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  • 27.05.2012           48      Teilen:   |

Verhaftungen und Gewalt beim CSD in Moskau

Der LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew bei seiner Verhaftung
Der LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew bei seiner Verhaftung

Beim siebten CSD in Mokau ist es am Sonntag zu den im Vorfeld erwarteten Verhaftungen und Ausschreitungen gekommen. Die Proteste an der Moskauer Duma und später am Rathaus sollten die Verbote von "Homo-Propaganda" kritisieren und waren im Vorfeld verboten worden.

Sowohl an der Duma als auch am Rathaus wurden mehrere Homo-Aktivisten verhaftet, darunter der bekannte Aktivist Nikolai Aleksejew, der von vier Polizisten zu einem Polizeibus geschleppt wurde. Aleksejew selbst teilte später auf Facebook mit, er habe bei der Festnahme keinerlei Transparent getragen, sondern lediglich mit Journalisten gesprochen. Die anderen, nach Polizeiangaben insgesamt etwa 40 Festgenommen trugen Regenbogenfahnen, -sticker oder -armbänder bzw. kleine Transparente.

Darüber hinaus kam es wie in den Vorjahren zu Gegenprotesten von orthodoxen Gläubigen und nationalistischen Jugendlichen. Diese schlugen anfangs auf einige LGBT-Aktivisten ein und entrissen ihnen Regenbogenflaggen. Die Polizei schritt erst später ein und nahm dabei auch drei Gegendemonstranten fest. Diese trugen Schilder wie "Moskau ist nicht Sodom".

Nach einem Bericht von Interfax wurde auch die Journalistin Elena Kostyuchenko vor dem Moskauer Rathaus von homophoben Gegendemonstranten angegriffen. Die Polizei führte die bekannte Reporterin der Zeitung "Nowaja Gaseta" daraufhin vom Platz. Kostyuchenko war bereits beim verbotenen CSD vor einem Jahr erst von Neonazis verletzt und dann von der Polizei festgenommen worden (queer.de berichtete).

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Stadt: CSD provoziert "negative Reaktion in der Öffentlichkeit"

Jugendlicht attackierten LGBT-Aktivisten und versuchten, ihnen die Regenbogenflaggen abzunehmen
Jugendlicht attackierten LGBT-Aktivisten und versuchten, ihnen die Regenbogenflaggen abzunehmen

Der CSD war erst Anfang der Woche verboten worden - der Chef der Moskauer Sicherheitsbehörde, Wassilij Olejnik, hatte dazu erklärt, dass die Ausrichtung der Demonstration "eine negative Reaktion in der Öffentlichkeit" provozieren würde. Insbesondere Eltern von Kindern könnten sich von der Veranstaltung provoziert fühlen, da sie ihnen "moralisch schaden" könnte.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte bereits 2010 entschieden, dass frühere CSD-Verbote gegen die in der Menschenrechtskonvention garantierten Versammlungsfreiheit verstoßen hatten (queer.de berichtete). Allerdings haben die Behörden seitdem immer wieder CSDs und ähnliche Demonstrationen verboten, neuerdings wird dazu auch in St. Petersburg das neue Gesetz gegen "Homo-Propaganda" genutzt. Eine ähnliche Regelung ist auch landesweit geplant.

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Tags: moskau, russland, nikolai aleksejew
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Reaktionen zu "Verhaftungen und Gewalt beim CSD in Moskau"


 48 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.05.2012
13:23:17


(+7, 17 Votes)
 
#2
27.05.2012
13:48:18


(+6, 16 Votes)

Von -hw-


Woher stammt das zweite Bild?


