Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16487

Miss Marples Geheimnis

Happy Birthday, Margaret Rutherford!


So kennen und lieben wir sie: Rutherford als resolute Miss Marple (Bild: Warner Home Video)

Vor 120 Jahren wurde die britische Schauspielerin geboren, als Miss Marple wurde sie berühmt. Was kaum einer weiß: Margaret Rutherford adoptierte einen Mann, der eigentlich eine Frau war.

Von Christian Scheuß

Weltpolitisch betrachtet war das Jahr 1892 eher ruhig. In den USA verkaufte ein Zahnarzt erstmals Zahnpasta in Tuben, ein Techniker meldete das Patent für seine Rolltreppe an und in Berlin wude das Einweckglas als Innovation vorgestellt. Am 11. Mai des beschaulichen Jahres 1892 erblickte Margaret Rutherford als Tochter von William Benn und Florence Rutherford in London das Licht der Welt. Das aus dem Mädchen mal eine der bekanntesten britischen Schauspielerinnen werden sollte, die sogar von der Königin in den Ritterstand erhoben wird, ahnte da noch niemand. Dass "Dame" Rutherford auch einmal als Schwulen- und Trannymutti verehrt wird, hat sie sich selbst auch nicht erträumen können.

1925 stand sie erstmals auf der Bühne, mit dem Oscar Wilde-Stück "The Importance Of Being Earnest" feierte sie 1939 ihren Durchbruch. Sie verkörperte energische und durchsetzungsfähige Frauen und war deshalb für die Rolle der Privatdetektivin Miss Marple geradezu prädestiniert. Die vier von Regisseur George Pollock umgesetzten Verfilmungen der Romane von Agatha Christie machte Rutherford auch in Deutschland bekannt. "16 Uhr 50 ab Paddington" (im Original: "Murder She Said") animierte den Berliner Trash-Travestiekünstler Ades Zabel 2006 zu der Parodie "18:15 Uhr ab Ostkreuz".

Gordon wurde später zu Dawn, er/sie nannte Margaret "Mutter"


Dawn als sie noch Gordon war (Bild: Screenshot SF Chronicle)

1960 lernte Margareth Rutherford den jungen Schriftsteller Gordon Langley Hall kennen. Sie war begeistert von seinem Roman "Me Papoose Sitter". Gordon war bei seiner Geburt 1937 nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen. Gordons Mutter war minderjährig und unverheiratet, seine Geburt fand deshalb daheim und ohne medizinisches Personal statt. Man erzog ihn also als Jungen, was sich später als Irrtum herausstellte.

Margareth Rutherford war sehr berührt von Gordons Schicksal und beschloss gemeinsam mit ihrem Mann Stringer Davis, ihm per Adoption eine neue Familie anzubieten. Ende der sechziger Jahre entschloss sich Gordon, eine Geschlechtsanpassung vornehmen zu lassen, die es ihr ermöglichte als Dawn Langley Simmons weiterzuleben. Simons wurde eine bekannte Schriftstellerin, die 1983 auch die Biographie ihrer "Mutter" Margaret Rutherford veröffentlichte.

Youtube | Szene aus dem Film "Mörder Ahoi"


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.05.2012, 19:44h
  • Margarethn Rutherford und Stringer Davis sind und bleiben Kult! Ich kann mir deren Miss-Marple-Filme nicht oft genug ansehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Audi5000Anonym
  • 12.05.2012, 10:32h

  • Geht mir genauso! Sie hatte Durchsetzungsvermögen und jetzt auch noch diese für die damalige Zeit Spektakuläre Tat. Hochachtung!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PetterAnonym
  • 12.05.2012, 10:53h
  • Unvergessen und unerreicht!

    Und auch wenn die Figur der Miss Marple eigentlich von Agatha Christie ganz anders angelegt war als diese humorvolle-burschikose Miss Marple von Margaret Rutherford, so bleibt es für mich dennoch die beste Miss Marple aller Zeiten.

    Ich finde es nach wie vor sehr schade, dass es davon nur 4 Filme gibt. Noch 1-2 weitere ebenso gute Filme wären echt toll gewesen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JoonasAnonym
  • 12.05.2012, 19:19h
  • Margaret Rutherford als resolute und leicht verschrobene Version von Miss Marple ist und bleibt Kult.

    Eine Miss Marple mit Humor und dem Herz auf dem rechten Fleck.

    Habe gestern auf WDR 2 auch eine interessante Kurzdoku zu Margaret Rutherford gehört. Ist bestimmt auch im Netz zu finden.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 leander
#6 LucaAnonym
  • 14.05.2012, 08:06h
  • Antwort auf #3 von Petter
  • Wenn die 1-2 zusätzlichen Filme genauso gut gewesen wären wie die ersten vier, hätte ich weitere Filme auch toll gefunden.

    Aber das ist jetzt eh alles reines Wunschdenken und viel zu spät.
  • Antworten » | Direktlink »