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  • 30.05.2012           9      Teilen:   |

Queere Stimmen aus dem Iran

Queer-Aktivist Arsham Parsi: Texte von ihm wurden für das Hörspiel genutzt
Queer-Aktivist Arsham Parsi: Texte von ihm wurden für das Hörspiel genutzt

Das Hörspiel "Republik der Verrückten" von Oliver Kontny lässt auch Schwule aus dem islamischen Gottesstaat zu Wort kommen. Am Donnerstag, den 31. Mai wird es in Berlin erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Von Carsten Weidemann

"Iranian Voices" nennt sich ein internationales Hörspielprojekt, das vom schwedischen Riksteatern initiiert wurde. In vier Ländern und in fünf Sprachen entstehen parallel Hörspiele, die sich mit den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in der islamischen Republik Iran beschäftigen. Sveriges Radio produziert eine schwedische und eine persische Fassung, BBC ein englischsprachiges Hörspiel und der Offene Kanal Istanbul sendete eine türkische Version. In Deutschland wurden der Dramaturg und Autor Oliver Kontny, der u.a. fürs Ballhaus Naunynstraße arbeitete, sowie der mit dem diesjährigen UNESCO-Sonderpreis ausgezeichnete Komponist Marc Sinan mit der Aufgabe betraut.

Sein Hörspiel "Republik der Verrückten" wird am Donnerstag, den 31. Mai erstmals im Roten Salon der Berliner Volksbühne der Öffentlichkeit vorgestellt (Beginn ist um 19 Uhr)

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Eine Mutter setzt sich für ihren schwulen Sohn ein

Kontny hat in seinem Stück dokumentarisches Material aus dem Iran in das berühmte persische Liebesepos von Laila und Madjnun gewoben. Da ist etwa ein schwer depressiver Student, der im Park einen Mann küsst. Ein Richter, der immer wieder Frauen zum Tode verurteilt. Eine Mutter, die sich für ihren schwulen Sohn einsetzt. Eine Sechzehnjährige, die ihren Vergewaltiger erschlägt. "Republik der Verrückten" handelt von Menschen, die nicht mehr mitmachen. Vor der Folie der Erzählung vom wahnsinnigen Dichter Madjnun und seiner stummen Geliebten Laila erkämpfen die Sprecher sich eine eigene Haltung gegenüber den Ereignissen im heutigen Iran.

Für seine Hörspielproduktion hat Oliver Konny auch Texte des aus dem Iran stammenden Queer-Aktivisten Arsham Parsi genutzt. Die unerträgliche Isolation als Homosexueller im Iran zu leben, veranlasste Parsi vor knapp zehn Jahren im Untergrund die erste iranische Queer Organisation zu gründen. Doch durch die politische Verfolgung des islamischen Regimes war er 2005 gezwungen das Land zu verlassen. Seitdem setzt er sich von Kanada aus für die Rechte iranischer Homosexueller ein und half bereits vielen bei der Flucht.

Am 31. Mai wird Arsham Parsi persönlich in der Berliner Volksbühne dabei sein - als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion im Anschluss an die Präsentation des außergewöhnlichen Hörspiels.

Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Veranstaltung am 31. Mai
» Mehr Infos zum Projekt "Iranian Voices"
» Homepage von Arsham Parsi
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Reaktionen zu "Queere Stimmen aus dem Iran"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
30.05.2012
14:18:23


(-3, 5 Votes)

Von Leo G


Doof, dass Schwulsein immer noch mit Fummeln wie auf dem Foto in Zusammenhang gebracht wird. Das sind doch Gender Issues Einzelner, oder?


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#2
30.05.2012
14:38:22


(+5, 5 Votes)

Von Uwe Knampf
Antwort zu Kommentar #1 von Leo G


Fummel? Magst du keine Haare? Ich glaube, die sind echt. Und das Bärtchen an der unteren Lippe ist doch correct. Meinst du die Brille?


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#3
30.05.2012
20:50:43


(-1, 3 Votes)

Von Leo G
Antwort zu Kommentar #2 von Uwe Knampf


Nä, so Bärtchen gehen gar nicht.
Aber Schnucki, ich meinte das Foto bevor man zum Artikel kommt.


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#4
30.05.2012
21:32:51


(-1, 3 Votes)

Von Xq28
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Leo G


Also Gender Issues hin oder her, diese Art der Diskussion halte ich unter solch einem Artikel irgendwie für deplaziert (obwohl ich Leo G schon zustimmen muss) ...
Moralischer Zeigefinger ;)


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#5
30.05.2012
22:01:44


(+2, 4 Votes)

Von Helge Vladimir


Leider ist mein Deutsch heut' gar nicht perfekt. Deshalb in English: Arsham Parsi and his organization have done a fantastic job for gay and transgender refugees fleeing Iran ! They have dealt with more than 500 cases- and given a lot of them a safe haven in different countries---together with UNHCR. If there are persons in beautiful Germany who are willing to support IRQR-look up their home page and get started.As a senior citizen living in Norway I'm supporting IRQR every month.Furthermore I am positively sure that Arsham will enjoy Berlin and its friendly people.
All THE VERY BEST to lovely Berlin and its gay community from Helge in Oslo-


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#6
30.05.2012
22:54:22


(+1, 1 Vote)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Helge Vladimir


Da kann ich dir nur herzlich zustimmen, Helge:

Arsham, great job!


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#7
30.05.2012
22:59:50


(+1, 1 Vote)

Von Helge Vladimir


Diskutieren sie Kleinigkeiten ? Die erste Person ist ein Flüchtling aus Iran der in "Toronto Pride" teilnahm. A. Parsi HAT VIELE ausgezeichnete Qualitäten ! Er ist sehr, sehr menschenfreundlich.


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#8
30.05.2012
23:13:36


(-2, 2 Votes)

Von Dschender Trabbl
Antwort zu Kommentar #1 von Leo G


Es wird sogar noch schlimmer.

Das Ende ist nah!

Gender macht immer mehr Trouble - wo soll das noch hinführen?

Hast du schon Trost und Beistand bei Eva Herman gesucht?

"Die Einteilung der Menschen (und der Welt) in die Zweigeschlechtlichkeit, in die Kategorien „männlich“ und „weiblich“, wäre demnach ein diskursives Konstrukt, das eine angebliche, natürlich-biologische Tatsache zum Vorwand nimmt, Herrschaft und Macht auszuüben."

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbehagen_der_Geschlecht
er


Biologie mal wissenschaftlich:

Link:
dasendedessex.blogsport.de/2009/12/02/buch-making-
sex-revisited-dekonstruktion-des-geschlechts-aus-b
iologisch-medizinischer-perspektive/


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#9
31.05.2012
19:52:48


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mit diesen Aktionen bekommen Irans Schwule nun endlich ein Gesicht und eine Stimme!


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