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  • 20. Mai 2012, noch kein Kommentar

Herbstliches Cover zur neuen CD "October Sky" (Bild: Universal Music)

Drei Jahre nach ihrem Top-10-Erfolg "Rise & Fall" sind die Jungs von Stanfour endlich zurück. "October Sky" heißt die neue Scheibe.

Viele europäische Musiker haben ihre Bandprojekte in der Heimat aufgegeben, um ihr Glück in Hollywood zu versuchen. Alexander Rethwisch und sein jüngerer Bruder Konstantin taten es hingegen genau umgekehrt. Sie hatten sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einige Jahre der Filmmusik gewidmet. Das klappte gut, dennoch zog es die Brüder nach einiger Zeit zurück nach Deutschland. Sie kehrten zurück in ihre Heimat, auf die Insel Föhr, fanden Ruhe um Songs zu schreiben und hatten im Handumdrehen genügend Material für ein ganzes Album zusammen.

Mit ihrer Band Stanfour unterschrieben sie einen Vertrag bei Universal Music und nahmen ihr Debütalbum mit verschiedenen namhaften Produzenten auf. Daraufhin fanden sie sich innerhalb kürzester Zeit im Rampenlicht wieder, zwischen diversen Superstars und auf großen Festivalbühnen, im Gepäck ihre Debüt-Hits "For All Lovers", "Desperate" und als dritter Hit vom ersten Album, das betörende "In Your Arms" - aber das war erst der Anfang.

Aber der ganz große Erfolg kam zwei Jahre später: Stanfour produzierten ihr Studioalbum "Rise & Fall" in Eigenregie und gleich nach der Veröffentlichung im Jahr 2009 schaffte die Platte es auf Anhieb in die Top-10 der deutschen Charts. Zwischenbilanz: "Rise & Fall" steht kurz vor der Platin-Auszeichnung, die Single "Wishing You Well" erreichte Goldstatus, die Folgesingle "Life Without You", geschrieben zusammen mit One Republic Mastermind Ryan Tedder, war ein Dauerbrenner im Radio. Obendrauf zwei ausverkaufte Tourneen und Einladungen von Pink und A-ha deren Special Guest zu sein.

Youtube | Making of zur Single "Learning to Breathe"

"October Sky" ist eine Einladung in die große und offene Weite


Machen nicht nur gute Musik, sondern sehen auch gut aus: Stanfour (Bild: Universal Music)

So weit, so gut. Für manch andere Band bringt schneller Erfolg auch Probleme mit sich. Es wurde also durchgeatmet. Stanfour wollten sich selbst treu bleiben, aber einfach da weitermachen wo man zuletzt war, wäre zu einfach gewesen. Sich selbst neu zu erfinden galt es, sich dabei aber nicht selbst zu verlieren. Also setze man sich im eigenen Studio auf Föhr, in Hamburg und in London zusammen, um an einem neuen Album zu feilen. Songs wurden entworfen, Melodien auf den Kopf gestellt, Arrangements verworfen und wieder von vorn begonnen. Dem Ergebnis hört man an, dass sich die Pole verschoben haben.

Stanfours drittes Album zeigt eine Band, die sich als Einheit fühlt und auch so klingt: Alex Rethwisch (Keys, Produktion), Konstantin Rethwisch (Gesang), Paul Kaiser (Drums), Christian Lidsba und Heiko Fischer (Gitarren). Jazz-Echo-Gewinner Heiko Fischer und Drummer Paul Kaiser stießen bereits zum letzten Album zur Band, das kreative Gefüge konnte sich aber pünktlich zu "October Sky" noch weiter entwickeln und neue Impulse einbringen. "October Sky" ist an der Grenze, gerade noch Pop zu sein. Flächen, aber auch akribische Tiefe in der Produktion sind zu hören, die man vielleicht irgendwo zwischen Muse und Pink Floyd erwartet hätte. (cw/pm)