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Lukas und Fabio lernen sich kennen

Der Kultfilm jetzt auf DVD: In "Romeos" muss der niedliche Lukas ein doppeltes Coming-out hinter sich bringen: Dass er schwul ist, lockt in Köln niemanden hinterm Ofen hervor, sein anderes Geheimnis aber sehr wohl...

Von Carsten Weidemann

Lukas (Rick Okon) ist gerade 20 Jahre alt geworden, als er aus der Provinz in die Großstadt Köln zieht, um dort die schwule Szene aufzumischen. Allerdings stellt sich die Tatsache, dass er als Mädchen geboren wurde, als großes Hindernis heraus. Das fängt schon beim Zivi-Wohnheim an: Hier landet er im Mädchentrakt, weil er laut Personalausweis noch kein Mann ist. Zwar hat er bereits mit geschlechtsanpassenden Operation begonnen - doch es gibt immer noch einen "kleinen Unterschied". Natürlich stören auch die Brüste, die Lukas unter schlabberigen Sweatshirts verstecken muss.

Immerhin wohnt in seinem Wohnheim auch seine beste Freundin Ine (Liv Lisa Fries). Sie führt ihn in einen neuen Freundeskreis ein - und Lukas beginnt gleich damit, den attraktiven Macho Fabio (Maximilan Befort) zu bezirzen, der dankenswerterweise nicht immer Kleidung trägt. Lukas' Geheimnis bringt das turtelnde Paar allerdings in arge Gefühlswallungen.

Liebe, Freundschaft und sexuelles Erwachen

Der erste Spielfilm von Regisseurin Sabine Bernardi beschreibt die Nöte und Sorgen der drei Hauptfiguren, ernsthaft und zugleich mit einer guten Prise Humor. Selbst Menschen, die sich noch nie mit dem Thema Transgender beschäftigt haben, werden mit auf die Reise genommen. Die beeindruckendsten Szenen zeigen, wie Lukas seine Körperteile abmisst und ständig in Sorge ist, nicht als echter Mann wahrgenommen zu werden.

"Romeos" ist ein grandioser Film über Liebe, Freundschaft und ein ungewöhnliches sexuelles Erwachen - und mit Sicherheit einer der besten deutschen Filme des Jahres 2011, der bereits mit vielen Preisen überschüttet wurde. So erhielt "Romeos" die Auszeichnung als bester Spielfilm bei Filmfestivals in Oslo, Paris und Honolulu. Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat das Prädikat "wertvoll" verliehen.

Youtube | Offizieller Trailer zum Film

Technische Angaben

ROMEOS ... anders als du denkst!, Drama, Deutschland 2011, Regie: Sabine Bernardi. Darsteller: Rick Okon, Maximilian Befort, Liv Lisa Fries, Felix Brocke, Silke Geertz, Gilles Tschudi, Sigrid Burkholder, Johannes Schwab, Tessa Lukat, Ben Gageik, Ralf Rotterdam. Laufzeit: ca. 94 Min., Sprache: Deutsch, mit Audiokommentar der Regisseurin Sabine Bernardi, FSK 12. Pro-Fun Media.

Galerie:
Romeos
9 Bilder


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 SmokingOrangeProfil
  • 11.05.2012, 00:24hFrankfurt am Main
  • Is ja ganz toll dass hier so euphorisch über diesen Film berichtet wird aber bitte genau recherchieren.

    "Lukas" hat am Anfang noch keine OP. Er hat sie beantragt ja. und am Ende des Films sieht mans auch dass anscheinend ein Erfolg daraus geworden ist aber am Anfang. Bis auf Testosteron ( was keine operative Masnahme ist.) ist da noch nichts medizinisch gesehn.

    Man darf auch gern betonen das der letzte Transgenderfilm in Richtung FTM in den 90ern gedreht wurde und in den USA spielt. In dem am Ende der Transmann vergewaltigt und ermordet wurde.

    Somit ist Romeos alleine wegen seiner Thematik "einzigartig".
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#3 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 11.05.2012, 11:47h
  • Warum drehen sich schwule Filme eigentlich immer um solche verkorksten Existenzen.

    Ein Mädchen will zu einem schwulen Jungen werden.

    Es mag ja solche traurigen Einzelfälle geben, aber muss sowas immer zum Hauptthema werden?

    Ich fühle mich ernsthaft belästigt, dass ich als schwuler Mann immer mit solchen Schicksalen in einen Topf geworfen werden.

    Aber sowas darf man natürlich nicht äußern, man könnte ja die Gefühle von jemandem verletzen.

    Also manchmal stimmen die Vorurteile bzgl. sentimentaler Betroffenheitstucken.
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#4 finkAnonym
  • 11.05.2012, 15:32h
  • Antwort auf #3 von Prime_Evil
  • "Ich fühle mich ernsthaft belästigt"

    wenn dich die bloße erwähnung oder der anblick queerer identitäten psychisch so ankratzt, dann gibt es eine lösung: nie mehr rausgehen und keine medien nutzen. vor allem keine queeren medien, da kommen queere identitäten nämlich aus irgendeinem grund besonders häufig vor.

    überhaupt einfach die welt meiden. probier's doch mal aus.

    und alle anderen menschen können weiterhin ihr leben leben, wie sie wollen, ok?
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#5 lisaAnonym
  • 11.05.2012, 16:02h
  • Antwort auf #3 von Prime_Evil
  • ich verstehe dein problem nicht, der film hat nicht nur eine queere, sondern auch eine eindeutig schwule thematik.

    eine person die im falschen körper geboren wurde, sich selbst als junge empfindet und sich zu anderen jungs hingezogen fühlt IST schwul.

    das hat viel mehr mit schwul sein zutun als die in queeren medien häufiger erwähnten mann- zu- frau transsexuellen, die sich nämlich, wenn sie auf männer stehen, als heterosexuell empfinden weil sie als frauen anerkannt werden wollen.
    davon kann ich ein lied singen, wenn ich mich als transfrau offenbahre werde ich von unwissenden als schwul bezeichnet, was völliger unsinn ist denn transfrauen sind frauen.
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