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Für Bischof Overbeck ist Homosexualität eine "Überzeugung", zu der man stehen sollte - sie ist aber seiner Meinung nach auch eine Sünde. (Bild: Bundeswehr-Fotos Wir.Dienen.Deutschland. / flickr / by-nd 2.0)

Der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck hat bei der Soldaten-Wallfahrt ins französische Lourdes am Wochenende homosexuelle Militärangehörige aufgefordert, sich offen zu ihrer Sexualität zu bekennen.

Overbeck, der Bischof von Essen und in Personalunion Militärbischof der Bundeswehr ist, wurde am Wochenende nach Angaben der "Rheinischen Post" gefragt, ob Schwule ihre sexuelle Ausrichtung geheim halten sollten. Daraufhin antwortete der 47-jährige Geistliche, dass "man möglichst klar zu seinen Überzeugungen stehen sollte". Allerdings müsse man aufpassen, dass man auf diese Weise nicht in die Fallen vieler öffentlicher Meinungen gerät". Das gelte jedoch auch in anderen Bereichen, nicht nur bei "diese Form der Lebensführung", so der Bischof kryptisch.

Zur traditionellen Wallfahrt waren mehr als 10.000 Soldaten aus über 30 Ländern angereist. Die Kleinstadt an der spanischen Grenze ist unter katholischen Gläubigen populär, weil dort Mitte des 19. Jahrhunderts einer 14-Jährigen die biblische Gottesmutter Maria erschienen sein soll. Die Wallfahrer glauben, dass das Quellwasser aus Lourdes Krankheiten heilen kann.

Overbeck feuerte Angestellte wegen Homosexualität

In der Vergangenheit stand Overbeck, der derzeit jüngste Diözesanbischof in Deutschland, wegen homofeindlicher Äußerungen immer wieder in der Kritik. So hatte er bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er zwei schwule Priester versetzt bzw. beurlaubt hatte (queer.de berichtete). Beide waren durch ihre Gayromeo-Profile geoutet worden, einmal durch die "Bild"-Zeitung, einmal durch einen CDU-Bürgermeister.

Danach bezeichnete der Bischof in der ARD-Sendung "Anne Will" Homosexualität generell als Sünde (queer.de berichtete). Zwar traf sich der Bischof später mit einer Essener Homo-Gruppe und sprach nach Angaben der Aktivisten eine "versteckte Entschuldigung" aus. Kurz nach dem Treffen kritisierte er jedoch wiederholt Homosexuelle - so bezeichnete er in einem Zeitungsinterview schwul-lesbische Lebenspartnerschaften als moralisch nicht vertretbar. Seine Diözese feuerte sogar eine Putzfrau. Ihr "Vergehen": Sie war eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 bastapapsta
#2 soldatensargAnonym
  • 14.05.2012, 16:56h
  • Antwort auf #1 von bastapapsta
  • Das hat ihm die Nahles gesteckt.

    Das Konzept einer vorsorgenden Kriegspolitik:

    “Wir Sozialdemokraten sind dazu bereit, zusammen mit den anderen demokratischen Parteien des deutschen Bundestages ein starkes Signal an unsere europäischen Partner auszusenden:

    „Deutschland ist bereit, auch unter Änderung seines Grundgesetzes, für die Realisierung einer handlungsfähigen gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und damit verbunden des Fernziels einer Europäischen Armee einzutreten.“

    "Ich bin der Überzeugung, dass am Ende die Nationalstaaten nur über Europa ihre Bedeutung erhalten können. Es wäre ein starkes Signal für Europa, wenn Deutschland mit einer Grundgesetzänderung diesen Weg beschreiten würde.”

    (Sigmar Gabriel, 8. Petersberger Gespräc
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#3 Keith FlackAnonym
  • 14.05.2012, 17:05h

  • Der weltgrößte Campingclub mit fast nur Männern: das Militär.
    Steht zu eurem Fetisch 'Uniform' und Eurer Neigung SM.

    Und liebe Kirche und Pfarrer: es heißt doch 'liebe und ehre Deinen Nächsten, wie Dich selbst`. Das Geschlecht war aber nicht erwähnt...
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#4 bastapapsta
  • 14.05.2012, 17:13h
  • "Allerdings müsse man aufpassen, dass man auf diese Weise nicht in die Fallen vieler öffentlicher Meinungen gerät". Das gelte jedoch auch in anderen Bereichen, nicht nur bei "diese Form der Lebensführung", so der Bischof kryptisch. "

    So, die" Fallen öffentlicher Meinungen". Es sind immer die konservativen Thologen, die die Demokratie und Meinungsfreiheit als " Diktatur de Relativismus" beschimpfen, die man unbedingt bekämpfen müsse. In Alan Poseners Buch: Benedikts Kreuzzug, im Kapitel "Wider die Diktatuer des Relativismus: Benedikts kampagne gegen Domokratie"
    schreibt er über Ratzingers Angst vor der Demokratie. Genauso demokratiefeindlich ist diese Aussage :
    "Ohne Religion und gelebte Praxis von Religion gibt es kein Menschsein."

    Den Menschen, die im Krieg umkommen, denen hilft kein Quellwasser. Gegen eine kranke Krieger-Gesellschaft hilft kein Quellwasser, da hilft nur eine Veränderung im Bewusstsein. Aber anstatt sich für Frieden einzusetzen schwadroniert man lieber über "Quellwasser"
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#5 Quality timeAnonym
#6 goddamn liberalAnonym
#7 bischof marxAnonym
#8 goddamn liberalAnonym
#9 RaffaelAnonym
  • 14.05.2012, 19:25h
  • Eure Scheinheiligkeit fordert: Ihr sollt euch nicht verstecken.

    Und macht gleichzeitig klar, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist und bleibt.

    Welch perfides Spiel mit welch perversem Ziel verfolgen die Katholen jetzt schon wieder?!
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#10 antos
  • 14.05.2012, 19:48h
  • "Daraufhin antwortete der 47-jährige Geistliche, dass "man möglichst klar zu seinen Überzeugungen stehen sollte"."

    Manchmal möchte man direkt tobsüchtig werden, liest man das Gerede von Leuten, die - hallo e-Man! - von einer 'breiten Masse' als Autoritäten anerkannt werden. Als denkender Mensch habe ich lauter 'Überzeugungen' - mein Schwulsein ist keine.

    An dieser Stelle eine herzliche Empfehlung für alle Kultur-/Literaturinteressierten: Heinrich Detering beschreibt in seiner lesenswerten Studie aus den 90ern "Das offene Geheimnis" homosexuelle Schreibstrategien - er befasst sich mit der Camouflage von Autoren wie Hans-Christian Andersen, Kleist, Chamisso, Herman Bang [tolle Entdeckung für mich!] und Thomas Mann - Autoren, die allesamt verdeckt, eben 'camoufliert' über die schwule Erfahrungen geschrieben haben. Warum verdeckt? Warum das Theater? Weil sie von massenhaft Typen wie diesem Overbeck in die Ecke der Sünde, der Unnatur gestellt wurden. Mit rechtlichen Konsequenzen für 'Leib und Leben' natürlich. Weswegen sich auch die schwulen Autoren der letzen Jahrhunderte immer mit zwei Machtbereichen auseinandersetzen mussten: 'Christentum' und 'Natur'.

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