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Schwuler Trash aus der Ukraine: Ein Verka-Serduchka-Double singt auf einer CSD-Parade

Der Münchner Stadtrat hat am Mittwoch beschlossen, den allerersten Gay Pride in der ukrainischen Partnerstadt Kiew zu unterstützen.

Anlass für die mit den Stimmen von SPD, CSU, Grünen/rosa liste, FDP und Linken verabschiedeten Resolution sind Befürchtungen über gewalttätige Ausschreitungen gegen den von den Kiewer Behörden genehmigten Gay Pride, der vom 19. bis 21. Mai 2012 in der Hauptstadt der Ukraine stattfinden soll.

Die Vorsitzende der gemeinsamen Stadtratsfraktion von Grünen und rosa liste, Lydia Dietrich, hat zudem angekündigt, mit einer offiziellen Delegation persönlich nach Kiew reisen. Dies sei ihr "Beitrag zu einer gelingenden Städtepartnerschaft", erklärte die Politikerin. Sie wolle den CSD-Veranstaltern "die Solidarität und Unterstützung der Partnerstadt München übermitteln und dazu beizutragen, internationale Aufmerksamkeit auf die schwierige Situation der Lesben, Schwulen und Transgender in der Ukraine zu lenken", wie es in einer Pressemitteilung der grünen Stadtratsfraktion heißt.

Auch der grüne Bundestagabgeordnete Voilker Beck kündiget an, als "Beobachter" am ersten Pride-Festival teilzunehmen. "In Kiew wird sich erweisen, welchen Weg die ukrainische Regierung einschlagen will - nach Moskau oder nach Europa?", begründete Beck seinen Schritt: "Der Ukraine muss klar sein: Das europäische Ausland schaut nicht nur vor der Europameisterschaft genau hin."

In der Ukraine sind Diskriminierungen trauriger Alltag

Berichte über massive Proteste gegen den CSD und Ausschreitungen gegen Lesben und Schwule gibt es immer wieder aus vielen osteuropäischen Ländern. So musste etwa im kroatischen Split der CSD 2011 aufgrund gewalttätiger Proteste abgebrochen werden. In Warschau warfen rechtsradikale Personen Flaschen auf CSD-Demonstranten (queer.de berichtete).

Auch in Kiew und der gesamten Ukraine sind Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität für Lesben, Schwule und Transgender trauriger Alltag. So reichten 2011 sechs Abgeordnete verschiedener Fraktionen im ukrainischen Parlament einen Gesetzesentwurf ein, der die Verbreitung von Informationen über Homosexualität als "Propagierung von Homosexualität" unter Strafe stellen soll. (cw)



#1 alexMucEhemaliges Profil
  • 16.05.2012, 13:09h
  • Schöne Aktion, hätte ich nicht erwartet. Und von der CSU schon überhaupt nicht.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil