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LSVD-Sportfest in Berlin

Die Gaymes für alle


Bei den Respect Gaymes steht einiges auf dem Kopf (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

Am Samstag soll der Regen laut Wetterbericht über Berlin hinweggezogen sein: Beste Aussichten für die Respect Gaymes, bei denen auch Senatoren mitfeiern.

Von Carsten Weidemann

Fußballturniere, ein Breakdance-Battle und ein Rap- oder Graffiti-Workshop sind nur einige der Angebote der siebten Respect Gaymes, die am Samstag im Jahn-Sportpark vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) veranstaltet werden. Von 10 bis 21 Uhr treten bei freiem Eintritt dutzende Teams aus Migrantenverbänden, Sportvereinen, Schulen, Jugendzentren und der schwul-lesbischen Community gegeneinander an, um Spaß zu haben und alle engstirnigen Leute Lügen zu strafen, die behaupten, es gebe in der deutschen Hauptstadt einen Kampf nicht kompatibler Kulturen.

Das Projekt Respect Gaymes wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen und dient der Begegnung zwischen homosexuellen und heterosexuellen Menschen aus den verschiedensten Lebenssituationen. An Infoständen wird dort auch wie in den letzten Jahren die Kampagne "Zeig Respekt für Schwule und Lesben" vorgestellt.

Gemischte Teams


Kurz vor der Fußball-EM kicken auch Schwule und Lesben

Dabei haben sich auch mehrere Politiker angesagt. Eröffnet wird die Veranstaltung von Innensenator Frank Henkel (CDU). Integrationssenatorin Dilek Kolat wird die Preise an die Sieger der Turniere übergeben. Die SPD-Politikerin hat sich erst unlängst mit ihrem Kampf für die Entschädigung von Opfern des Paragrafen 175 einen Namen gemacht (queer.de berichtete). Sie lobt die Respect Gaymes für ihre Offenheit: "Es ist bestimmt einmalig, dass es gelingt, bei einem Sport-Event nicht streng in Frauen- und Männerteams einzuteilen, sondern auch in gemischten Teams zu spielen und die Einzelnen unabhängig von engen Geschlechtervorstellungen selbst entscheiden zu lassen, in welchen Teams sie mitspielen wollen", erklärte Kolat.

Respect-Botschafterin ist dieses Jahr Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Sie unterstütze die Veranstaltung, "weil Sport verschiedenste junge Menschen zusammen bringt und so die Gelegenheit bietet, Vorurteile abzubauen". Beim VIP-Fußballspiel um 15 Uhr haben sich ebenfalls mehrere prominente Politiker angesagt, unter ihnen Markus Löning, der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, und der Berliner Staatssekretär Christian Gaebler.

Auf der Website der Respect Gaymes finden sich dutzende weitere Botschafter aus Unterhaltung, Sport und Politik. Die vielleicht rührendste Botschaft kommt vom Fernsehpfarrer Jürgen Fliege. Er freut sich, wie sich sexuelle Minderheiten im "Hindernislauf nach Anerkennung" nach vorne gekämpft hätten. "Schwul-Sein/Lesbisch-Sein ist für mich genauso eine Gottesgabe und Beauftragung des Himmels, aus seinen Gaben etwas zu machen, wie jedes andere auch. Wo das unterdrückt wird, welkt eine Blume", so Fliege. Bei so viel Gottesgabe müsste diesmal auch Petrus gutes Wetter liefern.

Respect Gaymes, Samstag, 2. Juni 2011, 10.00-21.00 Uhr, Ort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24, Berlin (nahe U-Bhf. Eberswalder Straße)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 smashAnonym
  • 04.06.2012, 14:08h
  • Antwort auf #3 von dragan
  • "Benjamin Schulz, geboren 1982, studiert Journalistik und Politikwissenschaft an der TU Dortmund. Seit einem Jahr als Austauschschüler ist US-Sport für ihn genauso wichtig wie Fußball."

    Hier dürfen schwule Atheisten nicht mitspielen:

    Amts- und Mandatsverbote für Atheisten in sieben US-Bundesstaaten

    www.heise.de/tp/blogs/8/152121
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