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  • 24.05.2012           3      Teilen:   |

2. Eurovision-Halbfinale 2012: Das sind alle Teilnehmer

Räumt Loreen für Schweden im Halbfinale ab? Ihr Dance-Pop-Titel "Euphoria" gilt als Top-Favorit für den Sieg - Quelle: Elke Roels (EBU)
Räumt Loreen für Schweden im Halbfinale ab? Ihr Dance-Pop-Titel "Euphoria" gilt als Top-Favorit für den Sieg (Bild: Elke Roels (EBU))

Das zweite Halbfinale des Eurovison Song Contests in Baku läuft heute ab 21 Uhr auf Phoenix (zuvor gibt es dort ab 19.35 Uhr eine sehenswerte ESC-Doku) und im Live-Stream auf eurovision.de/eurovision.tv. Heute dürfen auch die deutschen Zuschauer mitwählen, von den 18 Ländern kommen zehn weiter. Im ersten Halbfinale wurden bereits zehn ermittelt - Queer.de tippte acht von zehn Liedern richtig. Jan Gebauer, der Eurovisionsexperte von queer.de, hat eine weitere Prognose und Einschätzung zu den Kandidaten erstellt. Mehr zu ihnen, der Show und dem ganzen Tamtam drumherum in unserem Live-Blog.

1. Serbien: Das zweite Halbfinale startet mit einem echten Superstar - auf dem Balkan! Željko Joksimović ist ein alter Eurovisionshase (u.a. zweiter Platz 2004, Moderation der Show in Belgrad 2008), der entweder selbst oder als Komponist von etlichen Beiträgen so gut wie jedes Jahr dabei ist. Das nennen wir echte Hingabe für den Contest - und so klingt dann auch sein Lied. Dramatisch, ausdrucksstark und gediegen. Kein zweites "Lane moje", aber dennoch ein sicherer Kandidat für das Finale und einer möglichen Top-10-Platzierung dort.

2. Mazedonien: Auch Kaliopi ist als Pop- und Rocksängerin auf dem Balkan beliebt und anerkannt. Ihre Stimme hat ihren Reiz, klingt aber bei "Crno i belo" hin und wieder etwas schrill. Zudem will die sperrige Komposition nicht so recht im Gedächtnis hängenbleiben. Ebenso wie ihr Kollege aus Serbien singt sie ihren Beitrag in der Landessprache - großes Lob dafür. Ansonsten gehört sie aber leider zu den Wackelkandidaten des Halbfinales, das Mazedonien übrigens in den letzten vier Jahren nicht überstand.

3. Niederlande: Joan Franka, Tochter eines Türken und einer Niederländerin, tritt spektakulär im Indianerkostüm auf und singt passend dazu einen countryangehauchten Titel namens "You and Me". Die Niederländer waren hingerissen, der Song stieg sofort auf Platz eins der Single-Charts ein und dementsprechend groß sind die Hoffnungen nach acht Jahren schlimmster Niederlagen mal wieder ins Finale einzuziehen. Das könnte klappen, die Nummer ist fröhlich und eingängig, Frau Franka singt gut und sieht aus wie die kräftigere Schwester von Cher. Ein durch und durch sympathischer Beitrag!

4. Malta: Im letzten Jahr verpassten die Maltesen den Sprung ins Halbfinale um Haares Breite, gleiches Schicksal könnte auch 2012 drohen, denn Kurt Callejas Beitrag "This Is the Night" bietet zwar sympathischen Radio-Pop, ist aber letztendlich in allen Belangen zu harmlos, um sich langfristig durchzusetzen.

5. Weißrussland: Unvergesslich, dass propagandistische Stampflied aus dem letzten Jahr: "I Love Belarus"! Dagegen ist "We are the Heroes" der Gruppe Litesound fast schon subtil. Auch hier gibt es wieder radiokompatiblen Poprock mit leichten Dance-Elementen. Gar nicht so übel, aber auch ein wenig unspektakulär.

6. Portugal: Was lieben die Portugiesen ihren melancholischen Fado. Auch in diesem Jahr ist die traditionellste Musik des Landes wieder beim Contest vertreten, vorgetragen von der 27-jährigen Filipa Sousa, die in ihrer Heimat kaum bekannt ist. "Vida minha" ist dramatisch, wehmütig und kommt ohne großen Firlefanz auf der Bühne aus. Ein eher klassischer Beitrag mit leichtem Synthi-Einschlag im Background. Könnte für eine Überraschung gut sein und knapp das Finale erreichen.

