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  • 29.05.2012           46      Teilen:   |

Mutmaßlicher Darkroom-Killer

Dirk P. gesteht dritten Mord

Eine Partydroge als Mordwaffe: Der Konsum von Liquid Ecstasy kann – vor allem in höheren Dosen – Atemlähmungen mit Todesfolge hervorrufen. Im Mix mit Alkohol verstärkt sich die Gefahr um ein Vielfaches
Eine Partydroge als Mordwaffe: Der Konsum von Liquid Ecstasy kann – vor allem in höheren Dosen – Atemlähmungen mit Todesfolge hervorrufen. Im Mix mit Alkohol verstärkt sich die Gefahr um ein Vielfaches

Der am Samstag in Berlin festgenommene mutmaßliche Darkroom-Mörder hat offenbar gestanden, einen dritten Mann mit der Droge Liquid Ecstasy getötet zu haben.

Wie die "Berliner Morgenpost" am Dienstag unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, hat der 37-jährige Tatverdächtige Dirk P. zugegeben, dass er am 16. Mai einen weiteren Schwulen mit Liquid Ecstasy betäubt und ausgeraubt hat. Die Tat habe sich in Wohnung des Opfers in der Weserstraße im Stadtteil Friedrichshain ereignet. Der 41-Jährige soll nach der Tat an einer Überdosis der Modedroge gestorben sein.

Der angehende Pädagoge Dirk P. war am Samstag verhaftet worden und hat nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft bereits den Mord an zwei Männern "weitestgehend gestanden" (queer.de berichtete). So hat er am 26. April einen Bekannten in dessen Wohnung ebenfalls mit einer Überdosis Liquid Ecstasy getötet. Am Morgen des 5. Mai hat er außerdem einen 32-Jährigen im Darkroom der Szenebar "Große Freiheit 114" in Berlin-Friedrichshain mit der Droge umgebracht. Bei diesem Opfer sind auch Würgemale am Hals festgestellt worden.

Einen weiteren Mann hat er am gleichen Morgen am U-Bahnhof Warschauer Straße ein mit Liquid Ecstasy versetztes alkoholisches Getränk gegeben und ihn anschließend ausgeraubt. Eine Passantin fand das auf dem Bürgersteig liegende, hilflose Opfer und rief einen Rettungswagen. Der Mann wurde im Krankenhaus behandelt und befindet sich außer Lebensgefahr.

Fortsetzung nach Anzeige


Motiv ist noch unklar

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der mutmaßiche Täter zwar von seinen Opfer Geld und Wertgegenstände entwendet, er habe jedoch keine wirtschaftlichen Probleme gehabt und handelte daher nicht aus finanzieller Not. Noch werde ermittelt, welches Tatmotiv vorrangig vorlag. Es habe Hinweise gegeben, dass der Täter sich einen "gewissen Kick" verschaffen wollte, hieß es weiter.

"Liquid Ecstasy" (Gamma-Hydroxybutyrat/GHB) wirkt in sehr geringen Mengen euphorisierend und wird in der Szene daher auch als Sex-Droge genutzt. Allerdings warnen Aids-Hilfen wegen der schlechten Dosierbarkeit und großen Gefahren beim Mischkonsum mit Alkohol eindringlich vor dem Konsum. Bei einer Überdosierung hemmt GHB den Herzrhythmus und das Atemzentrum, was schnell zum Tod führen kann. Wegen dieser Wirkung wird sie von Kriminellen in Bars als Betäubungsmittel eingesetzt, um das Opfer auszurauben oder zu vergewaltigen. So wurden 2008 zwei Täter in den Niederlanden verurteilt, weil sind mindestens 14 Männer betäubt und mit HIV-positiven Blut injiziert haben (queer.de berichtete). In Deutschland war Liquid Ecstasy bis Ende 2009 als Felgenreiniger verkauft worden, bis der Bundesgerichtshof den Vertrieb verboten hat (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: darkroom, mord, liquid ecstasy, ggb
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Reaktionen zu "Dirk P. gesteht dritten Mord"


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.05.2012
16:51:43


(-10, 12 Votes)

Von Arthas


Kastrieren, für immer wegsperren und Schlüssel wegwerfen! Hoffentlich wird die Bildzeitung Foto und Name des Täters veröffentlichen, das machen die ja sonst auch immer. Ich finde, das solche Monster keine Menschen sind, daher gelten für solche Subjekte keine Menschenrechte mehr und dieser fürchterliche Täterschutz muss endlich aufhören!

"Es habe Hinweise gegeben, dass der Täter sich einen "gewissen Kick" verschaffen wollte, hieß es weiter."

Mann, Mord als "Kick", das mach mich wieder echt zornig sowas


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#2
29.05.2012
17:26:29


(+1, 3 Votes)

Von BurgerBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 28.12.2010
Antwort zu Kommentar #1 von Arthas


Tschuldigung - solche Töne sind nicht sonderlich passend. Inwieweit der Täter sich überhaupt der Wirkung dieses "Putzmittels" bewusst war, ist noch nicht geklärt. Weiterhin weiß auch keiner, ob die Opfer vielleicht auch diesen "Kick" suchten. Es gibt auch Menschen, die solch einen "Kick" direkt als Suche in ihrem Gayromeo-Profil angeben.

