Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16544

US-Dragqueen mit eigener Modelinie: Adriana Mia Diamante als Lady Gaga (Bild: Peter Werner/Bruno Gmünder Verlag)

Im neuen Bildband "Me and my Idol" porträtiert Starfotograf Peter Werner die überzeugendsten Imitatoren von Marilyn und Marlene bis Madonna und Mae West.

Von Carsten Weidemann

Schwule Männer mögen starke Frauen: Marilyn Monroe, Lady Gaga, Liz Taylor, Madonna, Bette Davis oder Evita - das sind nur einige der Superstars, die kultische Verehrung genießen. Und erst wenn eine Frau auf den Bühnen der Subkultur von einer ambitionierten Dragqueen parodiert wird, hat sie es wirklich geschafft.

Jene Männer, die Marilyn, Liz & Co. so sehr mögen, dass sie sogar aussehen wollen wie sie, stehen im Mittelpunkt des neuen Fotobands "Me and my Idol" von Starfotograf Peter Werner. Wie wir wissen, heißt "wollen" frelich nicht immer können - manche Imitation ruft eher Heiterkeit hervor als Bewunderung. Nicht jedoch bei den ambitionierten "Role-Models", die sich Peter Werner vor die Kamera geholt hat!

Von Dragqueens und Diven gleichermaßen fasziniert


Mit der "Me and my Idol"-Serie begann Wagner vor drei Jahren in San Francisco

"Da mich Dragqueens genauso faszinieren wie die Diven, die Originale ebenso wie die Kopien, habe ich Männer fotografiert, die beides glaubhaft darstellen - als eine Inspiration, alle Facetten von uns auszuleben", erklärt der Fotograf sein Konzept. Kaum hatte er damit angefangen, Männer abzulichten, die sich aufwändig aufgefummelt vor den Ikonen unserer Zeit verneigen, konnte er sich übrigens vor Anfragen kaum retten. Werners Bildband ist vom ersten bis zum letzten großen Auftritt eine gelungene Hommage an unsere weiblichen Idole, kreativ, glamourös und gelegentlich auch schrill.

In "Me and my Idol" präsentiert Peter Werner eine Auswahl seiner besten Bilder, und zwar mit erstaunlichen Vorher-Nachher-Vergleichen. Dazu gibt es noch eine kleine Divenkunde auf Deutsch und Englisch - der Berliner Autor Kriss Rudolph stellt jede der abgebildeten Ikonen in kurzen, unterhaltsamen Texten vor und erklärt, warum sie alle in die glanzvolle "Hall of Fame" unserer Heldinnen gehören.

Geboren in Bayern, zog es Peter Werner Ende der 1980er Jahre nach Berlin, wo er eine Schauspielausbildung machte. Später ging er nach Los Angeles und entdeckte seine wahre Leidenschaft: die Arbeit hinter der Kamera. 2002 begann er sein Fotografie-Studium und etablierte sich als Fotograf für Künstlerportraits. 2009 begann er in San Francisco mit der "Me and my Idol"-Serie, die auf beiden Seiten des Atlantiks Wellen schlug. Peter Werner lebt und arbeitet heute in Berlin und Kalifornien.

Peter Werner: Me and my Idol, Fotoband, 128 Seiten, Farbe, Hardcover mit Schutzumschlag, 26 x 34 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2012, 39,95 €, ISBN 978-3-86787-234-8

Galerie:
Me and my Idol
10 Bilder


#1 antos
#2 TemleAnonym
  • 20.05.2012, 12:48h
  • Und warum nur weibliche Idole? Auf die Idee das schwule Männer auch männliche Idole haben können interessiert den Fotografen anscheinend nicht..
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Anja_Nadine
  • 20.05.2012, 13:16h
  • Antwort auf #2 von Temle
  • Selbiges könnte man auch im Bezug auf die Reduktion auf schwule Männer sagen, denn auch Heteromänner können weibliche Idole haben, ebenso wie lesbische Frauen männliche haben können.

    Unterstellen möchte ich dem Fotografen deshalb trotzdem nichts. Zumal bei entsprechendem Erfolg der vorliegenden Ausgabe noch weitere Bildbände folgen können.

