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Autor mit Weltruhm und Bärchenblick: Edmund White (Bild: Wiki Commons / David Shankbone / CC-BY-SA-3.0)

Der amerikanische Schriftsteller Edmund White hat Anfang Mai einen erneuten Schlaganfall erlitten. Jetzt grüßte und beruhigte er seine Fans über Facebook.

Sein Partner Michael Carroll veröffentlichte am Mittwoch eine entsprechende gemeinsame Mitteilung. Der 72-jährige Autor hatte im Herbst 2011 seine erste Attacke. Carroll teilte mit: "Ed's Zustand ist ernster als zuvor, aber seine täglichen Fortschritte sind bemerkenswert. [...] Er ist in einer exzellenten Einrichtung, wo man sich sehr gut um ihn kümmert und ihn täglichen Behandlungen unterzieht. Er kann bereits seinen rechten Arm problemlos heben und halten, seine Sprache ist mehr und mehr artikuliert. Ich bin heilfroh, dass es im Krankenhaus passiert ist, weil ich denke, sie haben etwas zu lang gezögert, ihm die entsprechende Schlaganfall-Behandlung zu geben."

Edmund White selbst ist schon wieder aktiv, wie er seinen Freunden und Fans mitteilt: "Ich sichte bereits ein Buch und denke über den Abschluss meiner Memoiren nach. Ich bin damit zu zwei Dritteln durch und hoffe, sie im November beenden zu können. Selbst wenn ich sie Michael Carroll diktieren muss."

Edmund White schuf mehrere autobiographisch geprägte Romane


Ein Klassiker der schwulen Bibliothek

Edmund White gilt als einer der wichtigsten schwulen Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine bekanntesten, teils autobiographischen Werke sind "Selbstbildnis eines Jünglings" (1982), "Und das schöne Zimmer ist leer" (1988), "Abschiedssymphonie" (1997) und "The Married Man" (2000). Außerdem schuf er gemeinsam mit Charles Silverstein den Sex-Ratgeber-Klassiker "Die Freuden der Schwulen" (1977).

Die Symptome, die Edmund White an Thanksgiving 2011 erlebte und später beschrieb, sind typisch für einen Schlaganfall: "Ich wachte nach einem Nickerchen auf und konnte nicht mehr laufen. Mein Gleichgewichtssinn war weg. Ich konnte Sprache verstehen, selbst aber nicht sprechen. Ein Freund rief den Notarzt. Nach wenigen Minuten kehrte mein Sprachvermögen zurück, und ich setzte eine gestammelte Nachricht an Michael ab, der gerade in New York war." Um die Folgen eines Schlaganfalls zu mindern, ist eine schnelle Behandlung innerhalb der ersten halben Stunde nach Auftreten von Symptomen wichtig. (cw)



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