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Bilder von glücklichen heterosexuellen Familien sollten die Wähler vor der Homo-Ehe warnen

Mit deutlicher Mehrheit haben die Wähler in North Carolina am Dienstag einem Verbot jeglicher staatlicher Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Regionalverfassung zugestimmt.

Nach ersten Auszählungen votierten 61 Prozent für "Amendment One", 39 Prozent stimmten dagegen. In der Verfassung des Bundesstaates ist nun festgelegt, dass die "Ehe zwischen Mann und Frau die einzig gesetzlich anerkannte Partnerschaftsverbindung" im Staat sein darf. Damit sind dort auch eingetragene Partnerschaften verboten.

Die Eheschließung für Schwule und Lesben ist in dem Südstaat bereits jetzt per Gesetz verboten. Homosexuelle Amerikaner, die sich in anderen Bundesstaaten verpartnert oder dort geheiratet haben, werden in North Carolina wie Fremde behandelt. Nun wird das Ehe-Verbot auch in der Verfassung aufgenommen, wie zuvor bereits in 30 der 50 US-Staaten, darunter alle anderen Südstaaten. Konservative Aktivisten wollen mit dieser Strategie verhindern, dass Richter das Eheverbot wieder aufheben.

Homo-Aktivisten weisen aber darauf hin, dass es in der Bundesverfassung kein derartiges Verbot gibt - und dieses aufgrund der hohen parlamentarischen Hürden auch so gut wie ausgeschlossen ist. Der Oberste Verfassungsgerichtshof in Washington könnte den Artikel in der Regionalverfassung damit als Verstoß gegen die Bundesverfassung aushebeln. Es gibt hierfür bereits einen Präzedenzfall: Der Supreme Court hatte 1967 das Verbot von interrrassisch-heterosexuellen Ehen in den Verfassungen von North Carolina und einem Dutzend weiterer Südstaaten als Verstoß gegen das Gleichheitsgebot für verfassungswidrig erklärt (Loving v. Virginia).

Kirchen machten gegen die Homo-Ehe Stimmung

Homo-Gruppen kritisierten die Durchführung des Volksentscheids in North Carolina scharf. Die National Gay & Lesbian Task Force bezeichnete das Ergebnis als "brutalen Schritt in die Vergangenheit". Unterstützt wurde der Volksentscheid dagegen von den Republikanern, der katholischen Kirche, mehreren protestantischen Glaubensgemeinschaften sowie konservativen Lobbygruppen. Auch der 93-jährige Starprediger Billy Graham warnte seine Anhänger, dass sie mit ihrer Stimme für die Gleichstellung gegen das göttliche Gesetz verstoßen würden. Ein weiterer Volksentscheid ist im November in Minnesota geplant.

Landesweit gewinnen trotz des negativen Ergebnisses die Befürworter der Gleichstellung im Eherecht die Oberhand. Einer neuen Gallup-Umfrage zufolge befürworten 50 Prozent die Ehe-Öffnung, 48 Prozent sind dagegen. Vor 15 Jahren waren allerdings noch mehr als zwei Drittel der Amerikaner gegen gleichgeschlechtliche Ehen. In dieser Frage ist nach wie vor die Religionszugehörigkeit entscheidend: So stimmen nur 38 Prozent der traditionell eher konservativen Protestanten der Gleichbehandlung im Eherecht zu. Unter Katholiken ist es bereits eine Mehrheit von 51 Prozent. Bei Menschen ohne Glauben würden 88 Prozent für die Gleichstellung votieren. (dk)



#1 MarekAnonym
  • 09.05.2012, 15:18h
  • "Kirchen machten gegen die Homo-Ehe Stimmung"

    Natürlich... Wie immer.

    Die verbreiten Hass und Intoleranz um von ihren eigenen Verbrechen abzulenken und ihre Schäfchen gefügig zu machen.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 09.05.2012, 15:41h
  • Für Bürgerrechte wie für soziale Rechte gilt die alte rechte Taktik:

    Gut gespaltet ist halb gewonnen!

    (Siehe obiges Familien-Bild)
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#3 Anja_Nadine
  • 09.05.2012, 15:54h
  • Der Slogan "Make Love, not War" hat sich leider noch immer nicht in den USA durchgesetzt. Dort lautet er scheinbar noch immer "Make War, not Love" und die Kirchen wandeln es zu "Make War against Love" ab.

    Okay, das ist sehr oberflächlich betrachtet, schließlich steigt die Anzahl der Befürworter der Homo-Ehe, eine Mehrheit ist aber noch nicht erreicht und ist je nach Bundesstaat auch vielerorts nicht zu erwarten, angesichts staatlich geschützter Diskriminierungen.
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#4 -hw-Anonym
#5 goddamn liberalAnonym
  • 09.05.2012, 16:15h
  • Antwort auf #4 von -hw-
  • So ist es wohl.

    Und damit es nicht knallt....

    wird den einen kontrafktisch eingeredet, sie seien gottgefällige Heteros...

    und den anderen kontrafaktisch suggeriert, sie seien fröhliche Konsumweltmeister...

    Und allen, sie hätten nichts miteinander gemein.

    Gemeinheit statt Gemeinschaft.

    Spaltung statt Solidarität.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 BaumiAnonym
  • 09.05.2012, 18:08h
  • Wir müssen endlich mal eine andere Gangart einlegen.

    Sowas dürfen wir uns nicht mehr länger bieten lassen.
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#9 goddamn liberalAnonym
#10 OliiAnonym
  • 09.05.2012, 20:18h
  • Interessantes Plakat: Eine schwarze Familie. Es ist schon ganz besonders traurig, dass gerade bei der schwarzen Bevölkerung die Ablehnung von Homosexualität und Eheöffnung auf fruchtbaren Boden fällt. Sind es doch gerade diese, die sich ihre Menschenrechte auch erst mühsam erstreiten mussten. Bedauerlicherweise lernen hier viel zu viele nicht aus der Geschichte der eigenen Bevölkerungsgruppe.
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