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  • 09.05.2012           38      Teilen:   |

Obama für Ehe-Öffnung

Ein paar Sätze in einem Interview und doch ein historischer Moment
Ein paar Sätze in einem Interview und doch ein historischer Moment

US-Präsident Barack Obama hat sich am Mittwoch erstmals für eine Ehe für schwule und lesbische Paare ausgesprochen. Dem US-Sender ABC sagte er in einem Interview, für ihn persönlich sei es wichtig, "voranzugehen und zu betonen, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können sollten".

Zuvor hatte der Präsident immer wieder gezögert, eine entsprechende Äußerung abzugeben - in der Frage sei er noch "in der Meinungsfindung", hatte er mehrfach verlauten lassen, auch dass eine Eingetragene Partnerschaft genug sei. Nun dieses klare Statement, zu einem heiß umkämpften Thema gerade im US-Wahlkampf.

Er habe in den letzten Jahren mit Freunden, Nachbarn und der eigenen Familie über das Thema geredet, sagte der Präsident. Seine Meinung habe sich nach und nach geändert, als er etwa an eigene Mitarbeiter dachte, "die in unglaublich liebevollen monogamen Beziehungen leben und Kinder aufziehen", oder an Soldaten, die trotz des Wegfalls von "Don't ask Don't tell" sich noch eingeschränkt fühlten, weil sie keine Ehe schließen können. Alle Amerikaner sollten gleich behandelt werden.

Obama ist damit der erste US-Präsident, der eine Ehe für Lesben und Schwule unterstützt. Die Nachricht war für die großen amerikanischen TV-Networks so wichtig, dass sie ihre Sendungen unterbrachen, in einer ersten Überschrift von Fox News hieß es, Obama erkläre der Ehe den Krieg. Die Meldung wird Schwung in den Wahlkampf bringen und sowohl Demokraten als auch Republikaner mobilisieren.

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Mitt Romney, der republikanische Gegenkandidat zu Obama bei der Präsidentschaftswahl, hatte noch am Morgen gegenüber CNN bekräftigt, er sei gegen eine Ehe-Öffnung und auch gegen Eingetragene Partnerschaften, wenn diese die gleichen Rechte wie der Ehe enthielten.

Erst einen Tag zuvor hatten die Wähler in North Carolina für einen Bürgerentscheid gestimmt, der nicht nur eine Ehe für Schwule und Lesben, sondern auch Lebenspartnerschaften jeglicher Art in der regionalen Verfassung verbietet (queer.de berichtete). In sechs Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington ist eine Ehe zwischen Homosexuellen erlaubt, in zwei weiteren hängt eine Öffnung von einem Bürgerbegehren gegen entsprechende Pläne ab. (nb)

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Tags: homo-ehe, usa,barack obama
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Reaktionen zu "Obama für Ehe-Öffnung"


 38 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
09.05.2012
23:51:00


(-8, 16 Votes)

Von Der Rick


Muss er ja auch, ist doch Wahlkampf-Time.


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#2
09.05.2012
23:53:20


(-7, 11 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das wird auch Zeit! Wenn in der gesamten USA die Homoehe eingeführt wird, dann ist das, was heute in North Dakota per Volksentscheid bestimmt wird (Verbot der Homoehe) null und nichtig! Vor allem sollte die Homoehe so verankert werden, daß die Republikaner auf gar keinen Fall mehr rückgängig machen können!


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#3
10.05.2012
00:15:25


(+6, 12 Votes)

Von Mink


Er wollte auch Guantanamo schließen. Messen wir ihn an seinen Taten.


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#4
10.05.2012
00:17:15


(+5, 7 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Weiter so Obama! Seine Stellungnahme ist mutig in einem sehr konservativen Land mit sehr verbissenen Republikanern. Hut ab! Solche Menschen braucht das Land!


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#5
10.05.2012
00:20:44


(+6, 8 Votes)

Von Feendrache
Aus Leipzig (Sachsen)
Mitglied seit 16.10.2011


Lobenswert Herr Präsident, damit wird er zwar einer menge Leute ans Bein pissen (allen voran dem homophoben und verklemmten Teil der Bevölkerung) aber dennoch wird es zeit das mal jemand in seiner Position den Arsch hoch bekommt und mal Klartext redet.


