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Josh Dixon will im Sommer an den Olympischen Spielen in London teilnehmen

Josh Dixon hat gute Chancen, als erster offen schwuler Turner an den Olympischen Sommerspielen teilzunehmen.

Dixon hat sich am Montag auf der schwul-lesbischen Sportseite "Outsports" als schwul geoutet. Zuvor hatte er am Samstag bei einem Wettbewerb zur Olympia-Qualifikation in Colorado Springs unter 72 Sportlern den zweiten Platz erreicht.

Im Interview erklärte Dixon, dass er an der Hochschulsportgruppe nie ein Problem mit seiner Homosexualität gehabt habe. Er studiert seit 2008 an der 60 Kilometer von San Francisco entfernten Stanford-Universität und turnt dort seit dem ersten Semester. Seine Hochschule hat bereits mehrfach die nationalen Team-Wettbewerbe gewonnen. Da es in der "Turn-Szene" viel Klatsch gebe, sei seine Homosexualität nicht lange ein Geheimnis geblieben. Dixon habe allerdings von seinen Kommilitonen "nicht einmal im Ansatz" eine negative Reaktion erhalten. Er habe vor seinem Coming-out nur Druck auf sich selbst aufgebaut - aus Angst, als Schwuler in einer als "schwul" empfundenen Sportart ein Klischee zu sein. Inzwischen kenne er viele weitere Sportler, die ihm gegenüber offen über ihre Homosexualität gesprochen haben.

Youtube | Josh in Aktion

Keine Angst vor Preisrichtern

Dixon erklärte, er habe aber keine Angst, dass die Preisrichter ihn wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligen könnten: "Diese Sache hat keinen Einfluss darauf, wie ich bewertet werden", so Dixon. Dabei hat es in den letzten Jahren hatte es immer wieder Diskussionen um eine faire Bewertung der Preisrichter gegeben: So gab es 2010 Stimmen, dass die angenommene sexuelle Orientierung den extravaganten US-Eiskunstläufer Johnny Weir den Sieg gekostet habe (Weir hat sich erst 2011 geoutet). Allerdings wurde der schwule australische Turmspringer Matthew Mitcham 2008 von den Preisrichtern auf den ersten Platz gehievt (queer.de berichtete).

Bislang ist noch kein offen schwuler Turner bei den Olympischen Spielen angetreten. Der australische Trampolinturner Ji Wallace outete sich erst 2005 - fünf Jahre, nachdem er in Sydney die Goldmedaille gewonnen hatte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Stand Up CoachAnonym
#4 MariusAnonym
  • 08.05.2012, 19:34h
  • Dann wollen wir ihm mal die Daumen drücken, dass die Olympia-Teilnahme klappt. Offen schwule Sportler können gar nicht genug in der Öffentlichkeit stehen.
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#5 luxi81Profil