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  • 14.05.2012           34      Teilen:   |

Iran: Offenbar vier Schwule zum Tode verurteilt

Nach China exekutiert kein Land mehr als der Iran. Die Islamische Republik gehört zu einem von sieben Ländern, in denen auch Homosexuelle mit dem Tod bedroht werden. Aber auch andere "Verbrechen" wie Gotteslästerung oder der "Abfall vom islamischen Glauben" werden mit dem Tod bestraft
Nach China exekutiert kein Land mehr als der Iran. Die Islamische Republik gehört zu einem von sieben Ländern, in denen auch Homosexuelle mit dem Tod bedroht werden. Aber auch andere "Verbrechen" wie Gotteslästerung oder der "Abfall vom islamischen Glauben" werden mit dem Tod bestraft

In einer westiranischen Provinz sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten vier Männer wegen Homosexualität zum Tode verurteilt worden.

Wie die Human Rights Activist News Agency (HRANA) meldet, hat ein Gericht in der Provinz Kohkiluyeh und Buyer Ahmad die Männer wegen "Lavat" für schuldig befunden. Nach Angaben der Agentur sollen Saadat Arefi, Vahid Akbari, Javid Akbari und Houshmand Akbari nach der Bestätigung des Urteils gehängt werden.

Die staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen geben nur selten bekannt, wenn ein Mann wegen Homosexualität hingerichtet wird - sondern umschreiben die "Tat" oft als Vergewaltigung. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass seit der Machtübernahme der Mullahs 4.000 bis 6.000 Schwule und Lesben wegen Homosexualität hingerichtet wurden. Das iranische Strafgesetzbuch beschreibt "Lavat" als eine "sexuelle Handlung zwischen Männern, entweder mit Eindringen oder in Form von Tafkhiz" (Aneinanderreiben von Oberschenkel und Penis). In Paragraf 110 heißt es: "Die Bestrafung von Lavat mit Eindringen ist die Todesstrafe, und die Exekutionsart obliegt dem Scharia-Richter."

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Angeklagte: Keine Chance auf Verteidigung

Der in London ansässige iranische Menschenrechtler Mehri Jafari beschreibt die Provinz Kohkiluyeh und Buyer Ahmad als eine der rückständigsten und ländlichsten, wodurch die Angeklagten wahrscheinlich keinen Zugang zu Anwälten haben. In dieser Region werde das Scharia-Gesetz besonders mitleidlos angewandt: "Nach der Ankündigung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Exekution bald durchgeführt wird. Die Abgelegenheit macht es schwierig, dort Einfluss auszuüben."

Der iranische Präsident Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in den letzten Jahren immer wieder die Verfolgung von Schwulen verteidigt. Vor wenigen Monaten nannte er Homosexualität eine "sexuelle Krankheit" (queer.de berichtete). Zuletzt machten Geistliche auch gegen das Nachbarland Aserbaidschan mobil, weil dort mit dem Eurovision Song Contest eine Tanzparty für "Perverse" und eine Homo-Demo abgehalten werden solle (queer.de berichtete). Letzte Woche protestierten daher radikale Muslime nach dem Freitagsgebet vor aserbaidschanischen Einrichtungen (siehe Eurovision-Liveblog). (dk)

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Tags: iran, todesstrafe
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Reaktionen zu "Iran: Offenbar vier Schwule zum Tode verurteilt"


 34 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.05.2012
14:51:12


(-4, 16 Votes)

Von le_waldsterben
Aus Berlin
Mitglied seit 07.01.2012


Bis zu 6.000 Schwule im Iran getötet!!!
Warum gibt es keinen Aufschrei der europäischen und amerikanischen Schwulenverbände?
Wo bleibt die Solidarität mit diesen bedauernswerten Menschen?
Wann endlich hören die deutschen Gutmenschen auf, alles, was im Islam passiert, zu beschönigen bzw tot zu schweigen?
Merke: Es gibt nur einen einzigen Islam, keinen "europäischen Islam", "iranischen Islam" oder "salafistischen Islam".
Warten wir die Entwicklung in den Ländern des "arabischen Frühlings" ab. Ich sage voraus, dass auch in Ägypten, in Tunesien, in Libyen und in Syrien in den nächsten Jahren Schwule zum Tode verurteilt werden!