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#6
10.05.2012
00:21:59


(+8, 14 Votes)

Von Betreutes Lesen


Spiegel Online verschleiert mit dem Terminus "Homo-Ehe" mal wieder gekonnt, dass es um die Öffnung der Ehe, also um ein und dasselbe Rechtsinstitut für alle geht - das Gegenteil von sexueller Apartheid also, die hierzulande als Selbstverständlichkeit gilt.

Es wird auch verschleiert, dass weder irgendein Regierungschef noch irgendein Staatsoberhaupt in Deutschland jemals so klar Position bezogen hat. Schon gar nicht in irgendeinem "Wahlkampf". Generell wird das Thema Menschenrechte für Schwule hierzulande auf der "großen politischen Bühne" bekanntlich nur so behandelt, dass es jenseits von CSD-Wahlkampfauftritten möglichst niemandem auffällt.

Link zu www.spiegel.de


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#7
10.05.2012
01:19:46


(+3, 7 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Der Rick


Muss er auch?!?

Obama geht ein enormes Risiko ein... obwohl laut der letzten Gallup-Umfrage mittlerweile 50% der Amerikaner die Homo-Ehe befürworten (48% dagegen) sieht es in den "Swing-States" ganz anders aus (North Carolina: 61% dagegen)... da von "Wahlkampftaktik" zu sprechen ist wohl mehr als unangebracht.

Thank you, Mr. President!


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#8
10.05.2012
06:32:35


(-10, 16 Votes)

Von Baumchenwechsel


Jo genau... Obama war ja mal gegen die Ehe-Öffnung.

"[...]Gegen die Möglichkeit der Ehe-Öffnung für Homosexuelle spricht sich Obama jedoch ausdrücklich aus, was von der Human Rights Campaign (kurz HRC), einer der größten US-amerikanische Lobbyorganisationen für schwul-lesbische Rechte, kritisiert wird[...]"
quelle :
Link:
faghags.de/2008/06/prasidentschaftskandidat-obama-
wirbt-um-homosexuelle-wahler-2/


"[...]Im Gegensatz zu den Versprechungen während seiner ersten Wahlkampfshow vor vier Jahren, unterstützt US-Präsident Barack Obama die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlichte Paare nun doch nicht.[...]

Link zu www.haolam.de

Und nur weil sein gegner gegen die Ehe Öffnung ist, ist Obama natürlich jetzt dafür. Schließlich brauch er jede Stimme die er kriegen kann.

Wie man's halt so macht, immer das Fänchen mit dem Wind drehen; ob man dann die Wahlversprechen hält oder nicht,
DAS ist dann noch eine ganz andere Frage...

Und das auch ein Obama sich nicht an alles hält was er verspricht, nun das haben wir alle erlebt,
siehe beispielsweise Guantanomo (um nur ein nicht gehaltenes Versprechen zu erwähnen).


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#9
10.05.2012
07:32:45
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Schoki
Antwort zu Kommentar #4 von lucdf


Vielleicht sogar zu mutig, denn wenn er nicht Präsident bleibt, kann er auch nichts davon umsetzen. Ich bin mir nicht sicher, welche Taktik Obama mit diesem Statement VOR den Wahlen zu verfolgen versucht. Denn wie man in den ganzen Bürgerentscheiden erkennt, könnte diese Aussprache Obamas ihn so manche Wählerstimmen, vielleicht sogar relevante, abhanden gehen.


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#10
10.05.2012
08:25:17


(+6, 10 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es stimmt, dass Obama einiges versprochen hat, dessen Ausführung noch aussteht...

Doch, was wollen wir?

Eben dieses:

Youtube-Video:


Und auch für uns in Deutschland, Frankreich, ganz Europa, auf der ganzen Erde!

Jeder kann das, was Obama gestern sagte, mit wohlwollenden Gedanken unterstützen!


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