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Kurt Calleja bei seiner ersten Probe in Baku (Bild: EBU)

Der 23-Jährige Kurt Calleja ist einer der Sunnyboys des diesjährigen Eurovision Song Contests. Er tritt mit seiner Band und dem Song "This is the night" für Malta an, zunächst am Donnerstag im zweiten Halbfinale. Für queer.de sprach Michael Götz-Pijl mit ihm.

Erzähl unseren Lesern mal ein wenig von Dir, wie einen der Weg aus der Wiege zum Eurovision Song Contest führen kann.

Kurt: Ich bin in Hamrun auf Malta geboren und der älteste von drei Jungen. Bereits als Kind liebte ich die Bühne. Im Laufe der Jahre habe ich mich mehr und mehr in alles, was mit Musik oder Schauspiel zu tun hat, eingearbeitet. Im Alter von 16 nahm ich meine allererste Gesangsstunde, vier Jahre später verließ ich Malta, um in Stansted in England zu arbeiten und zu leben. Dort sang ich in einer Reihe von Bars, Restaurants und Clubs. Vor genau drei Jahren ging ich nach Malta zurück und begann als Backgroundsänger in einer beliebten TV-Show.

Später nahm ich an einer TV-Castingshow in einem lokalem Sender teil. Das dauerte 12 Wochen und machte mich bekannter, ich belegte den dritten Platz. Dort traf ich Kaya Priscilla Psaila, mit der ich in meiner ersten Teilnahme an einem ESC-Vorentscheid sang. Ich fand danach Gefallen und trat danach auch auf eigene Faust an. Vor zwei Jahren gewann ich ein Festival (Orfeo in Italien), dort lernte ich Johan Jämtberg kennen, der mit mir einige Lieder komponierte, darunter meinen Beitrag für Baku. Bislang der Höhepunkt meines Lebens war es, im lezten Jahr als Zuccheros Vorband auftreten zu dürfen.

Youtube | Die erste Probe Maltas beim ESC 2012

Du hast dreimal am Vorentscheid in Malta teilgenommen und nie gewonnen. Gibt man das nicht irgendwann auf?

Der Vorentscheid ist eine sehr gute Plattform. Außerdem liebe ich den ESC, seitdem ich Kind bin, und ein Teil dieser Geschichte zu sein macht mich sehr stolz.

Du bist der 25. Vertreter Maltas beim Wettbewerb. Was glaubst Du... Wirst Du der erste maltesiche Gewinner sein?

Haben dieses Ziel nicht alle Teilnehmer? Aber nicht wir entscheiden das, sondern das Publikum und die Jury. Wir werden eine gute Zeit haben und eine gute Show bieten, in der Hoffnung, in Europa einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Welche anderen Songs hinterlassen bei dir in diesem Jahr einen guten Eindruck?

Eigentlich sind alle gut. Zum Beispiel die Türkei, Russland, auch Deutschland.


Kurt und Can Bonomo bei "Eurovision in Concert" in Amsterdam (Bild: Youtube / EBU)

Wie ist der Song "This Is The Night" geboren worden? Vielleicht in inhaltlicher Ergänzung zu Toojis "Stay"?...

Kurt (lacht laut): Nein, wir haben keine gemeinsame Geschichte. Aber eine gute Idee, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Aber ich sehe ihn ja bald und vielleicht können wir ja, wenn wir ins Finale kommen, einen Song aus beiden machen. Gute Idee!

Als ich den Song schrieb, wollte ich einfach mitteilen, das jeder seine Ziele erreichen kann sowie an sich glauben sollte. Ich wollte einen Song mit diesem Titel, ich bekam dazu eine Melodie und ich schrieb die Texte, welche von der Liebe inspiriert worden sind.

Stichwort Liebe: Gibt es da jemanden in Deinem Leben, der bei Dir bleiben soll? Vielleicht Can Bonomo, der türkische Sänger? Man sieht euch oft zusammen und er ist ja extra auf Deine Geburtstagsfeier gekommen...

Kurt (lacht und strahlt): Nein es gibt derzeit niemanden, der bei mir bleiben soll, das wird noch kommen. Mit Can verbindet mich eine starke Freundschaft und zusammen sind wir wie Brüder.

Was möchtest Du unseren schwulen und lesbischen Lesern sagen?

Bleib stark, glaub einfach an Deine Träume und denk immer daran, nur so weit zu gehen in Deinem Leben, wie Du auch sehen kannst. Wenn Du dort angekommen bist, wo du hinwolltest, siehst Du, in welche Richtung es weiter gehen soll. Glaub an Dich!

Youtube | Am Mittwoch lud Kurt zu einem Flashmob in Baku