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In einer Youtube-Botschaft baten die Aktivisten vor wenigen Wochen um Unterstützung

Die Veranstalter der ersten CSD-Demo in der Ukraine fühlten sich von der Polizei zu wenig geschützt und sagten den Termin nach mehreren Zwischenfällen kurzfristig ab.

Von Carsten Weidemann

Am Samstag schien noch alles in Ordnung zu sein. Die Behörden gaben grünes Licht für die geplante erste Demonstration von Schwulen und Lesben. Auf den Straßen von Kiew war zudem ein größeres Aufgebot an Militär aufmarschiert. Doch dann wurde die Situation von Stunde zu Stunde unübersichtlicher und unsicherer, bis die Veranstalter die Notbremse zogen und die Veranstaltung, an der rund 150 Aktivistinnen und Aktivisten aus der Ukraine sowie aus Weißrussland und Lettland teilnehmen wollten, absagten. Der Grünen-Politiker Volker Beck, der sich in Kiew aufhält, nennt als Hauptgrund gegenüber den Medien: "Die Organisatoren hatten nicht das Gefühl, von der Polizei hinreichend geschützt zu werden".

So zerstörten zwei Männer bereits am Samstagabend Teile einer Fotoausstellung über homosexuelles Leben in einer Galerie in Kiew. Am Sonntag kamen nach Becks Angaben rund 1000 Gegendemonstranten zusammen, religiöse Fundamentalisten und Nationalisten, die gegen die Parade protestieren wollten und die offensichtlich auf Provokationen aus waren. So wurden laut Twittermeldungen anwesende Journalisten mit Pfefferspray attackiert.

Youtube | Videobotschaft

Drohungen und Verletzte vor der Absage der Demo


Logo des abgesagten Gay Pride 2012 in Kiew

Rechtsradikale sollen die Busse blockiert haben, mit denen die Paradenteilnehmer weggebracht werden sollten. Zwei Personen sollen zudem wegen gewaltsamer Attacken ins Krankenhaus gebracht worden sein. Die Hoffnung, dass sich die Behörden in Kiew wenige Wochen vor der Fußballweltmeisterschaft mehr Mühe geben und die CSD-Teilnehmer vor den homofeindlichen Radikalen schützen, wurde enttäuscht.

Volker Beck, der noch bis Anfang der Woche in Kiew sein wird, wirft der Polizei vorsätzliches Versagen vor und fordert Außenminister Guido Westerwelle auf, sich über die diplomatischen Kanäle einzuschalten. Gewaltbereite Rechte hätten bereits angekündigt, gegen die in Kiew für Montag geplante LGBT-Konferenz vorzugehen.

Direktlink | Video von dem Angriff auf einen Aktivisten
Wöchentliche Umfrage

» Fußball in der Ukraine / ESC in Aserbaidschan, wie sollte man damit umgehen?
    Ergebnis der Umfrage vom 21.5.2012 bis 28.5.2012


#1 Volker BeckAnonym
#2 eMANcipationEhemaliges Profil
#3 Knueppel
  • 21.05.2012, 08:40h
  • Antwort auf #2 von eMANcipation
  • "Hat Herr Beck nichts Besseres zu tun als von CSD zu CSD zu reisen, sicher auf Steuerzahlerkosten? Furchtbarer Mensch"

    Der Unterschied zwischen "dem furchtbaren Menschen" Volker Beck und dem Internet-Schwätzer mit dem Pseudonym "eMANcipation" dürfte folgender sein:

    Volker Beck, setzt sich als (auch von vielen Schwulen) gewählter Parlamentarierer für die Einhaltung der Menschenrechte (Schwulen- und Lesbenrechte SIND Menschenrechte!) ein. Und zwar auch dort, wo es für Schwule und Lesben gefährlich ist, sich überhaupt öffentlich zu äußern, Ukraine, Russland usw. Da ist prominente Unterstützung aus dem Ausland sehr hilfreich, weil sie die Medien auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam macht und tätliche Angriffe auf Bundestagsabgeordnete nicht so leicht vertuscht werden können. Für sein Engagement bin ich Volker Beck sehr dankbar, denn er denkt - wie so viele Schwule - nicht nur an sich (in Deutschland ist unsere Situation deutlich besser als in den osteuropäischen Ländern), sondern zeigt Solidarität mit Denjenigen, die sonst in ihrem Kampf unbeachtet von den internationalen Medien blieben.

    Und nun zu "eMancipation":
    Für mich verhält sich dieser Schreiberling extrem unsolidarisch gegenüber anderen Schwulen, denen es nicht so gut geht, wie uns. Auf seine dümmlichen und selbstgerechten Kommentare, die keinerlei Fortschritt in Sachen Emanzipation! für Schwule oder Lesben bringen, könnte ich - ohne weiteres - gern verzichten. Ich finde seine destruktiven und extrem unsolidarischen Kommentare völlig daneben und einfach nur zum Kotzen!!! Wieviel schwuler Selbsthass daraus spricht, kann jeder Nicht-Psychologe ohne weiteres erkennen.

