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  • 16.05.2012           44      Teilen:   |

Pirat Claus-Brunner zickt gegen Völklinger Kreis


Foto: Ben de Biel / flickr / cc by-nd 2.0

Piraten können ganz schön zickig sein. Oder konsequent. Oder ziemlich pubertär, je nach Betrachtungsweise. Der Berliner Piraten-Abgeordnete Gerwald Claus-Brunner, bekannt durch seine große Blaumann-Kollektion und sein modisch gemeintes Palästinensertuch, ist sauer über eine Einladung des Völklinger Kreises. Der Verband schwuler Führungskräfte hatte ihn - wie alle anderen Mitglieder des Abgeordnetenhauses - zum Jahresempfang ins Rote Rathaus eingeladen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) höchstselbst soll dort als Gastredner auftreten.

Doch Claus-Brunner wird bei dem drögen Smalltalk-und-Schnittchen-Event am Montag, den 21. Mai nicht dabei sein. Und nicht nur das: In seinem wütenden Antwortschreiben forderte der nach eigenen Angaben zu "95 Prozent" selbst schwule Pirat den Völklinger Kreis auf, ihm in Zukunft bitteschön keine weiteren Briefe mehr zu schicken. Verbunden mit der Drohung: "Bei weiterer Zuwiderhandlung behalte ich mir weitere rechtliche Schritte vor."

Gegenüber dem "Tagesspiegel" wurde der Piraten-Abgeordnete deutlicher: Den Verband der schwulen Führungskräfte nannte Claus-Brunner einen "Elitenzusammenschluss von Bessergestellten", mit dem er nichts zu tun haben möchte. Mit Lobbyisten werde er sich niemals treffen, von deren Ansichten wolle er allenfalls aus Parlamentsdokumenten "mit offizieller Drucksachennummer" erfahren. Auch lege er Wert darauf, seinen Posteingang übersichtlich zu halten.

Der Völklinger Kreis zeigte sich indes "sehr enttäuscht" von Gerwald Claus-Brunner. Eine solche Reaktion habe er noch nie erlebt, sagte Verbandschef Bernd Schachtsiek. (mize)

Mehr zum Thema:
» queer.de-Interview mit Gerwald Claus-Brunner (23.09.11)
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Tags: gerwald claus-brunner, piraten, völklinger kreis
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Reaktionen zu "Pirat Claus-Brunner zickt gegen Völklinger Kreis"


 44 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
16.05.2012
09:16:39


(-13, 33 Votes)

Von FDP-Ingo


Typisch für Berlin: Dieser "Pirat" verkörpert die Looser-Hauptstadt wie kein anderer.
Leute, die beruflichen Erfolg haben, eigenverantwortlich handeln und Verantwortung tragen wie die Mitglieder des Völklinger Kreises sind in Berlin nicht willkommen. Was soll man auch von einer Partei anderes erwarten, die ein bedingungsloses Grundeinkommen und freie Nutzung des ÖPNVs fordert? Die Berliner, die von Hartz IV leben, liegen den ganzen Tag auf der Couch oder hängen am Internet rum. Das Geld kommt vom Sozialamt und der Strom aus der Steckdose.
Die Piraten, die Linken, die Grünen und auch die SPD können sicher sein, in Berlin immer und immer wieder gewählt zu werden, solange sie diese Faulpelze in Ruhe lassen und nur mit Samthandschuhen anfassen.
Leistungsträger wie die Mitglieder des Völklinger Kreises, die 50-60 Stunden und mehr in der Woche arbeiten, werden angepöbelt und verspottet.


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#2
16.05.2012
09:17:11


(-2, 28 Votes)

Von Marek


Meine Güte, die Piraten sind echt durchgeknallt.

1.
Der Völklinger Kreis ist ein Versuch, Schwule und Lesben auch in die Führungsebenen zu bringen. Dass dort eine ganz gewisse Klientel herrscht ist klar, aber der Abbau von Diskriminierung ist in allen Bereichen wichtig.

Und wenn schon bei den Geschäftsführungen Schwule und Lesben sind, wird das Business vielleicht auch insgesamt menschlicher.

2.
Selbst wenn man nichts vom Völklinger Kreis hält, braucht man einfach nicht hingehen und ignoriert die Einladung.

Aber da braucht man nicht so auszuflippen und drohen, dass man "rechtliche Schritte" einleitet, falls man nochmal Post von denen kommt. Wenn ich keine Post mehr will, kann ich das auch normal sagen.

3.
Als Abgeordneter muss man damit leben, auch mal Post zu bekommen, die einen nicht interessiert.

Fazit:
Selbst wenn man seinen Standpunkt verstehen kann ist die Reaktion vollkommen überzogen und lächerlich.


