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Mit Baccara feierte sie den Welthit "Yes Sir, I Can Boogie". Noch heute zieht sie damit durch die Lande. Jetzt kommt sie mit einer Solo-CD: Mayte Mathée!

Von Jan Gebauer

Mayte Mathée, ein Name der einem auf Anhieb nichts sagt, wenn man aber ihren größten Hit "Yes Sir, I Can Boogie" trällert, wird jeder Disco-Trash-Fan sicher verzückt aufschreien. Zusammen mit ihrer Ex-Partnerin Maria Mendiolo war Mayte ein Teil des tuntigen Duos Baccara und ein fester Bestandteil der Euro-Disco-Szene der 70er Jahre. Als die Disco-Welle abebnete, war auch die große Zeit der beiden Damen vorbei. Mayte Mathée hat sich entschlossen, nach "Spanish Dreams", einem längst vergessenen Solo-Album aus dem Jahre 1989, noch einmal alleine vor das Mikrophon zu treten. "Noche Latina – A Fine Selection of Latin Classics" ist das Ergebnis, und Trash-Fans kommen auch hier auf ihre Kosten. Mit einer ordentlichen Flasche Prosecco und dem richtigen Latino-Gefühl bewirkt die Scheibe zwar keine Wunder, aber immerhin amüsiertes Vergnügen wenn gerade keine "Feten-Hits" in der Nähe ist.

Frau Maythée singt Klassiker des Latino-Genres, alle in einem Sound der eher an Supermärkte erinnert, als an erstzunehmende südamerikanische Folklore. Bei "Quizas, quizas, quizas" scheint Dieter Bohlen am Produktionspult gesessen zu haben, allerdings mit seinem alten 80s Equipment. Mr.-Modern-Talking war zwar nicht am Werk, dafür Anthony Ventura, seines Zeichens Easy-Listening-Musiker der 70er und 80er Jahre, der mit etlichen Alben in den Deutschen Charts landen konnte. Für Klassiker wie "Mas que nada", "Granada" und "Bésame Mucho" sind die Produktionskünste von Herrn Ventura nicht wirklich förderlich und Mayte ist auch nicht gerade Celia Cruz, aber immerhin ist ihre Stimme lieblich süß wie schon zu glorreichen Baccara-Zeiten. Nur schade, dass man diesmal ihren unnachahmlich schlechten Akzent bei englischen Titel nicht zu hören bekommt, für den Baccara auch berühmt war.

Portrait:

Mayte Mathée wurde als Mayte Mateos 1951 in Spanien geboren. Sie machte einen Abschluss als Lehrerin an der "Royal Spanish Academy for Arts, Drama and Dance" in Madrid und wurde ausgewählt für ein spanisches TV-Ballett zu tanzen. Einige Jahre ging sie dem nach, bevor sie sich mit ihrer Kollegin Maria Mendiolo zusammen tat, um unabhängig als Unterhaltungsduo aufzutreten. 1977 wurden die beiden in einer Disco in Fuerteventura entdeckt und fortan zogen sie unter dem Namen Baccara durch die Lande. Gleich die erste Single "Yes Sir, I Can Boogie" war ein europaweiter Superhit (Deutschland und UK Platz 1), der auch heute noch jede Party zum Kochen bringt. Wie kaum eine andere Band sangen die beiden Englisch mit einem fetten spanischen Akzent und ihre Bühnenperformance war so geschmeidig, dass es schon fast ins Tuntige abrutschte. Hits wie "Sorry, I'm a Lady" (1977, Deutschland Platz 1), "Darling", "Parlez-vous francais?" (1978), "The Devil Sent You To Lorado" und "Body Talk" (1979) folgten, ebenso wie vier Alben, bevor sich das Duo 1981 trennte. Die folgenden Solo-Ausflüge der Sängerinnen scheiterten gnadenlos. Beide holten sich daraufhin individuelle Partnerinnen und tingelten mit unterschiedlichen Namen wie New Baccara oder Baccara 2000 um die Welt. Heute gilt die Version mit Mayte Mathée als die bekanntere und mit ihrer Partnerin Christina Sevilla nahm sie 2004 kurioserweise beim schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, scheiterte aber mit dem Titel "Soy to venus" in der Vorrunde.



#1 ThomasAnonym
  • 26.01.2008, 13:15h
  • Ich finde die Lieder als Baccara-Fan sehr gut, ursprünglich 1989 als "Spanish Dreams" veröffenrlicht.

    2008 - das neue Jahr hat begonnnen. Im Frühjahr ist es nun soweit, denn dann erscheint das neue Album von Baccara (mit Mayte und Paloma). Produziert vom Original-Baccara-Produzenten Rolf Soja und Frank Dostal!!! Die aktuelle Baccara-Homepage www.baccara-forever.de
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