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  • 23.05.2012           15      Teilen:   |

William Shatner gibt den Schwulen-Papi

William Shatner in Düsseldorf über schwul-lesbische Hochzeiten: "Früher wäre meine Meinung anders gewesen" - Quelle: Dietrich Dettmann
William Shatner in Düsseldorf über schwul-lesbische Hochzeiten: "Früher wäre meine Meinung anders gewesen" (Bild: Dietrich Dettmann)

Auf der Düsseldorfer Fan-Convention FEDCON bedauerte der 81-jährige Captain-Kirk-Darsteller, nicht bei George Takeis Hochzeit gewesen zu sein und begeisterte mit dem Satz: "Liebe ist ein respektvolles Gut, egal in welcher Beziehung".

Von Dietrich Dettmann

William Shatner, der bekannte Darsteller des Captain James T. Kirk aus "Raumschiff Enterprise", war der Gaststar der diesjährigen SciFi- und Fantasy-Convention FEDCON, die vom 17. bis 20. Mai 2012 in Düsseldorf stattfand.

Das riesige Auditorium des Maritim Hotels am Flughafen füllte sich binnen kurzer Zeit mit Tausenden von Fans. Prompt wurde noch eine Parallel-Übertragung in einen kleineren Saal angeboten, in dem weitere 1.400 Fans Platz fanden. William Shatner ließ es sich nicht nehmen, auch die Anwesenden im "kleinen" Ausweichraum zumindest kurz persönlich zu begrüßen - echt gentlemanlike.

Nach einer netten Begrüßung forderte der 81 Jahre alte Schauspieler seine Fans direkt auf, Fragen zu stellen. Dabei ging es zunächst um die TV-Serie "Boston Legal" und seine Rolle dort als Denny Crane. In dieser Figur stecke viel von ihm selbst, gab Shatner freimütig zu. Mit einem Augenzwinkern meinte er: "Ich bin als Kanadier trotzdem patriotisch, aber kein Waffennarr, und ich bin wie in meiner TV-Rolle liebend gerne politisch nicht korrekt."

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Shatner über Coming-out: Versteckspielen ist nicht gesund

Stilvolle Fragestunde im Düsseldorfer Maritim Hotel - Quelle: Dietrich Dettmann
Stilvolle Fragestunde im Düsseldorfer Maritim Hotel (Bild: Dietrich Dettmann)

Auf die Frage, was er persönlich davon hielt, dass Denny Crane in der Serie seinen männlichen Kanzleipartner Alan Shore geheiratet hat, antwortet er nach einer längeren Denkpause mit eher ernster Miene: "Hätten Sie mich das vor vielen Jahren gefragt, wäre meine Meinung eine gänzlich andere gewesen. Aber Zeiten ändern sich, wenn auch bei mir und in den USA langsamer als bei euch Europäern."

Shatner fuhr fort: "Sie wissen sicherlich, dass mein langjähriger Star-Trek- Kollege Mr. Sulu, also George Takei, sich erst vor einigen Jahren zu meiner Überraschung geoutet hat, also erst im hohen Alter. So ein Versteckspiel stelle ich mir nicht gesund vor."

Auf der Hochzeit von "Mr. Sulu" im Jahr 2008 mit seinem langjährigen Lebensgefährten seien übrigens die "Star Trek"-Kollegen Nichelle Nichols (Lieutenant Uhura) und Walter Koenig ("Enterprise"-Navigator Chekov) Trauzeugen gewesen. Er selbst sei zwar eingeladen gewesen, aber nicht hingefahren, räumte Shatner in Düsseldorf ein - vor vier Jahren hatte es deshalb einen kleinen Diven-Krieg zwischen den beiden Ex-Kollegen gegeben (queer.de berichtete).

"Heute bedauere ich es, nicht bei der Hochzeit dabei gewesen zu sein", stellte William Shatner nun auf der FEDCON klar: "Zeiten ändern sich wie gesagt, und dass Präsident Obama die Homo-Ehe befürwortet, spricht für sich. Liebe ist ein respektvolles Gut, egal in welcher Beziehung. So sehe ich das heute."