Des Weiteren lässt sich jedes Wochenende eine nicht geringe Anzahl von Menschen in Berliner Amüsierbetrieben im völlig zu gedröhnten Zustand finden. Vielleicht überleben die auch nur, weil Gäste im erleuchteten Bereich der Bar nicht gerne über irgendwelche menschlichen Hindernisse auf dem Weg zum Darkroom fallen möchten.

Außerdem - vielleicht eine zugespitzte Feststellung - was ist mit den Menschen, die reinen Bareback-Sex suchen. Ist dies auf Dauer nicht auch tödlich?


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#3
29.05.2012
17:28:50


(+4, 6 Votes)

Von duesseldorfer
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.05.2012


Faschismus einführen, um Morde zu verhindern? Unglaublich.


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#4
29.05.2012
18:29:50


(+4, 6 Votes)

Von Joachim G
Antwort zu Kommentar #1 von Arthas


hey arthas, ich kann verstehen, dass du zornig wirst. aber schieße bitte nicht über das ziel hinaus.

unser rechtssystem wird das passende urteil fällen. auf dieses rechtssystem kann ich vertrauen und ich bin auch sehr stolz drauf. hat nicht jedes land.


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#5
29.05.2012
19:15:30


(-9, 9 Votes)

Von Klaus Frankfurt


Der Mann hatte sicher eine schwere Kindheit und mit nem guten Therareuten kann man den sicher wieder auf die Rechte Bahn bringen!

Mir wird weiterhin schlecht, wenn ich hier Euer scheinheilige Geschwätz "also gleich die Tdesstrafe... das ist doch etwas unschick..." zu lesen.

Wie würdet Ihr denken, wenn es nicht "irgend eine Scenehusche im Darkroom" getroffen hätte sondern Euch, oder Euren Partner?

Ihr seid scheinheilige, hochnäsige Gutmenschler ohne Bezug zum wahren Leben.

Ich wünsche mir von Herzen, das er im Knast die Strafe bekommt die er wirklich verdient!

Der Knacki, der das für uns erledigt verdient meinen Respekt.

... ja los ... regt Euch auf :-)!


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#6
29.05.2012
19:16:22


(-1, 1 Vote)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #4 von Joachim G


"unser rechtssystem wird das passende urteil fällen. auf dieses rechtssystem kann ich vertrauen"

Naja, da gibt es aber auch ganz andere Storys.


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#7
29.05.2012
19:49:59


(+1, 3 Votes)

Von fridoli
Antwort zu Kommentar #2 von BurgerBerlin


"Inwieweit der Täter sich überhaupt der Wirkung dieses "Putzmittels" bewusst war, ist noch nicht geklärt."

Zumindest ein Opfer wurde nach der Betäubung noch erwürgt. Also selbst wenn sich der Täter der Wirkung der Droge nicht bewusst war bleibt es Mord.

"Weiterhin weiß auch keiner, ob die Opfer vielleicht auch diesen "Kick" suchten. Es gibt auch Menschen, die solch einen "Kick" direkt als Suche in ihrem Gayromeo-Profil angeben."

Das mag es geben, aber in diesem Fall kann man wohl von einem Verbrechen ausgehen und man sollte den Opfern keine Art von Mitschuld unterstellen.


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#8
29.05.2012
20:19:02


(+6, 8 Votes)

Von Gutmensch
Antwort zu Kommentar #5 von Klaus Frankfurt


Dünn ist die Decke der Zivilisation.


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#9
29.05.2012
20:26:43


(+4, 6 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #5 von Klaus Frankfurt


"Wie würdet Ihr denken, wenn es nicht "irgend eine Scenehusche im Darkroom" getroffen hätte sondern Euch, oder Euren Partner?"

ja, wie würde ich denken, wenn man mich ermordet hätte? eine hochphilosophische frage...

offenbar vernebelt der zorn ein wenig deinen geist, lieber Klaus.

von schwerer kindheit hat hier bislang niemand etwas geschrieben ausser dir selbst. dieses klischee zu bedienen ist also nur polemik deinerseits.

man kann sich gegen vergewaltigungs- und entrechtungs-phantasien, wie sie sich hier im forum mal wieder bahn brechen, auch aussprechen, ohne deshalb automatisch einer samthandschuh-rechtsprechung huldigen zu müssen.


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#10
29.05.2012
22:01:07
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Arthas


"Kastrieren, für immer wegsperren und Schlüssel wegwerfen!"

Arthas, was hilft hier Kastration? Seine Eier können doch nichts dafür dass der so krank im Kopf ist! Die können also ruhig dran bleiben!

Im übrigen Nein, Menschenrechte gelten immer und für alle, auch für den Täter! Das heisst allerdings nicht, dass er nicht hart bestraft werden soll, im Gegenteil. Schliesst ihn ein bis an sein Lebensende und gut ist!

Kein Grund um ins Mittelalter zurückzukehren!


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