    Sigi, Kundschaft !!!
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#4 Knueppel
  • 21.05.2012, 08:56h
  • Antwort auf #2 von eMANcipation
  • Nachtrag:

    "(...) sicher auf Steuerzahlerkosten?"

    Was hat es einen Österarmer zu interessieren, wofür in einem anderen Land (Deutschland) Steuergelder ausgegeben werden? "Die Heimführung Österarms ins Reich wurde doch rückgängig gemacht, oder in seinem Kopf etwa noch immer nicht?" :-)

    PS
    Wenn ich mir so die Kommentare dieses Un-Emanzipierten (eMANcipation) ansehe, fällt mir ein Spruch von André Heller ein: "Was dem Deutsche seine .... ist, das ist dem Österreicher seine Niedertracht" Aus welchem "Nazi-Internet-Forum" der wohl hierher entsandt wurde, um Stunk zu machen? Ich habs an anderer Stelle erläutert, wie so etwas funktioniert, siehe hier:

    bit.ly/9vfwl8
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#5 RaffaelAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.05.2012, 09:05h
  • Schade, daß die Pride abgesagt wurde! Traurig ist aber auch, daß wieder mal rechtsradikaler und auf Krawall gebürsteter Pöbel trotz eines sehr großen Aufgebotes von Polizei und Militär die Gelegenheit zur Randale schamlos ausnutzte! Da wäre von der ukrainischen Administration ein hartes Eingreifen zu erwarten und nicht das, was zur Zeit mit Julia Timoschenko veranstaltet wird!
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#7 XX1XXAnonym
  • 21.05.2012, 09:08h
  • Ob das sinnig ist oder nicht, da kann man sicher trefflich drüber streiten.

    Auch wenn ich ebenfalls nicht immer die gleiche Linie von Herrn Beck vertrete, halte ich es dennoch für gut und wichtig, dass den Menschen in diesen Diktatur-Staaten somit zumindest etwas Beachtung geschenkt wird, wenn ein Abgeordneter des Deutschen Bundestages die bestehenden Mißstände aufzeigt.

    Ich frage mal anders, wie würde man es denn in Österreich empfinden, wenn plötzlich totalitäre, fundamentalistische Tendenzen in Wien die Politik bestimmen und die ganze andere "freie" Welt schaut weg?

    Diese Menschen brauchen eines ganz dringend. Unsere Unterstützung! Also daher eine ganz große Bitte. Bevor man sich derart negativ äußert, einmal in sich gehen und Fragen "Wie habe ich diesen Menschen geholfen oder die Möglichkeit gegeben gehört zu werden?"

    Wenn man darauf kein Beispiel nennen kann, dann möge man bitte schweigen!!!
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#8 SebiAnonym
  • 21.05.2012, 09:20h
  • Antwort auf #2 von eMANcipation
  • Volker Beck (Grüne) ist aktiv für unsere Rechte statt nur zu labern. Dabei schreckt er selbst vor Drohungen und Gewalt gegen ihn nicht zurück.

    Eigentlich sollte unser Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in solchen Fällen aktiv werden und Sanktionen verhängen oder zumindest deutliche Worte finden. Das ist seine Aufgabe als Außenminister. Aber wie immer bei der FDP wird da viel gelabert, aber wenig gehandelt.

    Insofern können wir nur froh sein, dass es auch noch Parteien gibt, die nicht nur von unseren Rechten reden, um unsere Wählerstimmen zu bekommen, sondern die auch wirklich handeln und was für unsere Rechte tun!
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.05.2012, 09:22h
  • Antwort auf #3 von Knueppel
  • Ich bin mit dem Verfasser von Kommentar Nr. Zwei nie einer Meinung, aber mit seinem Statement hat er Recht! Und die Reaktion darauf ist wieder sehr typisch: es hagelt rote Kästchen! Volker Beck mag sich zwar für Homorechte einsetzen, trotzdem ist die Teilnahme am CSD in der Ukraine unnötig! Am letzten Samstag war in Wien diese AIDS-Malefizgala und da hätte er mal Präsenz zeigen sollen! Oder wo war er am Tag gegen Homophobie? Da hat er sich auch nirgendwo blicken lassen, obwohl es in diesem Fall angebracht gewesen wäre! Aber daran denken die Beck-Befürworter gar nicht! Lieber die Autoren, die Beck kritisieren, mit roten Kästchen abstrafen! Viel Spaß beim Nachdenken!
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#10 FinnAnonym