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  • 15.05.2012           43      Teilen:   |

ILGA-Europe

Homofreundliches Europa: Deutschland auf dem zweiten Platz

Im internationalen Vergleich ist ein klarer Unterschied zwischen West- und Osteuropa sichtbar - Quelle: ILGA-Europe
Im internationalen Vergleich ist ein klarer Unterschied zwischen West- und Osteuropa sichtbar (Bild: ILGA-Europe)

Die ILGA-Europe hat am Dienstag erstmals einen Bericht über die Menschenrechtslage von Schwulen und Lesben auf dem Kontinent herausgegeben: Sieger ist Großbritannien vor Deutschland, ganz hinten liegen Moldawien und Russland.

Der von der "International Lesbian and Gay Association" herausgegebe "jährliche Bericht über die Menschenrechtslage von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in Europa" bewertet die juristische Situation in allen 49 europäischen Ländern. Gemessen wird in 42 Kategorien, darunter etwa die Antidiskriminierungspolitik oder die Anerkennung von Regenbogenfamilien. Die Staaten können maximal 30 Punkte erreichen.

Großbritannien führt den "Regenbogenindex" mit 21 Punkten an, knapp gefolgt von Deutschland und Spanien mit je 20 Punkten. Schweden liegt mit 18 Punkten auf Rang vier, Belgien mit 17 Punkten auf dem fünften Platz, gefolgt von den Niederladen mit 16 Punkten. Minuspunkte gibt es in diesen Ländern vor allem wegen der anhaltenden Diskriminierung von Transpersonen. So wird auch das deutsche Transsexuellengesetz kritisiert; es gibt aber im Vergleich zu anderen Ländern nur wenig Punktabzug, weil viele diskriminierende Regelungen bereits vom Bundesverfassungsgericht für grundgesetzwidrig erklärt wurden (queer.de berichtete).

Unter den deutschsprachigen Ländern liegt die Bundesrepublik weit vorne: Österreich erreicht zwölf Punkte, die Schweiz lediglich 6,5 Punkte. Die Eidgenossen erhalten insbesondere Abzüge wegen fehlender Antidiskriminierungsrichtlinien und Diskriminierung von Transpersonen. Das kleine Liechtenstein gehört mit minus einem Punkt sogar zu den zehn homofeindlichsten Ländern Europas, zumindest auf dem Papier - das Fürstentum ist punktgleich mit Weißrussland.

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Osteuropa liegt hinten

Am schlechtesten schnitten osteuropäische Länder ab: Schlusslicht sind mit je minus 4,5 Punkten Russland und Moldawien. Armenien, Aserbaidschan Mazedonien und die Ukraine bringen es auf je minus vier Punkte. Die Türkei liegt knapp davor mit minus drei Punkten. Auch viele EU-Staaten schneiden äußerst bescheiden ab: So erhielt Polen lediglich zwei Punkte, Zypern einen Punkt und Malta null Punkte. Auch Italien (2,5 Punkte) und Frankreich (sechs Punkte) haben noch viele Defizite.

ILGA-Europe lobt die Staaten, dass insbesondere in der Frage des Diskriminierungsschutzes und der Asylgesetzgebung Fortschritte gemacht worden seien. Zudem würden immer mehr Länder Regenbogenfamilien anerkennen. Allerdings gebe es in mehreren Ländern kaum Fortschritte, in einigen Staaten verschlechtere sich die Lage sogar. Die Gruppe kritisiert etwa Russland, weil dort in einigen Bezirken "Homo-Propaganda" unter Strafe gestellt wird (queer.de berichtete).

ILGA-Sprecherin Evelyne Paradis erklärte, dass der jährliche Bericht künftig den Fortschritt in den europäischen Ländern aufzeigen und somit Druck aufbauen soll: "Die formale Gleichstellung ist aber nur ein Schritt auf dem Weg zur vollen gesellschaftlichen Gleichstellung", sagte Paradis. "Wir sehen, wie groß die Unterschiede in Europa sind. Und nicht ein eniziges Land kann sagen, dass es die volle juristische Gleichstellung erreicht hat, geschweige denn die gesellschaftliche Gleichstellung." (dk)

Links zum Thema:
» Der gesamte Bericht (auf Englisch)
» Landkarte der Gleichstellung
» Wertungsliste der Länder
» Homepage von ILGA-Europe
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Tags: ilga-europe
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Reaktionen zu "Homofreundliches Europa: Deutschland auf dem zweiten Platz"


 43 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
15.05.2012
12:58:51


(+8, 14 Votes)

Von carolo


Das muss aber ein sehr seltsames Bewertungssystem sein, wenn Deutschland vor Belgien liegt.


