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  • 22.05.2012           6      Teilen:   |

Eurovision 2012 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer

Mit dem ultimativem Kreischer zum Erfolg? Albaniens Rona Nishlius singt eine leidenschaftliche Ballade mit viel Drama und Verzweiflung. Trägt sie wohl Golfbälle im Haar? - Quelle: EBU
Mit dem ultimativem Kreischer zum Erfolg? Albaniens Rona Nishlius singt eine leidenschaftliche Ballade mit viel Drama und Verzweiflung. Trägt sie wohl Golfbälle im Haar? (Bild: EBU)

Eurovision-Halbfinale 1: Alle Teilnehmer

Das erste Halbfinale des Eurovison Song Contest 2012 in Baku läuft heute ab 21 Uhr auf Einsfestival und im Live-Stream auf Eurovision.de (Wiederholung ab Mitternacht im NDR), als Kommentator dürfen sich die Fans wieder auf Peter Urban freuen. Jan Gebauer, der Eurovision-Experte von queer.de, bietet hier eine Kurz-Übersicht der Kandidaten. Mehr zu Proben, Party-Geflüster und den politischen Entwicklungen in unserem Live-Blog.

1. Montenegro: Der Wettbewerb startet gleich mit einem der abgedrehtesten Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs. Rambo Amadeus präsentiert mit dem Funk-Rap "Euro Nero" den vierten Versuch Montenegros, das Finale zu erreichen. Dabei bleibt's auch - das unmelodische Teil verursacht Ohrenkrebs!

2. Island: Melodische Rock-Ballade, die an ähnliche Stücke von Nightwish und Co. erinnert. Allerdings mit Weichspüler! Gréta Salóme und Jónsi, der bereits 2004 mit "Heaven" für seine Heimat einen mageren Platz 19 holte, sangen den Song bei den Proben sehr überzeugend und dürften sehr gute Chancen auf den Einzug ins Finale haben, da sie sich stilistisch von den anderen Teilnehmern im Halbfinale abheben.

3. Griechenland: Letztes Jahr kamen uns die Helenen ungewohnt düster, dieses Jahr darf Eleftheria Eleftheriou wieder den fröhlich-hibbeligen Tzatziki-Dance-Pop singen, den wir in den letzten zehn Jahren schon öfter von Griechenland serviert bekommen haben. Der Beat von "Aphrodisiac" wurde schamlos bei Helena Paparizous 2005er Siegersong "Number One" geklaut und auch sonst klingt das Lied nach lauter Versatzstücken. Dennoch ist es ein Ohrwurm und die Griechen sind ohnehin eine sichere Bank für das Halbfinale.

4. Lettland: Johnny Logan, Mick Jagger und Paul McCartney werden in "Beautiful Song" von Anmary besungen. Und hübsch ist das tatsächlich alles irgendwie, das Lied, die Sängerin und der Song. Der Funke will aber nicht so recht rüberspringen, vor allen Dingen weil die Performance auf der Bühne bislang eher bieder und unspektakulär rüberkommt. Finale in weiter Ferne!

5. Albanien: Hieran scheiden sich die Geister. Die einen sind von Rona Nishlius außergewöhnlicher Stimme hingerissen, die anderen werten ihren theatralischen Gesangsstil schlicht als Kreischen. Darüber hinaus ist der Song "Suus" überaus depressiv - eine echte auf Albanisch gesungene Wehklage. Passend dazu verausgabt sich die in Interviews überaus fröhliche Rona vollends und überrascht outfittechnisch mit der ein oder anderen geschmacklichen Entgleisung. Die ausgefeilte Komposition und ihr eigenwilliges Gehabe sollten ihr allerdings einen Finaleinzug sichern. Alles andere wäre eine Riesenenttäuschung.

6. Rumänien: Dramaturgisch geht es perfekt weiter, denn die Rumänen haben einen echten Sommerhit am Start. Mandingas "Zaleilah" ist einer dieser fröhlichen Ohrwürmer, bei denen man unweigerlich mitwippen muss. Das Lied wird auf Spanisch (!) und Englisch gesungen, die Landssprache war wohl doch zu sperrig. Bei der Bühnenshow geht es ebenso bunt und fröhlich zu, der Aha-Effekt bleibt zwar aus, dennoch gehört der Song in Wetten und Umfragen zu den Favoriten im Halbfinale. Rumänien ist dort übrigens bislang noch nie ausgeschieden.