Viel Applaus nicht nur von den schwul-lesbischen Trekkies

Nicht alle SciFi- und Fantasy-Fans kamen in originalgetreuen Kostümen... - Quelle: Dietrich Dettmann
Nicht alle SciFi- und Fantasy-Fans kamen in originalgetreuen Kostümen... (Bild: Dietrich Dettmann)

Mit diesem Statement erntete der 81-jährige Schauspieler viel Applaus, nicht nur von den schwul-lesbischen Trekkies, die nicht gerade in der Minderheit zu sein schienen. Doch bei dem kunterbunten Multikulti-Zusammentreffen von Ferengis, Klingonen und Romulanern spielte die sexuelle Orientierung der Convention-Teilnehmer eh keine große Rolle.

Selbstverständlich wurden auch Fragen zu "Raumschiff Enterprise" gestellt, die Shatner mit witzigen Anekdoten von den Dreharbeiten beantwortete. Der Kanadier verriet zudem etwas über künftige "Star Trek"-Projekte: So werde sein möglicher Auftritt in J.J. Abrams "Star Trek 12", über den schon spekuliert wurde, leider doch nicht realisiert, obwohl er in Kontakt mit dem Regisseur gewesen sei. Es hätte keine Chance gegeben, ihn sinnvoll in das Drehbuch zu schreiben, so Shatner. Ein Auftritt in anderen Projekten wie der Nerd-Serie "The Big Bang Therory" sei aber denkbar.

Am Ende seines Auftritts dankte William Shatner nochmal seinen Fans und lobte die Detailgenauigkeit der Star-Trek-, Star-Wars- und Fantasy-Kostüme, die einige Fans während der gesamten Convention trugen.

Unser Autor Dietrich Dettmann ist geschäftsführender Redakteur von FRESH - Das Queer-Mag für NRW.

Links zum Thema:
» FEDCON-Homepage
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Tags: william shatner, george takei, captain kirk, sulu, star trek, fedcon
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Reaktionen zu "William Shatner gibt den Schwulen-Papi"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
23.05.2012
08:58:50


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich bin überrascht, daß William Shatner so positiv über die LGBT-Community spricht! Besonders hat mir sein Statement zu Menschen, die ihr Schwul- und Lesbischsein als Schrankschwesterndasein auf der Welt leben:

"So ein Versteckspiel stelle ich mir nicht gesund vor."

Das sollte für viele Schrankschwestern das Signal sein, endlich zu ihrem Schwul- und Lesbischsein zu stehen!


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#2
23.05.2012
10:23:35


(-7, 9 Votes)

Von felix-cgn
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Ich sehe das anders:

1. Wenn jemand, der früher gegen Schwule und Lesben war, heute das Versteckspiel für "nicht gesund" hält, dann hat er immer noch nicht verstanden, wie die Lage von Homosexuellen (z.B. in der Provinz in den USA) ist. Das hört sich doch nach Vorwurf an. Aber die von dir als "Schrankschwestern" bezeichneten Homos brauchen nicht Kritik, sondern z. B. einen Shatner, der sich nicht so lari-fari äußert.

Außerdem kann ich mir gut vorstellen, wie Shatner, den ich in seiner Rolle als "Kirk" in einem Multi-Kulti-Raumschiff schätzte, früher dann Homosexualtität für "nicht gesund" hielt. Solche Formulierungen sind mir suspekt.

2. Er findet ungeoutete Homos nicht wirklich "gesund" (ich überspitzte jetzt mal), aber wenn er dann von einem Kollegen, der sich spät outet, zur Verpartnerung eingeladen wird, fährt er nicht hin. Wie soll man das verstehen?

3. "Zeiten ändern sich" ist für mich keine wirklich gute Aussage. Woran hat Shatner seinen Anteil daran gehabt? Keinen? Gerade als Kanadier ist man doch häufig liberaler gewesen als die Mehrheit der US-Amis.
"Zeiten ändern sich wie gesagt, und dass Präsident Obama die Homo-Ehe befürwortet, spricht für sich." Aber Mr. Shatner spricht hier nicht klar genug für sich und seine eigene Haltung. Leider.