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#2
15.05.2012
13:10:05


(+8, 14 Votes)

Von Joel


Haben die Deutschen den Listenersteller geschmiert? Die Aufstellung ist wohl ein Unfug.


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#3
15.05.2012
13:12:12
Via Handy


(+8, 12 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sorry, dieses Ranking ist nichts wert! Wichtig ist doch wie es einem Schwulen, oder einem schwulen Paar im Alltag ergeht. Gut, die Transsexuellen wurden auch berücksichtigt. Vielleicht hätte man da den Aufwand nicht scheuen sollen ein separates Ranking zu erstellen. Ausserdem fehlt der Schutz vor Diskriminierung und mobbing in der Schule.

So ist es einfach nicht nachvollziehbar: Es kann einfach nicht sein das Staaten die die gleichgeschlechtliche Ehe mit denselben Rechten inkl. Adoption hinter Staaten liegen die nur eingetragene Partnerschaften anerkennen. Auch ist mir nicht erklärbar, dass Deutschland vor der Schweiz liegt, wenn ihr steuerlich immer noch derart benachteiligt werdet. Kopfschüttel.

War da etwa die deutsche FDP am Werk, die alles schönreden will????


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#4
15.05.2012
13:50:36


(-7, 17 Votes)

Von le_waldsterben
Aus Berlin
Mitglied seit 07.01.2012


Das KCM Münster hatte also doch Recht: Es gibt (so gut wie) keine Diskriminierung in Deutschland mehr.
Also: Sofort alle Schwulenzentren abschaffen und alle mit unseren Steuergeldern hoch bezahlten Homo-Beamten, die nur noch damit beschäftigt sind, irgendwelche "Diskriminierungen" aufzudecken, die es gar nicht mehr gibt, entlassen!


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#5
15.05.2012
13:56:06


(0, 6 Votes)

Von Francois


Und Fankreich ist doch auch sehr homophil, oder?


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#6
15.05.2012
14:07:08


(+7, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


Sehe ich genauso.

Entscheidend muss das sein, was nachweisbar ist. Zum Beispiel in Gesetzestexten. Und da haben wir hierzulande weder einen verfassungsrechtlíchen Schutz auf Bundesebene und wir haben auch annährend keine eherechtliche Gleichstellung. Zudem haben wir starke politische Kräfte, die das auch so belassen wollen (im Gegensatz zu den Konservativen in UK oder Skandinavien).

Die Studie ist also einfach unseriös.

Zumal auch die (Suizid-)Prävention bei LGTB-Jugendlichen hierzulande quasi nicht vorhanden ist. Auch das ist so gewollt.

PS Von den Queer Studies an den Universitäten hierzulande wollen wir gar nicht erst reden - was in den USA jahrzehntelange Selbstverständlichkeit ist, bleibt im stockkonservativen deutschen Wissenschaftsbetrieb immer noch in den Schmuddelecke.


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#7
15.05.2012
14:12:32


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von le_waldsterben


"unseren Steuergeldern hoch bezahlten Homo-Beamten"?

Wo lebst Du eigentlich?

Ich lebe in einem Staat, wo unsereiner für Projekte betteln gehen muss, und die katholische Kirche Milliarden aus ALLGEMEINEN Steuermitteln erhält. Damit ihre VON UNS ALLEN hoch bezahlten Bischöfe gegen uns wettern können (Meisner, Overbeck, Müller-Regensburg etc. etc.)


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#8
15.05.2012
14:12:57


(+2, 8 Votes)

Von Xavier


Ich finde auch das die untersuchte, juristische Menschenrechtslage in den Ländern von Homosexuellen und Transsexuellen ähnlich, teilweise aber auch unterschiedlich ist. Man hätte die Lage der Homosexuellen getrennt von denen der Transsexuellen bewerten sollen. Es gibt Gesetze die betreffen die jeweilige andere Gruppe nicht und verfälschen so das Gesamtranking.


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#9
15.05.2012
14:22:54


(+9, 17 Votes)

Von TadzioScot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Von Deutschlands Homofreundlichkeit merke ich wirklich nicht viel. Das einzige was ich gut finde ist, das der 175 abgeschafft wurde,
aber DAS haben wir nicht der BRD sondern der DDR zu verdanken,
denn die haben bei der Wiedervereinigung auf die Abschaffung des 175 gepocht.

Hätte es die DDR nicht gegeben, dann möchte ich nicht wissen wie lange es den 175 noch in der BRD gegeben hätte.

Natürlich nicht zu vergessen all die alt Schwestern und Päderasten die sich immer für die abschaffung des 175 eingesetzt hatten !