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Die Trackshittaz aus Österreich "woki" ins Finale - aber nur wenn genug Leute anrufen - Quelle: EBU
Die Trackshittaz aus Österreich "woki" ins Finale - aber nur wenn genug Leute anrufen (Bild: EBU)

7. Schweiz: Ebenfalls keine große Show bieten die Schweizer, denen wir ja immer noch dankbar sein müssen, dass sie Ralph Siegel und Lys Assia bei ihrer Vorentscheidung abgestraft haben. Sinplus' "Unbreakable" klingt nach frischem Indie-Poprock à la Killers, die beiden Burschen aus dem Tessin wirken im Vergleich zu den anderen teils schillernden Teilnehmern aber leider etwas farblos. Dennoch hoffen wir auf eine Überraschung wie im letzten Jahr, als die Schweiz knapp den Sprung ins Finale schaffte!

8. Belgien: Ein süßes Mädchen, ein kleines Lied und eine Gardine als Kleid. Leider geht auch die Belgierin im starken Teilnehmerfeld etwas unter, da kann Iris noch so sympathisch "Would You?" in die Kamera trällern. Wird man für sie anrufen? Vielleicht erleben wir eine Überraschung wie bei der Schweizerin Anna Rossinelli im letzten Jahr.

9. Finnland: Nachdem unser süßer Paradise Oskar im letzten Jahr mit seiner Gitarre im Finale keine Chancen hatte, setzen die Finnen mit Pernilla Karlsson und "När jag blundar" auch in diesem Jahr auf eine sehr introvertierte Nummer. Die auf Schwedisch gesungene Ballade hebt sich mit seiner entspannten Art von den anderen Liedern ab, allerdings ist sie beim ersten Anhören auch etwas unscheinbar. Der Zauber erschließt sich erst nach und nach. Finale wäre verdient, könnte aber knapp werden!

10. Israel: Glam-Pop à la T. Rex, dazu teilweise auf Hebräisch gesungen und von einer schrägen Truppe präsentiert, die Israelis wollen nach dem letztjährigen Fiasko um Dana International kein zweites Ding-Dong-Erlebnis. Der originelle Beitrag von Izabo hebt sich ebenfalls wohltuend von den anderen Beiträgen ab und punktet durch seinen eigenwilligen Charme!

11. San Marino: Unfassbar, was Ralph Siegel und seine auf Teenie getrimmte 37-jährige (!) Sängerin uns hier auftischen! Ihre angebliche Jazz-Erfahrung merkt man dem dünnen Dance-Pop-Liedchen nicht eine Sekunde an und es ist schon traurig zu sehen, mit welchen Machwerken es Siegel jedes Jahr aufs neue versucht, seine Glanzleistungen von einst (Sieg 1982 mit Nicole, Lieder wie "Theater", "Dschinghis Khan") vollständig zu demontieren. Heißer Kandidat für den letzten Platz - Finaleinzug ausgeschlossen!

12. Zypern: Zehn Jahre ist es her, dass die Zyprioten mal am Ende der Eurovision vor den Griechen landeten. In den letzten sechs Jahr scheiterten sie in der Regel schon im Halbfinale, mit dem flotten Dance-Pop-Liedchen "La La Love" und der überaus attraktiven Ivi Adamou sieht es dieses Jahr besser aus. Die Kleidchen von Ivi und Kolleginnen sind knackig-kurz, die Choreo sitzt und der Sound dürfte bei Lady-Gaga-Fans ein paar Punkte abgreifen. Es gibt sogar Experten, die hier einen Geheimfavoriten prognostizieren.

Jedward: Irlands Zwillinge auf Dauer-Dope haben spitze Frisuren und Zungen. Bei ihrer Show gibt es eine feuchte Abreibung. Ob das für´s Finale reicht? - Quelle: EBU
Jedward: Irlands Zwillinge auf Dauer-Dope haben spitze Frisuren und Zungen. Bei ihrer Show gibt es eine feuchte Abreibung. Ob das für´s Finale reicht? (Bild: EBU)

13. Dänemark: Letztes Jahr knackige Boys, dieses Jahr eine etwas zauselig wirkende Lady namens Soluna Samay, die mit "Should've Known Better" einen modernen Pop-Song à la Amy MacDonald präsentiert. Sie steht bei Wetten, Kritikern und Fans sehr hoch im Kurs und dürfte die positive Bilanz der Dänen der letzten Jahre mühelos fortsetzen.

