
    Fee
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 ricsnProfil
#7 SvenAnonym
#8 FenekAnonym
  • 07.05.2012, 19:23h
  • "Manche haben mich dafür diffamiert. Ich kann mir nur vorstellen, wie oft Schwule und Lesben mit so etwas umgehen müssen."

    Das ist es.

    Die meisten Heteros können sich nicht mal ansatzweise vorstellen, was damit verbunden ist, schwul, lesbisch, bi, transsexuell oder intersexuell zu sein.
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#9 DoppelmoralAnonym
  • 07.05.2012, 19:38h

  • Das Lied okay, aber das Video ( Heterokuss und knappe Miniröcke) ist nicht mal homoerotisch. Toleranz alleine reicht nicht, wo bleibt die Sichtbarkeit von homoerotischen Darstellungen in Rap-videos? Oder will man das der jugendlichen Zielgruppe nicht zumuten?
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#10 PeterBAnonym
  • 07.05.2012, 23:51h
  • Antwort auf #2 von ganz nett
  • Na am Schluss sagt er (etwas verschlungen zwar), dass er keinen Vater hatte und sich nicht vorstellen kann, über eine Familie mit 2 Vätern zu urteilen. Ist also schon etwas mehr als nur erahnen.
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