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Der Dipl. Betriebswirt Stuart B. Cameron ist neben Anders Wikberg einer der beiden Initiatoren der MILK (Bild: Philipp von Ostau)

Auf der queeren Karrieremesse MILK am 9. Juni in Berlin suchen über 60 aufgeschlossene Unternehmen nach neuen Mitarbeitern. Wir sprachen mit Organisator Stuart Cameron über das Event, für das es noch kostenlose Tickets gibt.

Von Carsten Weidemann

Warum soll man auf die MILK Messe kommen?

Jeder wünscht sich einen offenen Arbeitgeber. Auf der MILK bieten genau solche Unternehmen Jobs und Praktika in verschiedenen Branchen. Aber auch Vorträge und Workshops, die normalerweise viel Geld kosten, gibt es bei uns kostenlos. Man kann seinen Lebenslauf vorher hochladen und noch auf der Messe ein Bewerbungsgespräch haben. Unsere Karriereexperten checken kostenlos Bewerbungsmappen auf Schwachstellen. Und, und, und... Die Unternehmen sind von unserem Konzept überzeugt. Wir sind für dieses Jahr ausgebucht, mehr als 70 Unternehmen erwarten die Besucher.

Was ist der Unterschied zu einer "normalen" Jobmesse?

Unsere Aussteller outen sich selbst als stolze Unternehmen, die Vielfalt fördern. Abgesehen davon: Auf welcher Jobmesse kann man schon auf der Dachterrasse mit Blick auf Oberbaumbrücke und Spree relaxen und bekommt dazu noch Musik von einem DJ? Wir sind einfach ein bisschen rebellischer und weniger konservativ als herkömmliche Jobmessen. Daher auch die Location. Das nhow Hotel Berlin ist Europas erstes Musik- und Lifestylehotel.

Warum werbt ihr deutschlandweit für die Messe, wenn sie doch in Berlin stattfindet?

Unsere Unternehmen kommen nicht nur aus Berlin, sondern sind teilweise weltweit operierende Unternehmen, die Jobangebote in allen Teilen Deutschlands haben. Deswegen kann man mit dem Bus aus zwölf verschiedenen Städten zur MILK fahren. Der Bus hält direkt vorm Hotel, auf der Fahrt kann man bereits andere Besucher kennenlernen.


Namhafte Aussteller: Neben IBM sind auch Google, General Electric, McKinsey, Vodafone, NH Hotels und Hugo Boss auf der MILK vertreten

Was versteckt sich hinter den Vier-Augen-Gesprächen?

Auf unserer Homepage kann man vorab seinen Lebenslauf hochladen. Die Lebensläufe schicken wir den Unternehmen, die interessante Kandidaten zu einem Gespräch an ihren Stand auf der Messe einladen. Der Vorteil: Man wird nicht bereits durch einen Computer herausgefiltert, wie das bei Großunternehmen oft der Fall ist. Selbst McKinsey wird sich jeden Lebenslauf anschauen.

Warum sprecht ihr gezielt auch Heteros an?

Nicht die sexuelle Identität zählt, sondern das, was man drauf hat. Deswegen ist bei uns jeder willkommen. Wir möchten Heteros auch die Möglichkeit geben, die Community abseits des CSD kennenzulernen. Außerdem möchten wir selbst nicht ausgeschlossen werden. Vielen Heteros gefällt das, sie möchten über die MILK an einen offeneren Arbeitgeber gelangen.

Ob der Maler Norbert Bisky oder die Dschungelcamp-Teilnehmerin Sarah Knappik - auf der MILK sind dieses Jahr auch einige bekannte Gesichter zu sehen. Was machen die dort?

Sie berichten über ihre eigene Karriere und ihre Erfahrungen. Norbert Bisky ist selbst schwul und mittlerweile einer der wichtigsten deutschen Künstler unserer Zeit. Sarah Knappik wurde als Kind gemobbt und wird zum Thema Mobbing an einer Diskussion teilnehmen. Der bekannte Autor und Regisseur Angelo Colagrossi erzählt über das deutsche Showbusiness und die Berliner Direktorin von McKinsey Dr. Katrin Suder erzählt über den Erfolg von Vielfalt/Diversity. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr wieder viele interessante Rednerinnen und Redner für die MILK gewinnen konnten.

Alle Infos zur MILK Messe 2012

Termin: Samstag, 9. Juni 2012, 11-18 Uhr
Ort: Europas erstes Music & Lifestyle Hotel - nhow Berlin (Stralauer Allee 3, 10245 Berlin)
Eintritt: Kostenlos für registrierte Besucher, 10€ an der Tageskasse
Anreise: Wer nicht in Berlin wohnt, sollte vom MILK-Shuttle-Bus Gebrauch machen. Je nach Entfernung kostet die Retour-Fahrkarte zwischen 44 und 79 Euro aus 15 deutschen Städten (München, Stuttgart, Köln, Hamburg und viele mehr).