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#3
16.05.2012
09:18:23


(+10, 14 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012


Naja, zum Völklinger Kreis gibt es innerhalb der Community in der Tat ja ebenfalls sehr unterschiedliche Einschätzungen - auch vom VK ist bekannt, dass er schon Gäste eingeladen hat (selbst Verträge waren schon unterzeichnet), um sie dann später wieder auszuladen. Begründung: finanzielle Probleme ... glaubwürdigerer Hintergrund: der Ein- und wieder Ausgeladene (den man für einen "modernen Konservativen" hielt) war dem Kreis in der Zwischnzeit in seinem öffentlichen Auftreten zu machtkritisch geworden, hatten an Aktionen zusammen mit den Linken teilgenommen usw ...


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#4
16.05.2012
09:36:18


(-14, 26 Votes)

Von BurgerBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 28.12.2010


Bei der Person Claus-Brunner handelt es sich um eine arrogante Latzhosen-Fratze ohne Anstand. Vielleicht kann in diesem Fall "Scharmintelligenz" wirklich hilfreich sein!

Claus-Brunner / Twitter

Link:
twitter.com/#!/RealDeuterium/status/20244443205691
8016



Zitat:

Und das gejaule des Völklinger kreises beweist das ich richtig gehandelt habe. Punkt fertig aus.


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#5
16.05.2012
09:43:30


(+12, 24 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von FDP-Ingo


Na, im Pöbeln und Verspotten, bist Du aber ganz vorne mit dabei.


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#6
16.05.2012
09:44:56


(+7, 25 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


wurde aber auch endlich mal Zeit, dass Verbandschef Bernd Schachtsiek solch eine Reaktion erlebt. Ich finde Brunners Reaktion konsequent, Mitglieder des VK hingegen nahm ich bislang stets als selbstgerecht, politisch eingeschränkt, tendenziell asozial und in Anbetracht von Kritik zu häufig als regelrecht boshaft zickig erlebt.


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#7
16.05.2012
09:52:50


(-8, 24 Votes)

Von Dennis
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von reiserobby


In seinem wütenden Antwortschreiben forderte der nach eigenen Angaben zu "95 Prozent" selbst schwule Pirat . . .

Wie s aussieht befindet er sich in einer Identitätskrise. Der soll erst mal n guten Therapeuten aufsuchen damit er weiß wer er ist - wo er hingehört.


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#8
16.05.2012
09:58:56


(-8, 26 Votes)

Von le_waldsterben
Aus Berlin
Mitglied seit 07.01.2012


Dass ein solches Wesen wie dieser Claus-Brunner bei den "Piraten" Karriere machen kann, zeigt, was diese Partei für ein unreifer Kindergarten ist.


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#9
16.05.2012
10:04:28


(-8, 28 Votes)

Von nachdenken
Aus Berlin
Mitglied seit 16.05.2011


Zwischenzeitlich entwickelte diese Organisation "Piratenpartei" zu einer peinlichen Posse in der deutschen Politik.

Seit Monaten geistern irgendwelche Gestalten durch die Medien und erzählen irgendwas "dies müssen wir noch lernen" oder "dazu haben wir im Moment noch keine Meinung". Dazu kommen Skandale mit NSDAP-Vergleichen und Mitglieder mit einer Vergangenheit bei Rechten-Parteien. Es werden Wahlprogramme kopiert und nicht mal selbst gelesen.

Der Wähler muss sich im klarem sein - hier wird eine demokratische Stimme vergeben und man kann sich nicht sicher sein, was dieser Verein damit anstellt.


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#10
16.05.2012
10:08:14


(-2, 18 Votes)

Von indigoeyes
Aus Muenchen (Bayern)
Mitglied seit 16.05.2012


Also lieber Piratenhäuptling: im Kern gebe ich dir völlig recht. Den Völklinger Kreis sehe ich seit Jahren (genau so wie die Wirtschaftsweiber) als neoliberalen, arroganten, meist unfähigen und trotz des Themas unnötigen Haufen. Braucht kein Mensch.
Aber: so ein rotzpipiges Verhalten, noch dazu das eines Abgeordneten, braucht auch keiner. Dein Briefkasten ist nicht der zu Hause, da gibt's kein "Keine Werbung"-Schild dran. Ist doch logisch, dass jeder Verband und Verein Abgeordnete einlädt. Das ist parlamentarische Demokratie. Der Ruf nach Anzeigen ist vorpupertäres Großes-Bruder-Geschrei.
Vorschlag: Wikipedia zum Thema Demokratie, Parlament etc. lesen. Dazwischen: Mund halten.


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