14. Russland: Die knuddeligen Omis aus Udmurtien sind DIE Favoriten des ersten Halbfinals. Die Buranowskije Babuschki haben 40 Jahre Erfahrung auf dem Buckel - eine Tatsache, die man den gut gelaunten, herzlichen Damen so gar nicht anmerkt. Es müsste dennoch schon ein Wunder passieren, dass dieser sinnfreie Lala-Song ("Party for Everbody") nicht ins Finale einzieht. Das spaßbereite Publikum wird es lieben - die Jury vermutlich belächeln.

15. Ungarn: Den vielleicht blödesten Gruppennamen des diesjährigen Contests tragen Compact Disco, die immerhin schon einen MTV Europe Music Award im Schrank stehen haben. Die mit elektronischen Elementen aufgepeppte Ballade "Sound of Our Hearts" ist sehr chartskompatibel und könnte für eine Überraschung am Abend gut sein!

16. Österreich: Auch ein Beitrag, der das Publikum spalten wird. Die Trackshittaz setzen mit "Woki mit deim Popo" ganz auf den Sound der Atzen, der Ösi-Dialekt peppt das Ganze witzig auf. Hinzu kommen sexy Tänzerinnen an Nachtclub-Stangen und jede Menge Licht- und Neon-Effekte. Tipp: Vor dem Beitrag schon ordentlich einen trinken und das Gehirn ausstellen! Ob Europa und hier ganz besonders der Osten mit diesem Beitrag viel anfangen kann, dürfte fraglich sein.

17. Moldawien: Auch die Moldawier ziehen in der Regel ohne große Mühe in das Finale ein, in diesem Jahr gibt es einen etwas bemühten Ethno-Pop-Mix von einem attraktiven Sänger namens Pasha Parfeny. Auch er wird bei "Lăutar" von ein paar flotten Hupfdohlen umtanzt, das Ganze wirkt leider etwas albern. Der Finaleinzug könnte knapp werden.

18. Irland: Unsere irischen Zwillingshampelmänner, Jedward, sind zurück und dürfen auch noch das erste Halbfinale musikalisch beschließen. Ihr Song "Waterline" ist eingängiger Teenie-Pop, der weitaus konventioneller klingt als der letztjährige Song "Lipstick". Auch die Show der beiden Hyperaktiven ist weit weniger durchdacht, wobei die Jungs das Beste daraus machen. Auch Jedward gehören zu den klaren Favoriten im Halbfinale - ein Ausscheiden wäre dementsprechend eine kleine Sensation!

Abstimmung: Deutschland vergibt erst am Donnerstag Punkte. Folgende zehn Länder schaffen nach Meinung von Jan den Sprung in das Finale: Island, Griechenland, Albanien, Rumänien, Schweiz, Zypern, Dänemark, Russland, Österreich und Irland.

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Tags: eurovision, grand prix, jedward, trackshittaz
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Reaktionen zu "Eurovision 2012 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer"


 6 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.05.2012
12:12:06


(+1, 1 Vote)

Von cwats


kann mir jemand erklären warum der Songcontest so auf queer.de gefeatured wird? Danke!


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#2
22.05.2012
12:46:45


(-1, 1 Vote)

Von inside
Antwort zu Kommentar #1 von cwats


da wird subtil auf abgründe hingewiesen!

"14. Russland: Die knuddeligen Omis aus Udmurtien sind DIE Favoriten des ersten Halbfinals. Die Buranowskije Babuschki haben 40 Jahre Erfahrung auf dem Buckel - eine Tatsache, die man den gut gelaunten, herzlichen Damen so gar nicht anmerkt. Es müsste dennoch schon ein Wunder passieren, dass dieser sinnfreie Lala-Song ("Party for Everbody") nicht ins Finale einzieht. Das spaßbereite Publikum wird es lieben - die Jury vermutlich belächeln."

wir lassen uns nicht blenden.
das ist der alte matroschka-trick:

Bild-Link:
picdump-20.jpg


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#3
22.05.2012
14:52:06
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von Schoki


Hehe, der Song der Schweiz heißt "unbreakable" und nicht "unbelievable". ;-)


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#4
22.05.2012
18:15:45


(-1, 1 Vote)

Von Albaboy
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Meine Stimme geht an Albanien!

Go Rona Nishliu!


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#5
22.05.2012
22:38:49
Via Handy


(-1, 1 Vote)

Von MarcelJ


Bei Zypern sollte man mal kontrollieren, ob sich Dana International nicht als Leadsängerin eingeschlichen hat.


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#6
04.06.2012
00:05:59


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #4 von Albaboy


Rona Nischiu hat zwar eine tolle Stimme, dafür ist sie aber mit einem anderen Preis belohnt worden:

Link zu www.eurovision.tv

Eine neue Definition von "Fashion Victim"!


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