In der DDR wurde ab 1957 kein Schwuler mehr verurteilt, das heißt der DDR-Paragraph war dort faktisch eine Gesetzesleiche,
so wie die Todesstrafe hier in Hessen...

Im Jahre 1988 hat die DDR dann ihren Schwulen-Paragrahpen (diese Gesetzesleiche) dann ganz aus ihrem Gesetzbuch gestrichen.

In der BRD hat das ganze wie gesagt noch bis 1994 gedauert ! Eine Schande !

Aber um nochmal auf das Ergebnis zurückzukommen;

Woran merkt man das Deutschland
auf den 2. Platz liegt ?

Schwule dürfen noch immer kein Blut oder Organe Spenden (will ich zwar nicht, möchte aber gerne die Option haben),
"Schwul" ist noch immer das Schimpfwort Nummer 1 an den Schulen* und auf der Strasse.

Ich habe nur einmal in meinem Gesamten leben ein Schwules Päärchen in der Öffentlichkeit händchen halten gesehen, sonst noch nie !
Und ich lebe in einer Großstadt !

Das einzige was ich mal sehe sind Lesben..
Aber Frauen sind ja diesbezüglich etwas mehr akzeptiert. Doch auch nicht alle...

Eine bekannte von mir wird von ihrem Bruder gemieden nur weil sie Lesbisch ist...

Ich wurde von meiner Famillie Misshandelt nur weil ich mich dort als Schwuler geoutet hatte...

Habe gestern erst von einem Freund erfahren (der in einem Heim groß werden musste) das er von den Erziehern (in anwendenheit andere Heinkinder) als "Schwuchtel" und "Schwule Sau" betitelt wurde, weil er Schwule Freunde hatte. Er selbst ist übrigens Hetero.

Durch diese Aussage wurde er nicht nur von den Erziehern misshandelt, sondern auch von enigen Heimkindern die was gegen Schwule hatten.
Das er von den Erziehern geschlagen wurde, das
passt dann dazu ja auch noch... Übrigens die Erzieher die ihn so fertig machten waren Frauen und Männer. Von wegen das alle Frauen das Zwarte geschlecht sind. Es gibt immer Zeit seiten der Medaillie...

In Spielfilmen und dergelichen wird sehr oft
in den Synchronisation das Wort Schwul, Schwuchtel usw eingesetzt um irgendwas abfällig als Schlecht zu bezeichnen...

Oder sogar in Deutschen Produktionen,
Beispiel "Die Welle" (Neuverfilmung) dort spielen die Kids (zitat) das "Schwule Wasserball".

Ein Film der gegen Faschismus ist, födert den Faschismus gegen Schwule, weil er den Satz nicht passend kritisch kommentiert.

So in der Art "Jungs wenn euch Wasserball nicht gefällt, dann sagt man DAS DOFFE WASSERBALL, aber nicht DAS SCHWULE WASSERBALL"
Aber nichts davon war in dem Film enthalten.

Wenn ich mit meinem Rosa Fummel durch die Stadt gehe bekomme ich fast immer miese Blicke ab, oder die Leute lachen über mich...

Wenn neben mir reinzufällig eine Frau in einen Rosa Flauschpulli und Rosa Tragetasche daher geht, lacht natürlich keiner... Frauen dürfen "Tucken" sein, Schwule Tucken allerdings nicht.

Amerkung: Selbst unter uns Schwulen gibt es ja welche die behaupten, das die Tucken schuld an der Unterdrückung der Schwulen sind...

Heiraten dürfen wir auch noch nicht, nur "verpartnern", das fälschlich (auch von vielen Schwulen) als "Homo-Ehe" bezeichnet wird..
Eine Homo-Ehe wäre es erst, wenn man tatsächlich heiraten dürfte...

61% der Deutschen wollen mit Schwulen am liebsten nichs zu tun haben**

Das heißt die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung will uns nicht in ihren Reihen haben. Sie müssen halt mit uns leben,ob sie wollen oder nicht, weil es eben kein 175 mehr gibt, aber das könnte sich auch noch ändern... Hoffen wir mal nicht...

So kann ich als Fazit nur sagen "Platz 2",
ist nicht gerechtfertigt...

Statistiken sind schön und gut,
doch die Realität sieht meißt
anders aus.

* (laut ZDF Doku, Das ist doch Voll Schwul)
** (laut ZDF Doku, Das ist doch Voll Schwul)


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#10
15.05.2012
14:24:53


(+7, 9 Votes)

Von TadzioScot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Wichtig ist doch wie es einem Schwulen, oder einem schwulen Paar im Alltag ergeht. "

Stimmt...


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