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Kuula! Ott Lepland aus Estland singt klasse und sieht auch noch gut aus - Quelle: Elke Roels (EBU)
Kuula! Ott Lepland aus Estland singt klasse und sieht auch noch gut aus (Bild: Elke Roels (EBU))

7. Ukraine: Eine schwarze Schönheit singt für die Ukraine: Gaitanas Vater ist Kongolese, ihre Mutter stammt aus der Heimat von Ruslana (Siegerin von 2004). Bis heute verpasste das Land kein Finale und auch mit dem aufgemotzten Dance-Ohrwurm "Be My Guest" scheint der Finaleinzug gesichert. Da kann die Lady noch so unsouverän in Interviews reagieren. Diesen Titel sollten sich übrigens alle Fußballfans gut merken, denn damit wird Gaitana auch im Rahmen der im Juni in der Ukraine stattfindenden Europameisterschaft zu hören sein.

8. Bulgarien: Sofi Marinowa ist in ihrer Heimat Bulgarien ein echter Star, entsprechend souverän präsentiert sie ihren auf mehreren Sprachen gesungenen Song "Love Unlimited". Stimmlich etwas schrill, dafür überzeugt Sofi mit einem an diverse Urlaubshits erinnernden Sound. Aber großer Nachteil für sie, direkt nach dem starken Titel aus der Ukraine auftreten zu müssen, der auf Anhieb eingängiger ist. Vielleicht hilft es ihr ja wie bei den Proben keinen BH zu tragen - die männlichen Milf-Liebhaber werden begeistert johlen!

9. Slowenien: Auch die Slowenen vertrauen auf ihre Landessprache und eine erst 16-jährige Sängerin namens Eva Boto - die jüngste Teilnehmerin des diesjährigen Contests. "Verjamem" erinnert mit seiner dezent tristen Stimmung an den letztjährigen Beitrag ("No One") des kleinen Adrialandes. Allerdings ist Eva Boto keine so starke Sängerin wie Maja Keuc und auch die Inszenierung mit weißen Kleidern sowie hin und her wiegenden Backgroundsängerinnen wirkt etwas bemüht. Das wird eng für das Finale!

10. Kroatien: Der Balken lässt sich nicht lumpen und setzt auf einen weiteren echten Star. Die Kroaten nominierten Nina Badrić gleich fest, schließlich hatte es die starke Sängerin schon einige Male vergeblich bei den Vorentscheidungen versucht. Das Land hat einst mit stimmgewaltigen und auf dem Balkan populären Sängerinnen gute Ergebnisse eingefahren (Maja Blagdan 1996, Danijela 1998, Doris Dragović 1999), daran möchte Nina mit ihrer dramatischen Ballade "Nebo" gerne anknüpfen. Sie hat gute Chancen, auch wenn sich der Song nicht unbedingt beim ersten Anhören entfaltet.

11. Schweden: Die klare Favoritin des zweiten Halbfinals - und neben den russischen Omas auch eine heiße Anwärterin auf den Gesamtsieg! Loreen und ihr "Euphoria" haben eine ähnlich gute Presse wie vor zwei Jahren unsere Lena mit "Satellite". Die Schwedin mit den marokkanischen Wurzeln interessierte sich auch für die Menschenrechtslage in Aserbaidschan, was sie gleich noch sympathischer macht. Ihr Dance-Pop-Song "Euphoria" wird von einer exaltierten Tanzperformance à la Kate Bush unterstrichen, hinzu kommt eine überraschend düstere Show, die mit perfekt gesetzten Lichteffekten punktet. Ein Ausscheiden im Halbfinale wäre die (von einzelnen Statistikern vorausgesagte) Sensation!

12. Georgien: Die Georgier trauen sich was, nach dem deftigen Rock-Titel im letzten Jahr gibt es dieses Jahr eine schräge Pop-Nummer namens "I'm a Joker", teils auf Englisch, teils auf Georgisch von Anri Dschochadse gesungen. Die Nummer holpert arg vor sich hin und auch die Inszenierung auf der Bühne lässt zu wünschen übrig. Der Finaleinzug scheint dieses Jahr aussichtslos.

Eine geballte Faust für Norwegen und Tooji, dessen "Stay" ebenfalls zu den Favoriten gehört - Quelle: Elke Roels (EBU)
Eine geballte Faust für Norwegen und Tooji, dessen "Stay" ebenfalls zu den Favoriten gehört (Bild: Elke Roels (EBU))

13. Türkei: Nach dem Schock im letzten Jahr - die Türkei schied mit handfestem Rock im Halbfinale aus - soll der traditionell angehauchte Dance-Pop von Can Bonomos "Love Me Back" das Land wieder auf Erfolgskurs bringen. Bonomos Familie entstammt den sephardischen Juden, eine Tatsache, die für ordentlich Gesprächsstoff in der Türkei sorgte. Sei es drum, der beste Sänger des Wettbewerbs ist er sicher nicht, sein Song ist aber eingängig genug, um den diesjährigen Einzug des Mittelmeerlandes ins Finale zu garantieren.

