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  • 19. Mai 2012, noch kein Kommentar

Die erste CD der Band entstand ganz ohne Druck (Bild: Warner Music / Because Music)

Ob "Guardian", "New Musical Express" oder "Q", die britischen Fachmagazine sind begeistert von der Musik der schottischen Indie-Rocker.

Das kann bei weitem nicht jede Band von sich behaupten. Und wenn sich der Meinung des honorigen "New Musical Express" dann auch noch ebenso vertrauenswürdige Kollegen wie das "Uncut"-Magazin ("Debut of the month"), "The Guardian", das "Mojo" oder das "Q"-Magazin mit Höchstwertungen sowie last but not least BBC Radio 1 anschließen, dann spätestens ist die kleine Sensation perfekt.

Oder auch die große, wie das Debütalbum der schottischen Indiepop-Freshmen Django Django! Knapp vier Jahre war die Band im Schlafzimmer ihres Drummers, Produzenten und Bandchefs David Maclean damit beschäftigt, großen Dingen nachzugehen. Großer Kunst, die man nun auf "Django Django" endlich veröffentlicht. Raus aus einem schäbigen kleinen Zimmer ihrer Wahlheimat East London. Raus in die große weite bunte Welt.

"Je mehr Zeit man hat, desto mehr Optionen bieten sich einem. Und wir hatten von beidem im Überfluss", erklärt Sänger und Gitarrist Vincent Neff die Strategie zu Django Django selbstbetiteltem Erstling. "Es gab absolut keinen Druck, uns irgend einem hergelaufenen Produzenten in die Arme werfen zu müssen und zwei nervenzermürbende Wochen später mit einem Album um die Ecke zu kommen", ergänzt auch Maclean. "Vielleicht wird irgendein mysteriöser Strippenzieher bedrohlich mit der Faust auf den Tisch hauen, und einen Hit nach dem nächsten von uns verlangen. Doch zumindest diesmal hatten wir den Luxus, uns in Ruhe darüber klar zu werden, wo wir musikalisch hin wollten und wie die Reise aussehen sollte!"

Youtube | Django Django - "Storm"

Zwischen psychedelischen Artrock-Abenteuern und pulsierend live dargebotenen Electronic-Elementen


Größter Fan der Band: Karl Lagerfeld (Bild: Warner Music / Because Music)

Schon 2009 erntete das Quartett Vincent Neff (Gesang, Gitarre), Jimmy Dixon (Bass), Tommy Grace (Keyboards) und David Maclean (Drums) mit seiner ersten Doppel-A-Single "Storm/ Love`s Dart" erste Aufmerksamkeit. Nachdem man sich im heimischen Edinburgh die gemeinsam durch die Kunsthochschule gequält hatte, traf man sich irgendwann im aufregenden London wieder, um noch aufregendere Songs zu schreiben. Irgendwas zwischen psychedelischen Artrock-Abenteuern und pulsierend live dargebotenen Electronic-Elementen.

Ein gelungenes Experiment, welches Django Django seither auf immer neue, immer spannendere Levels treiben. Kreative Levels, denen man den kollektiven Entdeckerdrang deutlich anhört: Harmonien, Rhythmen, Lyrics werden zu Django Django-eigenen Bauplänen eines ganz neuen Klanguniversums. Atmosphärisch dicht, kompakt, in sich geschlossen.

In der akustischen Praxis rangiert dies über die gesamte Feldforschungsbreite einer Band wie Django Django: Angefangen beim Opening Track "Hail Bop", den man selbst ganz blumig als "swooning, bucolic Beach Boy-ism"-verhaftet beschreibt, die straighten Bo Diddley-Beats auf "Life`s A Beach" bis zur sleepy Cowboy-Sehnsucht "Silver Rays" oder den beiden zukünftigen Singles "Default" (das akustische Äquivalent zu einem Aufstand in einer mexikanischen Waffenfabrik) und dem halluzinatorisch überirdischen "Waveforms". (cw/pm)