    Die, oberflächlich betrachtet, Gegensätzlichkeit ist es doch aber, was diesen Bildband so interessant macht, dass sich Männer als ihre weiblichen Idole darstellen und diese hartnäckigen gesellschaftlich konstruierten Geschlechterkonventionen durchbrochen werden.

    Ein schwuler Mann, der sich als starker Mann als Äquivalent zu den hier angesprochenen starken Frauen präsentiert, würde diese Geschlechterkonventionen nur wieder unterstützen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AufklärungAnonym
  • 20.05.2012, 13:29h
  • Antwort auf #3 von Anja_Nadine
  • @Temle und Anja-Nadine,

    Der Fotograf bezieht sich allgemein auf Männer und nicht rein auf Schwule. Lediglich die Überschrift dieses Artikel lässt den Anschein erwecken als gehe es um schwule Männer.

    Transvestiten ( = alle Menschen, die, gleich aus welchen Gründen, freiwillig Kleidung tragen, die üblicherweise von dem Geschlecht, dem sie körperlich zugeordnet sind, nicht getragen werden) sind unabhängig von der sexuellen Orientierung vor, kommen also sowohl bei Heteros als auch bei Homos vor.

    de.wikipedia.org/wiki/Transvestitismus
  • Antworten » | Direktlink »
#5 smash heterrorAnonym
  • 20.05.2012, 14:29h
  • Antwort auf #2 von Temle
  • am ende braucht ein mann eben weibliche idole bzw. muss frauen anhimmeln.

    sonst sind hetero-norm und geschlechterordnung einfach nicht richtig verinnerlicht.

    und so geht es auch in diesem fall nur um die dauerinszenierung angeblich unwiderstehlicher "weiblichkeit".

    also genau um das, was jungs vom ersten atemzug an eingetrichtert wird.

    soll der anteil von ihnen, die ein minimum an freiraum empfinden, ihre homosexualität zu entdecken oder gar auszuleben, ruhig weiter gegen null gehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 daVinci6667
  • 20.05.2012, 15:26h
  • Antwort auf #2 von Temle

  • Genau Temle, hab ich beim Lesen auch gedacht! Mann fühlt sich Männern, auch wenn nichts sexuelles gewollt ist, einfach näher. (Außer einer macht auf übertrieben hetero)

    Das geht Heten übrigens auch so, nur dürfen sie es emotional nicht zu stark zeigen. Dabei sagen sie selbst ständig dass sie ihre Freundinnen/Frauen nicht verstehen...

    Idole brauch ich keine, Menschen die Gutes tun, egal welchen Geschlechts und dabei keine Spur von Homophobie zeigen, gibts leider viel zu selten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 antos
  • 20.05.2012, 16:15h
  • Schon seltsam: In der gepimpten Pressemitteilung - mehr ist es ja nicht - geht es um einen Bildband mit Bildern, die Leute zeigen, die wiederum Bilder [Idole] darstellen. Was könnte man darüber alles sagen? Und hier, bei Queer? Fahren die Hämmer der essentialistischen 'Mann'-/'Frau'-Sätze hernieder.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.05.2012, 16:52h
  • Bette Davis ist in der Liste der "fag hags" irgendwie deplatziert! Es fehlen Katherine Hepburn und die unvergeßliche Jane Russel!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 seb1983
  • 20.05.2012, 17:00h
  • Antwort auf #6 von daVinci6667
  • Sind nur wieder die üblichen Bilder die Schwule inzwischen brav freiwillig selbst produzieren, da brauchts kaum noch eine sensationsgeile Presse die sowas extra suchen müsste.
    Man hat seine Rolle in der Gesellschaft gefunden und verhält sich als Schwuler so wie es gefordert wird. Schrill und tuntig, Verzeihung, glamourös.

    Und klar fühl ich mich Männern näher, nicht nur sexuell weil ich schwul bin.
    Natürlich hast du Recht dass es Heteros da oft ähnlich geht. Egal ob beim Grillen, Boxen, Muckibude, weggehen, da hört man regelmäßig die Erleichterung dass die Frauen mal nicht dabei sind und man sich entspannen kann
  • Antworten » | Direktlink »
#10 BlockupyAnonym