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Robert Mugabe gehört zu den homphobsten Regierungschefs Afrikas (Bild: neal young. / flickr / by-nd 2.0)

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat bei einer HIV-Konferenz in Harare erklärt, dass es gegen die Frauenrechte verstoße, wenn Schwule und Lesben heiraten dürften.

Mit dieser Aussage widersprach der 88-Jährige der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay, die die Kriminalisierung von Homosexualität in Simbabwe kritisiert und darauf hingewiesen hatte, dass diese Politik die HIV-Prävention unterlaufe. Mugabe erklärte, dass eine völlige Legalisierung zum "Aussterben" der Menschheit führen würde und zudem Frauenrechte beschneide: "Die Mütter haben die Gabe erhalten, Kinder zu bekommen. Diese Gabe haben Männer nicht erhalten. Wenn ein Mann einen anderen Mann heiraten will, akzeptieren wir das nicht in Simbabwe. Wir können schließlich nicht über Frauenrechte reden, wenn wir in diese Richtung gehen."

Derzeit stehen auf Homosexualität mehrjährige Haftstrafen. Robert Mugabe, der seit den 1980er Jahren Simbabwe mit diktatorischen Vollmachten regiert, ist seit Jahren wegen seiner homophoben Rhetorik berüchtigt. So bezeichnete er Schwule und Lesben etwa als "schlimmer als Hunde und Schweine". Er nutzte den Unzuchtsparagrafen auch, um politische Gegner auszuschalten. So ließ er 1996 seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen.

Debatte um Homo-Schutz in Verfassung

In den letzten Monaten wurde darüber debattiert, das Homo-Verbot aufzuheben und auch den Schutz von sexuellen Minderheiten in eine geplante neue Verfassung aufzunehmen. Premierminister Morgan Tsvangirai, ein politischer Kontrahent Mugabes, hatte für den Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben geworben (queer.de berichtete). Allerdings gibt es nur sehr wenige Politiker in Simbabwe, die seine Forderungen unterstützen. So hat erst vor wenigen Tagen Justziminister Patrick Chinamasa erklärt, dass es keine Änderungen geben werde. Er sagte stattdessen, dass "jeder, der homosexuelle Aktivitäten verübt", festgenommen werde.

Nach Ansicht von Aids-Aktivisten bedroht die homophobe Haltung der Regierung den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. In Gefängnissen sind sogar Kondome verboten, um Insassen vom gleichgeschlechtlichem Sex abzuhalten (queer.de berichtete). Derzeit sind Schätzungen zufolge rund ein Sechstel der Bevölkerung HIV-positiv. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.05.2012, 15:13h
  • Kann irgendjemand diesen verschrumpelten alten Sack nicht einmal zum Schweigen bringen?
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#2 frauenschutz IIAnonym
#3 DekkoAnonym
  • 25.05.2012, 15:41h
  • Diktator Mugabe und sein Staat stellen ein Extrem da.

    Denn irgendwie haben die Gesellschaften jeglicher Erdteile Probleme mit der Tatsache das die meisten Menschen bisexuell sind und reine Heterosexuelle so häufig oder selten sind wie rein Homosexuelle.

    Das Homo- und Bisexuelle genauso gute Eltern sein können wie Heterosexuelle haben mehrere Studien bewiesen.

    Eine wirklich offene Gesellschaft, frei von Diskriminierung gegenüber Homosexuellen, gibt es nirgendwo. So kann sich die Vilefalt nirgendwo in dem Maße entfalten und sichtbar werden wie sie tatsächlich ist.

    Egal wie sehr man es verbietet und sanktioniert, homosexuelle Handlungen und Homosexualität lassen sich nur vordergründig unterdrücken, es hat und wird sie immer geben.
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#4 ItchebAnonym
#5 MarvinMucAnonym
#6 StoppACTAAnonym
#7 CarstenFfm
  • 25.05.2012, 16:51h
  • jaja... damit die Frau weiß, dass sie an Heim und Herd gehört.
    Da darf man natürlich keine alternativen Lebensformen zulassen, sonst könnten Frauen ja auch über Emanzipation nachdenken.
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#8 enim ovaAnonym
#9 Ende des Sex*Anonym
#10 BjörnarAnonym