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#3
23.05.2012
11:35:11
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Nun klar, hätte man von "Captain Kirk" eine viel deutlichere Stellungnahme gewünscht, aber immerhin. Das sich Zeiten ändern ist klar, die Evolution geht weiter. Diese Zeiten sind aber eine schlechte Entschuldigung für früher begangene Diskriminierungen. Wer ein offenes Herz hatte konnte schon immer spüren das wir genauso normal sind, selbst im Mittelalter.

Aber ich mag meinen geliebten Captain Kirk auch nicht zu sehr kritisieren. Was hab ich doch Raumschiff Enterprise als Teenie geliebt, ohne zu wissen dass es so eine große schwul-lesbische Fangemeinde gibt. Leider lief die Serie nicht auf SF. Zum Glück konnten meine Eltern aber ORF2 empfangen, kam unter der Woche immer um halb sieben.

Schade ging's nie auf den erträumten schwulen Planeten wo es keine Diskriminierungen gibt und wo alle Männer nackt rumlaufen und unter Palmen Sex mit einem wollen. Ja, auf diese Folge warte ich immer noch. Ob die je gedreht wird?


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#4
23.05.2012
13:04:33


(0, 2 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


Auch wenn sich die Zeiten ändern, denkt William Shatner bei seinem Sinneswandel vielleicht an seine Jugendzeit und an die Probleme seiner eigenen Minderheit:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Tabu_der_Gerechten


Youtube-Video:


Man muss einander nicht unbedingt immer und jederzeit lieben, um füreinander Gerechtigkeit zu fordern!


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#5
23.05.2012
13:54:09


(+5, 7 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #2 von felix-cgn


Die Statements William Shatners sind Aussagen eines alten Mannes, der unter einem vollkommen anderen Zeitgeist mit vollkommen anderen Werte- bzw. Moralvorstellungen aufgewachsen ist und in denen diese auch noch einen wesentlich größeren gesellschaftlichen Stellenwert in der Gesellschaft hatten. Insofern wird man ihm einen etwas langwierigeren Lernprozess zugestehen müssen, denn neben der sexuellen Orientierung gibt es noch andere Eigenschaften, die man einem Menschen nicht vorwerfen kann. Eine davon ist das Alter.


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#6
23.05.2012
14:04:38


(+1, 3 Votes)

Von gniwerj
Aus dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 08.03.2010
Antwort zu Kommentar #2 von felix-cgn


Du übertreibst maßlos.
Bist du so unfehlbar dass du in deinem Leben noch nie eine Meinung hast überdenken müssen?
Wenn ja - und das kann nicht stimmen - , herzlichen Glückwunsch. Oo

Topp wie immer, der Shatner :)


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#7
23.05.2012
15:15:43


(0, 8 Votes)

Von ehemaligem User mgrasek100
Antwort zu Kommentar #2 von felix-cgn


Der Mann ist über 80 was erwartest du ?

Er war für seine Zeit sehr modern und in seinen jungen Jahren ein schöner Mann
Außerdem wurde er dadurch bekannt, als erster weißer Mann in den USA im tv eine Schwarze geküsst zu haben
Das war schon was besonderes und Star Trek war Kult


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#8
23.05.2012
15:29:18


(0, 6 Votes)

Von lizza


"Nicht alle SciFi- und Fantasy-Fans kamen in originalgetreuen Kostümen..."

Das ist aber Trend!

Bild-Link:
situation10.jpg


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#9
23.05.2012
15:32:53


(0, 4 Votes)
 
#10
23.05.2012
15:50:11
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Björnar


Shatner war vermutlich gar nicht zur Hochzeit geladen, da er sich seinen Kollegen gegenüber, gerade während der Dreharbeiten zur Originalserie, wenig kollegial verhalten hat.


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