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  • 01.06.2012           10      Teilen:   |

New Yorker Gericht

"Gay" ist keine Beleidigung

"Schwul" ist in New York genauso wenig ein Schimpfwort wie "blond" oder "schwarz" - Quelle: ralpe / flickr / cc by-sa 2.0
"Schwul" ist in New York genauso wenig ein Schimpfwort wie "blond" oder "schwarz" (Bild: ralpe / flickr / cc by-sa 2.0)

Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat New York hat am Donnerstag entschieden, dass es keine Beleidigung mehr ist, jemanden fälschlicherweise als schwul zu bezeichnen.

Die Gesellschaft betrachte es nicht länger als üble Nachrede an, wenn eine Person homosexuell genannt werde, entschied die Berufungskammer des Supreme Court in der Hauptstadt Albany, das zweithöchste Gericht im Bundesstaat. Die Richter erklärten einstimmig, dass vorherige anderslautende Urteile in New York "auf der falschen Annahme beruhten, dass es jemanden erniedrigt, als lesbisch, schwul oder bisexuell bezeichnet zu werden." Gegen das Urteil kann noch vor dem höchsten Berufungsgericht des Bundesstaates Einspruch erhoben werden.

Die Klage geht auf einen Vorfall vor drei Jahren im Städtchen Binghamton zurück. Ein Mann verklagte eine Frau, weil sie ihn im Bekanntenkreis als schwul bezeichnet hatte. Ihr Ziel war dabei offenbar, die Freundin des Klägers dazu zu bringen, die Beziehung zu beenden.

Die Homo-Gruppen Empire State Pride Agenda und Lambda Legal hatten im Januar in einem Schriftsatz an das Gericht dafür plädiert, die Klage zurückzuweisen. Sie sei nicht mit dem Gesetz New Yorks in Einklang zu bringen, das die Gleichstellung von Schwulen und Lesben vollzogen habe. Der Staat New York hatte erst im Juni 2011 die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben beschlossen (queer.de berichtete).

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Entscheidung nicht auf ganze USA übertragbar

In der "New York Times" schränkte der Politikwissenschaftler Jonathan Entin von der University Law School in Ohio allerdings ein, dass diese Entscheidung noch nicht auf das ganze Land übertragen werden könne: "Traditionell war es so, dass die Bezeichnung 'gay' so etwas wie 'böser Mensch' bedeutet hat. Die öffentliche Meinung im Bundesstaat New York hat sich gewandelt, aber es gibt immer noch Leute, die an der alten Definition festhalten."

Vor deutschen Gerichten wird "schwul" oft noch als Beleidigung angesehen. So wurde vergangenes Jahr ein 52-Jähriger zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er den Mitarbeiter eines Düsseldorfer Einwohnermeldeamtes als "schwulen Kölner" bezeichnet hatte (queer.de berichtete). (dk)

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Reaktionen zu ""Gay" ist keine Beleidigung"


 10 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.06.2012
16:12:38


(+4, 4 Votes)

Von MichaelTh
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Grundsätzlich ist das sehr zu begrüßen. Es ist ja niemand minderwertig, nur weil er schwul ist - oder für schwul gehalten wird. So wie auch kein Schwarzhaariger beleidigt sein kann, wenn er als braunhaarig bezeichnet wird (blödes Beispiel, aber mir fällt grad nix besseres ein, aber Ihr versteht, was ich meine?)

Wenn "schwul" als herabwürdigendes Schimpfwort verwendet wird, ist es allerdings schon eine Beleidigung. Nicht für den so Titulierten, sondern für ALLE tatsächlich Schwulen.


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#2
01.06.2012
18:05:31


(+11, 11 Votes)

Von Xq28
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Traditionell war es so, dass die Bezeichnung 'gay' so etwas wie 'böser Mensch' bedeutet hat."

Ich weiß nicht wer da zitiert wird, allerdings war die Bedeutung von 'gay' bis 1960 'fröhlich, lebenslustig', NICHT 'böser Mensch'.
Sonst würden weder der Schlümpfe Vorspann, noch diverse Weihnachtslieder Sinn ergeben :).


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#3
01.06.2012
19:20:02


(-4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Pech gehabt!