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#3
27.05.2012
13:57:35


(+7, 19 Votes)
 
#4
27.05.2012
13:59:49


(+7, 17 Votes)
 
#5
27.05.2012
14:43:29


(+14, 18 Votes)

Von kot1276
Aus Moskau (Russland)
Mitglied seit 16.09.2010


Wieder CSD, wieder Moskau, wieder Alekseev, wieder Verhaftungen. Kein Wunder. Ja, die Moskauer Behörden und Polizei verletzen ständig die Menschenrechte und dagegen muss man protestieren. Aber Alekseev macht es wieder aus ein CSD ein Farce. Erstens hat er mit allen LGBT-Aktivisten gepöbelt, aber wundert wieso keine zur seine Aktionen kommt...
Ein CSD hat nur dann seine Wirkung, wenn wirklich viele Menschen zur solcher Demo kommen. Sonst ist wirklich ein Farce. Alekseev ist ein guter Anwalt, aber nicht Organisator oder Anfürer. Er hat gar kein Ansehen in Russland, sogar in LGBT-Comunity.
Andere LGBT-Organisationen sammeln hunderte Mebschen zu ihre Aktionen. Aber solche Aktionen wie von Alekseev, "bestätigen" in den Köpfen der Beamten und Bevölkerung, das es nur 15 bis 30 LGBTs in Russland gibt. Und das ruiniert die Arbeit andere Organisationen...
Aber trotzdem fordere ich un alle meine Freunde sofortige Freilassung alle Verhaftete und die Genehmigung allen weiteren öffentlichen LGBT-Aktionen in Russland.


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#6
27.05.2012
14:58:55


(+4, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von kot1276


"Aber solche Aktionen wie von Alekseev, "bestätigen" in den Köpfen der Beamten und Bevölkerung, das es nur 15 bis 30 LGBTs in Russland gibt."

Bei allen notwendigen taktischen Diskussionen. Wir leben nicht mehr in einer Welt in der Beamte und Bevölkerung eines europäischen Landes für ihre Unwissenheit und ihre Ressentiments nicht SELBST verantwortlich wären. Via Internet kann sich heute jeder über LGTBs informieren. In allen Wissensbereichen.

Jeder kann z. B. wissen - wenn er will, dass die in Russland übliche Bezeichnung einer 'nicht-traditionellen' Sexualität absurd ist, wenn man in die Naturgeschichte, aber auch auf die Ursprünge der Traditionen Europas in Hellas schaut.

Jeder kann es wissen, aber viele WOLLEN ignorant sein, nicht nur in Russland!


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#7
27.05.2012
15:28:21


(+12, 16 Votes)

Von Sammael
Aus Essen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 05.03.2012


kot1276 hat schon Recht. Alekseew kämpft zwar, ist allerdings derart streitsüchtig und zickig, dass ihn kaum jemand ernst nimmt. Kein besonders gutes "Aushängeschild" für die Community also.

Und immer wieder ist es fest zu stellen, dass die Kirchen und Faschisten sich sehr nahe stehen - in Punkto Schwulenhass gehen sie gar miteinander Bündnisse ein.
Die sog. heiligen Schriften sollten schleunigst auf Extremismus überprüft und gänzlich verboten werden, was die Schliessung der Kirchen als Kaderschmieden von Menschenhassern nach sich ziehen würde.
Hoffentlich ist es bald so weit...


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#8
27.05.2012
16:09:06


(+6, 6 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von kot1276


Worum geht's denn beim Streit zwischen Alekseev und den anderen Aktivisten? Bitte Aufklärung!


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#9
27.05.2012
16:21:56


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es muß endlich etwas unternommen werden, denn was da in Rußland abgeht, ist menschenverachtend und beschämend! Wozu gibt's denn eigentlich den UN-Menschenrechtsrat und den Internationalen Gerichtshof in Den Haag? Und die EU-Außenische Ashton hat sich auch noch nicht dazu geäußert!


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#10
27.05.2012
16:53:23


(+5, 9 Votes)

Von Sebi


In Diktaturen zählen Grundrechte nicht viel!

Schlimm, was in solch einem Barbarenstaat abgeht. Die intelligenten, gebildeten Russen verlassen alle das Land, wenn sie irgendwie können. Das wird dramatische Folgen für Russland haben.

Und genauso schlimm, wie das Ausland tatenlos zusieht. Unser Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sollte lieber mal seinen Job machen statt nur in Kameras zu grinsen. Der wird (von unseren Steuergeldern) für ersteres bezahlt, nicht für letzteres.


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