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Demo gegen Abschiebungen in Berlin (Bild: zeitrafferin / flickr / by 2.0)

Die Ausländerbehörde Berlin will Herry H. in seine Heimat Indonesien abschieben - der Flüchtlingsrat fordert ein Aufenthaltsrecht für den 32-jährigen Schwulen, da ihm vor Ort eine Zwangsheirat droht.

H. lebt bereits seit über 13 Jahren in Deutschland. Er war im Alter von 19 Jahren für ein Elektrotechnik-Studium nach Berlin gekommen und hatte dort sein Coming-out. Seine Familie drohte daraufhin ihn zwangszuverheiraten. Aufgrund psychischer Probleme ist H. seither in Behandlung. Er wird derzeit vom Lesben- und Schwulenverband in Berlin betreut. Der LSVD in der Hauptstadt kümmert sich jedes Jahr um ungefähr zehn Männer, die im Ausland von Zwangsverheiratung bedroht sind.

Weil er nur ein Studentenvisum erhalten hatte, hat die Innenverwaltung in Berlin beschlossen, den Indonesier auszuweisen. Bislang hält die Behörde an ihrer Entscheidung fest, obwohl bereits mehrere Bürgerrechtsorganisationen appelliert hatten, H. wegen seiner persönlichen Lage eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. In einer Online-Petition haben bereits mehr als 1.400 Menschen Innensenator Frank Henkel (CDU) aufgefordert, die Ausweisung zurückzunehmen.

H. beschreibt es als "Horror", wenn die Ausweisung Erfolg hätte. In Indonesien würde er von seiner Familie verstoßen, wenn er sich der Hochzeit verweigern würde. Seine vorgesehene Ehefrau wartet in seinem Heimatland bereits auf den 32-Jährigen. Ohne soziale Kontakte und ohne Geld hätte er dort allein keine Chance, so H.

Der Berliner Verein Flüchtlingsrat erklärte, dass H. in Indonesien kein selbstbestimmtes Leben führen könne und eine Ausweisung wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen unmenschlich sei. H. gibt an, dass er sich lieber das Leben nehmen wolle als nach Indonesien zurückzukehren. Der Rat weist auch darauf hin, dass H. während seiner Zeit in Deutschland keinerlei Hilfe von Arbeitsamt oder andere Sozialleistungen in Anspruch genommen habe. Außerdem habe der Bundestag mit dem vergangenes Jahr in Kraft getretenen "Gesetz zum besseren Schutz vor Zwangsheirat" seine Absicht betont, die Opfer von Zwangsheirat besser zu schützen. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 le_waldsterbenProfil
  • 07.05.2012, 19:17hBerlin
  • Auf dem Schild steht "Abschiebestopp für alle - sofort!".
    Wenn das umgesetzt wird, bedeutet dies, dass jeder -ohne Ausnahme-, der deutschen Boden betreten hat, nicht mehr abgeschoben werden kann. In Berlin-Neukölln gibt es schon jetzt ganze Straßenzüge, die von Sinti und Roma aus Rumänien bewohnt werden. Es kamen komplette Dorfgemeinschaften mit ihren Pfarrern nach Neukölln. In einer Straße wohnen 80 "Scherenschleifer", denn jeder, der ein Gewerbe anmeldet, kann ebenfalls nicht mehr abgeschoben werden. Seit der neuesten EU-Richtlinie hat jeder Ausländer in der EU vom ersten Tag an Anspruch auf die komplette Sozialhilfe. Es ist vorprogrammiert, dass unsere Wirtchaft irgend wann zusammen brechen wird, wenn immer weniger Berufstätige für immer mehr Nichtberufstätige arbeiten müssen. Auch ausländischen Schwulen darf nur Asyl gewährt werden, wenn sie in ihrem Heimatland um Leib und Leben fürchten müssen. Nur die Tatsache, dass ein erwachsene Mann eine Frau heiraten soll, kann kein Asylgrund sein, denn diese Forderungen werden täglich an Millionen schwulen und bisexuellen Männern auf der ganzen Welt gestellt. Auch vielen älteren Schwulen hier in Deutschland ist diese Forderung nicht fremd, doch wäre deswegen keiner auf die Idee gekommen, im Ausland um Asyl zu bitten....
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#3 RobinAnonym
  • 07.05.2012, 19:19h
  • Was will man schon von der schwarz-gelben Gurkentruppe erwarten?