14. Estland: Ein Traum von einer Ballade aus dem Baltikum: "Kuula" von Ott Lepland ist melodisch und leidenschaftlich und ragt eingebettet von Can Bonomos Döner-Pop und dem Schweinerock aus der Slowakei als Wohltat für die Ohren heraus. Ott sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch prima singen und wer einen plötzlichen Tonausfall am Fernseher hat, kann sich außerdem an seiner Beule in der Hose erfreuen, die während der Proben für so manche Diskussion sorgte. Ist die Hose einfach nur zu eng? Ja, schon gut, total unwichtig - der Mann gehört einfach zu den absoluten Favoriten im zweiten Halbfinale!

15. Slowakei: Die Slowakei hatte bislang kein Glück bei der Eurovision. Entweder ganz hinten, dann lange Jahre beleidigt ausgesetzt und schließlich seit 2009 kein Finaleinzug. Und dieses Jahr dann wenig melodischen Hau-drauf-Rock, der sich immerhin musikalisch stark von den anderen Beiträgen abhebt. Das könnte theoretisch eine Überraschung geben (siehe Georgien im letzten Jahr). Wir hoffen es aber mal nicht.

16. Norwegen: Ebenso wie die schwedischen Nachbarn setzt Norwegen auf einen Sänger mit Migrantenhintergrund (seine Familie wanderte aus dem Iran ein). Und der knackige junge Mann hat sich scheinbar den Auftritt von Schwedens Eric Saade aus dem letzten Jahr sehr genau angeschaut. Die Ähnlichkeit bei der Choreographie und der Kapuze sind kaum zu übersehen. Der mit orientalischen Elementen angereicherte Dance-Pop-Track ist allerdings ähnlich ohrwurmverdächtig und dürfte den Rest des Jahres auch so manche Gay-Party ohne Probleme aufmischen. Mitfavorit - und durchaus verdient!

17. Bosnien & Herzegowina: Maya Sar hat Glück mit der Startnummer im zweiten Halbfinale, ihre auf bosnisch gesungene Schmuseballade "Korake ti znam" könnte nämlich aufgrund seiner unscheinbaren Machart etwas untergehen. Ganz schüchtern zwitschert die Sängerin das Stück zunächst am Klavier, dann nimmt sie sich ein Herz, steht auf und singt ihr Lied im Stehen zu Ende. Mehr passiert eigentlich nicht. Die Ballade ist trotzdem schön, somit könnte es ganz knapp noch für das Finale reichen, schon alleine aufgrund der Balkan-Connection.

18. Litauen: Letztes Jahr setzte keiner einen Cent auf Evelina Sašenkos Chanson, doch mit einer stimmgewaltigen Performance gelang ihr dann doch der überraschende Sprung ins Finale. Dieses Jahr setzen noch weniger Experten einen Pfennig auf den Retro-Disco-Song von Donny Montell, der seinen Titel "Love Is Blind" passenderweise die erste Minute mit Augenbinde (!) vorträgt. Dünnes Liedchen, dünne Stimme, alberne Performance. Heißer Kandidat für den letzten Platz.

Folgende zehn Länder überstehen nach Meinung von Queer.de das zweite Halbfinale: Serbien, Niederlande, Portugal, Ukraine, Kroatien, Schweden, Türkei, Estland, Norwegen und ganz knapp Bosnien & Herzegowina!

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Tags: eurovision song contest, baku, halbfinale, loreen
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Reaktionen zu "2. Eurovision-Halbfinale 2012: Das sind alle Teilnehmer"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
24.05.2012
11:36:33


(0, 0 Vote)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Erfreulich, dass so viele Länder in ihren eigenen Sprachen singen lassen! Schade, dass die deutschen Beiträge in den letzten Jahren nur noch auf Englisch sind. Es wäre schöner, wenn in der Eurovision die ganze sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas sichtbar würde.


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#2
24.05.2012
15:00:17
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von MaxImil
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


Ja, wäre schön...


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#3
24.05.2012
20:58:02


(0, 0 Vote)

Von kokl
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


Na ja, wenn man dann die 0815-Songs auf der anderen Seite hört - La La La - uh uh oh oh - da kann man schon fürchten, dass in Europa bald wieder Einheitssprache gesprochen wird: Ugga ugga ... ^^


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