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  • 11. Mai 2012, noch kein Kommentar

Dagmar Schultz war Mitgründerin des Feministischen Frauengesundheitszentrum Berlin und des Frauenverlags Orlanda, den sie bis 2001 als Verlegerin leitete (Bild: privat)

Die Berliner Schwusos zeichnen die ehemalige Orlanda-Verlegerin Dagmar Schultz sowie den Sportverein Tennis Borussia aus.

Von Carsten Weidemann

Die Berliner Schwusos haben die beiden Preisträger des Magnus-Hirschfeld-Preises 2012 bekanntgegeben. Die Jury entschied sich für die lesbische Aktivistin Dagmar Schultz sowie für den Sportverein Tennis Borussia Berlin e.V.

Dagmar Schultz ist seit über 40 Jahren eine äußerst engagierte Feministin, Soziologin und Verlegerin. Sie gründete u.a. den Frauenverlag Orlanda, den sie bis 2001 leitete. In einer Pressemitteilung der Schwusos zur Preisverleihung heißt es über Schultz: "Sie war eine der ersten Aktivistinnen der Lesben- und Frauenbewegung, die das Zusammenwirken unterschiedlicher Diskriminierungsformen deutlich machte. Bis heute setzt sie sich dafür ein, Migrantinnen und schwarzen Frauen eine Stimme zu geben, und Ausgrenzungsmechanismen innerhalb der eigenen Community bewusst zu machen."

Schultz arbeitete zuletzt an der Verwirklichung eines Films über Audre Lorde, eine afro-amerikanische, lesbisch-feministische Dichterin, und deren Einfluss und Leben in Deutschland. Der Film hatte Weltpremiere auf der Berlinale und wird gerade auf vielen Festivals gezeigt.

Enttabuisierung von Homosexualität im Fußball


Fans von Tennis Borussia engagieren sich im Stadion gegen Homophobie (Bild: FARE network / flickr / by-sa 2.0)

Zum zweiten Preisträger erklärten die Schwusos: "Der Berliner Traditionsverein Tennis Borussia ist seit Jahren ein aktiver Akteur im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Mit der Initiative 'Fußballfans gegen Homophobie' leistet der Verein einen entscheidenden Beitrag für die Enttabuisierung von Homosexualität im Fußball."

Der Magnus-Hirschfeld-Preis wird durch die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der Berliner SPD (Schwusos) in diesem Jahr zum vierten Mal an eine Einzelperson und eine Institution oder Projekt verliehen. Der Preis besteht aus einer Plakette mit dem Porträt von Dr. Magnus Hirschfeld und ist zusätzlich mit jeweils 500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet statt am
Montag, den 14. Mai um 18 Uhr im Rathaus von Berlin-Charlottenburg (Otto-Suhr-Allee 100).