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#4
02.06.2012
00:42:31


(-7, 13 Votes)

Von andersdenken
Aus Erding (Bayern)
Mitglied seit 02.06.2012


Es ist wirklich unfassbar, was hier so als Kommentar wiedergegeben wird! Hier stehen Texte und Meinungen, welche den Namen "Kommentar" nicht mal im weitesten Sinne treffen.

Offensichtlich ist der "bizarre Zeitgeist" schon so tief in euer Bewusstsein eingedrungen dass jegliche Bemühungen ewtas zu verändern scheitern werden.

Es geht hier um ein scheinbar belangloses Urteil aus -natürlich- der Propaganda Fabrik USA.

Die Gesellschaftliche Stellung von Männern hat sich ohnehin durch den radikalen Feminazismus beachtlich verschlechtert. Die Männer rennen sich wohl lieber gegenseitig die Köpfe ein, als sich dagegen zu weheren. So nach dem Motto:" Lieber den Schwuchtel geprügelt, um selbst keiner zu sein, oder als solcher bezeichnet zu werden.

Frauen (ja im kollektiv) wird das wohl herzlich egal sein, wie sie ihre Ziele durchsetzen können. Wie man es auch dreht und wendet, in der Gesellschaft ist es nach wie vor für einen Mann ein größeres Problem als schwul bezeichnet zu werden als für eine Frau als Lesbe deklariert zu werden. Frauen haben sämtliche Rollenbilder auf sich vereinigen können, habe sich (mehr oder weniger künstlich) weiterentwickelt. Den Männern bleibt nur die veraltete Version aus der Geschichte. Daher ist dieses Urteil nur mehr ein weiteres Druckmittel, Männer "kalt" zu stellen um sich als die Überlegene fühlen zu können.

Das Urteil ist staatlich legitimierter radikal Feminismus!

Wenn es in der Männerwelt, völlig egal ob schwul oder hetero keinen raffinierten Wandel gibt, dann wird sie irgendwann alt aussehen und den Frauen alles nachgeben.

Denkt mal (ehrlich) darüber nach!

Vielen Dank!


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#5
02.06.2012
09:14:29


(+5, 5 Votes)

Von JeNachDem


Kein Schimpfwort ? Nun kommt darauf an in welchen zusammenhang. Klar, wenn mich jemand als Schwul bezeichnet, hat diese Person natürlich recht. Aber viele werden ABFÄLLIG als Schwul bezeichnet. "Bist du Schwul oda was ?" - "Ey Homo !", "Scheiß Schwuchtel !", "Schwuli !!!" usw. usw.

So müssten Gerichte das Wort "Schwul" (Gay) in dem jeweiligen zusammenhang bewerten. Wurde es abfällig benutzt, dann MUSS das bestraft werden. Andernfalls natürlich nicht, sofern es nicht diskriminierend gemeint ist...


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#6
02.06.2012
10:56:04


(+1, 1 Vote)

Von Nils
Antwort zu Kommentar #5 von JeNachDem


In D kannst du ihn noch wegen Rufmords anzeigen.


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#7
02.06.2012
17:48:06


(+2, 2 Votes)

Von FrankC


Der 52-jährige ist vermutlich nicht verurteilt worden, weil er den Beamten als schwul tituliert hat, sondern weil er zu dem Düsseldorfer Kölner gesagt hat. Das ist eine viel größere Beleidigung. ;-)


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#8
03.06.2012
06:12:38


(0, 2 Votes)

Von gavino
Antwort zu Kommentar #4 von andersdenken


100% Zustimmung!
Schwule +Heteros gegen Feminazismus!


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#9
03.06.2012
07:35:51


(+2, 2 Votes)

Von MoghSynty
Antwort zu Kommentar #6 von Nils


"In D kannst du ihn noch wegen Rufmords anzeigen."

Wenn es abfällig gemeint ist, wäre es gut.
Aber ansonsten wäre es nicht richtig.
Denn wenn ich heteros als Heteros
bezeichne, meine ich das ja nicht abfällig.

Aber nehmen wir das negative mal als beispiel,
dann könnte man ihn wegen Rufmords anzeigen, wie du sagst, würde aber sicher wegen geringfügigkeit eingstellt werden, und man verleite
auf den Privatklage weg. Und wer Arm ist kann
sich so eine Privatklage eh nicht leisten...


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#10
04.06.2012
11:14:26
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von Björnar
Antwort zu Kommentar #2 von Xq28


Das liegt daran, daß das Entin-Zitat schlampig übersetzt worden ist.


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