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#2
14.05.2012
14:56:25


(+9, 11 Votes)

Von olikujzhtg
Antwort zu Kommentar #1 von le_waldsterben


Ich finds irgendwie komisch und erschreckend zugleich das alle immer nur auf den Iran zeigen aber keiner von dem Faschistoiden Terroregime in Saudi Arabien redet. Warum eigentlich? Glaubt irgendwer das es da besser aussieht oder wird da nicht drüber gesprochen weil man mit denen beste Wirtschaftskontakte unterhält?

Zu Deiner Frage warum es keinen Aufschrei gibt. Es interessiert niemanden. Das ist das Problem. Wenn dann wieder einem schwulen die flucht gelingt und hier bei uns asyl beantragt schreien alle huschen hier wieder "asylbetrüger"!

Anderes Beispiel:

Warum wird in Deutschland nicht öffentlich über Mobbing und Suizide diskutiert? Es interessiert nicht.


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#3
14.05.2012
15:04:35


(+3, 11 Votes)

Von godddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von le_waldsterben


"Es gibt nur einen einzigen Islam, keinen "europäischen Islam", "iranischen Islam" oder "salafistischen Islam". "

Stolze Akademiker mit Vorliebe für blonde Studenten sollten ihre Sachkenntnisse ausbauen...

"Warten wir die Entwicklung in den Ländern des "arabischen Frühlings" ab. Ich sage voraus, dass auch in Ägypten, in Tunesien, in Libyen und in Syrien in den nächsten Jahren Schwule zum Tode verurteilt werden!"

Kann gut sein. Zumindest in einigen Ländern. Wer hat ein Interesse daran, dass der saudische Einfluss in der arabischen Welt zunimmt? Wer sorgt für den peinlichen Medien-Hype? Wer bombt einigermaßen säkulare Machthaber weg, wenn sie zu eigensinnig sind?

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Offener_politischer_Raum


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#4
14.05.2012
15:33:34


(+5, 9 Votes)

Von bissl off topic


Artikel über Gefängnisprostitution und inhaftierte Stricher Marroko

Link:
aswatmagazine.blogspot.de/2012/03/blog-post_14.htm
l


Link zu www.wackyarchives.com

zuckerbergs welt

Link zu www.facebook.com

nach neuem anlauf (wegen fb-löschug, anstößig)

Link zu www.facebook.com

Link zu www.facebook.com


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#5
14.05.2012
15:36:28


(-1, 5 Votes)

Von bissl arg falsch
Antwort zu Kommentar #4 von bissl off topic


*lach* marokko


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#6
14.05.2012
17:15:15


(-17, 19 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil


Das obige Bild zeigt übrigens keinen zum Tode verurteilten Schwulen, sondern den Pastor Yousef Nadarkhani, der vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Auf Apostasie, Glaubensabfall, steht ebenfalls die Todesstrafe im Iran.

Ich glaube nicht, dass wir das Recht haben, das iranische bzw. islamische Rechtssystem zu verurteilen. Es basiert auf ihren Gebräuchen und Moralvorstellungen. Von Wertimperialismus halte ich gänzlich wenig. Wenn wir ihnen vorschreiben was gut und richtig ist, sollten sie dann nicht auch das gleiche Recht haben. Sollten sie sich dann nicht ebenso empören dürfen, dass bei uns CSDs abgehalten werden dürfen oder das Frauen unverschleihert auf die Straße dürfen?

Genau, das wäre absurd. Also woher nehmen wir uns das Recht über diese Menschen, die nuneinmal diese Regierung und diesen (Gottes-)Staat wollen, zu urteilen.

Hier wäre mehr Kultursensibilität und Verständnis angebracht.

Der Islam hat nuneinmal sein angestammtes Gebiet und dort müssen sich die Menschen, diesem Wertesystem unterwerfen.

Das, was wir tun können, ist unser Wertesystem hier zu schützen und zu verteidigen, damit morgen nicht auch hier Homosexuelle öffentlich exekutiert werden können. Es liegt an uns hier die Aufklärung und den Humanismus zu verteidigen, nicht diese Errungenschaften in die Welt zu importieren und zu missionieren.