    Menschenrechte zählen für Union und FDP nicht viel und erst recht nicht die Rechte von Schwulen. Die interessieren sich nur für Geld und Macht.
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#4 hankeat
  • 07.05.2012, 19:34h
  • "Er lebt bereits seit über 13 Jahren in Deutschland."
    Ich frage mich, warum hat er noch kein Mann gefunden?
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#5 olikujzhtgAnonym
#6 ArthasAnonym
#7 Pro-ArthasAnonym
#8 Pro-MenschAnonym
#9 nazi strategyAnonym
  • 08.05.2012, 11:16h
  • Antwort auf #8 von Pro-Mensch
  • "Islamfeindliche Stimmungsmache ist zu einem der wichtigsten Propaganda-Themen rechtsextremer Gruppierungen geworden. Das gilt für Parteien wie die NPD, die „Bürgerbewegung pro NRW“, für Neonazi-Zusammenschlüsse und rechtsextreme Musikbands.

    Mit „Türöffner“-Themen den öffentlichen Diskurs bestimmen

    Die Herausgeber des Bandes, Wolfgang Benz – bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin – und Thomas Pfeiffer, wissenschaftlicher Referent beim nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz, betonen in ihrem gemeinsamen Vorwort, dass Rechtsextremisten immer seltener mit offener Verherrlichung des Nationalsozialismus oder plumpem Antisemitismus auf Stimmen- und Anhängerfang gehen. In erster Linie versuchten sie mit „Türöffner“-Themen wie „dem Islam“,den öffentlichen Diskurs zu bestimmen.

    Dass dies mit Aussicht auf Erfolg geschehen kann, dokumentieren die Wahlergebnisse von Islam-feindlichen Parteien wie der niederländischen „Partei für die Freiheit“ von Geert Wilders. Kapitel eins des Buches widmet sich am Beispiel der Niederlande der Islamfeindschaft als wahlstrategischem Erfolgsmodell. So hat sich die Wilders-Partei mit islamfeindlicher Agitation in eine Schlüsselposition für die Regierungsbeteiligung manövriert.

    Bezogen auf die Bundesrepublik wird konstatiert, dass hier der Islamfeindlichkeit „eine besondere gesellschaftliche Bedeutung“ zukommt, da das Potenzial „ausgesprochen hoch“ sei. Mehr Bürgerinnen und Bürger stimmen derzeit negativen Meinungen gegenüber dem Islam und Muslimen zu als gegenüber anderen Gruppen."

    www.bnr.de/artikel/rezensionen/rechte-islamfeindschaft-als-i
    deologie
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#10 ArthasAnonym
  • 08.05.2012, 11:26h
  • Antwort auf #8 von Pro-Mensch
  • Nun, Ich bin mir schon sicher das das illegal ist einen islamischen Gottesstaat in Deutschland errichten zu wollen.
    Und das hat mit "Neonazis" (Pro NRW sind keine Nazis), und auch der Mehrheit der Muslime in diesem land, nichts zu tun, du kannst ja gerne die Salafisten unterstützen wenn du das in ordnung findest was die machen, allerdings sollte dir die Lebenssituation von Schwulen in islamischen Ländern bekannt sein, denn die ist sicher nicht Pro-Mensch.

    Es geht los: Intifada in Bonn

    www.youtube.com/watch?v=dsm9-OZHNH4&feature=related
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