Wenn manche meinen, das die homosexuelle Emanzipation, die Rechte, die wir heute genießen, nicht ganz schnell, durch einen politischen Religionsfanatismus, einer starkwachsenden und jungen Anhängerschaft nicht ganz schnell wieder rückgängig gemacht werden kann, ist das im wörtlichsten Sinne fatal.

Selbstverständlich missbillige ich die staatliche Tötung aufgrund des "Tatbestandes" homosexueller Aktivitäten.


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#7
14.05.2012
17:39:42


(-6, 16 Votes)

Von anonymus
Antwort zu Kommentar #6 von Prime_Evil


Darf ich dich aufmerksam machen auf die Tatsache daß der Islam längst sein ihm angestammtes Gebiet verlassen hat und sich weltweit ausbreitet und der Verlogenheit, der Laschheit und der Unwissenheit der ach so aufgeklärten Christen die ihre Religion seit Einführung der katholischen Kirche - der Tochter Babel- der Hure die auf den sieben Hügeln sitzt- verloren hat. Dem Urchristentum wurde schnell von den machtgeilen Entscheidungsträgern der Garaus gemacht. In der ev. Kirche in Ludwigsburg wurde vor einiger Zeit eine Koranlesung abgehalten und der ev. Bischof von Bayern kriegt nach eigener Aussage ein "offenes Herz" wenn er den Ruf des Muezzins hört. Er und die "aufgeklärten Christen" verehren die "Kultur" . Die Kultur ist allerdings menschengemacht und hat nix mit Glauben und Gott zu tun. Sie verehren also die Schöpfung statt den Schöpfer. Wie das ausgeht kann jeder in der Bibel nachlesen - sofern er noch eine hat in der es drin steht. Die Dinger gibt´´s nämlich auch in hunderttausend verschiedenen Ausführungen ...


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#8
14.05.2012
17:47:54


(+2, 14 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von Prime_Evil


"Ich glaube nicht, dass wir das Recht haben, das iranische bzw. islamische Rechtssystem zu verurteilen. Es basiert auf ihren Gebräuchen und Moralvorstellungen. "

Iranische Bräuche:


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_der_p
ersischen_Liebesdichtung


Herodot (* 490/480 v. Chr.; † um 424 v. Chr) über die Perser:

" von den Griechen haben sie die Knabenliebe gelernt. "

Homophobie ist im Iran genauso imporiert wie im Abendland. Sie hat dieselben auswärtigen religionsgeschichtlichen Quellen:

"Ein Blick auf die Behandlung des Problems der gleichgeschlechtlichen Unzucht in der neueren deutschen Strafrechtsgeschichte zeigt folgendes Bild:
Nach dem Vorgang der strengen Verurteilung gleichgeschlechtlicher Handlungen im alten Testament (3. Mose 18, 22 und 20, 13) und unter dem Einfluß christlicher Gedanken bedrohte Art. 116 der Constitutio Criminalis Carolina (1532) die widernatürliche Unzucht bei beiden Geschlechtern und die Unzucht mit Tieren mit dem Feuertode." (BVG 1957 zur Rechtfertigung der NS-Version des Par. 175)

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_im_antik
en_Griechenland


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#9
14.05.2012
17:50:12


(+5, 7 Votes)
 
#10
14.05.2012
17:50:39


(-3, 15 Votes)

Von ehemaligem User Prime_Evil
Antwort zu Kommentar #7 von anonymus


"Darf ich dich aufmerksam machen auf die Tatsache daß der Islam längst sein ihm angestammtes Gebiet verlassen hat und sich weltweit ausbreitet"

Eben. Das is ja auch durchhaus ein Problem. Insbesondere dann, wenn man aufgrund eigener mangelnder Religiosität glaubt, Religion sei nur Folklore und Aberglauben. Für die Mohammedaner hat ihr Glaube durchhaus Bedeutung. Dekadente und verweichlichte Europäer unterschätzen aber die religiöse Schlagkraft.

Deshalb sage ich ja, dass es IN Europa und eben nicht im Iran oder Saudiarabien eine klare und unmissverständliche Politik gegen islamische Hegemonie-Bestrebungen geben muss, welche in ihrer Konsequenz nicht nur unsere Freiheit sondern sogar unsere Leben bedroht.


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