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Aktionärsversammlung

ExxonMobil lehnt Homo-Schutz ab


Esso-Tankstelle in Norwegen (Bild: Masz/PD)

Der Mineralölkonzern ExxonMobil hat auf seiner Aktionärsversammlung in Dallas mit großer Mehrheit einen Diskriminierungsschutz für schwule und lesbische Mitarbeiter abgelehnt.

78 Prozent der Aktionäre stimmten am Mittwoch gegen die Aufnahme der Merkmale "sexuelle Orientierung" und "Geschlechtsidentität" in die Antidiskriminierungsrichtlinien der Firma. Damit setzt der texanische Mutterkonzern der europäischen "Esso"-Tankstellen seine homofeindliche Haltung fort. Laut Homo-Aktivisten lehnt ExxonMobil seit Jahren Antidiskriminierungsrichtlinien für sexuelle Minderheiten ab. Dabei hatten die Mitarbeiter von Mobil Oil bereits in den 1990er Jahren einen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben durchgesetzt - nach der Fusion mit Exxon 1999 wurde dieser aber wieder abgeschafft.

"Als einer der größten Konzerne im Land hat ExxonMobil die Pflicht, auch gesellschaftlich ein Vorbild zu sein. Dem ist aber nicht so", erklärte Joe Solomonese, der Chef der Homo-Gruppe Human Rights Campaign. Er forderte die Konzernleitung auf, die Entscheidung der Aktionäre zu überstimmen.

Mit einem Umsatz von rund einer halben Billion US-Dollar und einem Gewinn von über 40 Milliarden Dollar steht der Konzern derzeit auf Rang drei der "Fortune Global 500", der größten Unternehmen der Welt. Nur der Einzelhändler Wal-Mart und der niederländisch-britische Mineralölkonzern Royal Dutch Shell sind mächtiger.

Schon im Dezember 2011 musste ExxonMobil Kritik von Homo-Gruppen einstecken, als es im jährlich von der Human Rights Campaign erstellten Corporate Equality Index, eine negative Punktzahl erhielt - als erstes Unternehmen in der Geschichte des Index. Darin wird anhand verschiedener Kriterien gemessen, wie homofreundlich große Firmen sind. ExxonMobil erhielt minus 25 Punkte. Andere große in den USA tätige Unternehmen - wie die Autobauer Chevron und Ford, die Computerriesen IBM und HP oder die Kreditinistitute Deutsche Bank und ING - konnten dagegen mit plus 100 Punkten die Bestnote erzielen. (dk)



#1 Roman BolligerAnonym
  • 01.06.2012, 13:31h
  • Wäre es nun nicht an der Zeit, dass LGBT-Organisationen eine öffentliche Boykottkampagne gegen diese nicht nur homophobe, sondern zudem auch umweltfeindliche Firma starten?

    Solche Firmen können nur mit finanziellen Argumenten zur Räson gebracht werden.

    ! ! ! NICHT MEHR BEI ESSO TANKEN ! ! ! !
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 01.06.2012, 14:39h
  • Okay ab jetzt tanke ich nicht mehr bei ESSO.

    Shell ist bei LGBT Themen wesentlich offener und fairer gegenüber LGBT Mitarbeitern und LGBT Themen.
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#3 GintherAnonym
#4 SchokiAnonym
  • 01.06.2012, 15:04h

  • Ich hab generell auch nie bei Esso getankt... Die haben qualitativ schlechten Sprit und sind auch noch sauteuer.
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#5 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 01.06.2012, 15:04h
  • Antwort auf #3 von Ginther

  • Ich tanke eh nie bei Esso, sondern immer an den günstigen freien Tankstellen. Wer das bisher noch nicht gemacht hat, unterstützt nur die Geldgier großer gesichtsloser Konzerne, egal wie sie heissen.
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#6 GintherAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.06.2012, 19:23h
  • Wenn man sich den Tankstellenmarkt Deutschland so ansieht, dann nehmen Shell und Aral schon vom Filialnetz eine dominierende Stellung ein. Da sind die wenigen Essofilialen schon "Exoten" und darum gilt auch für meinen 1998er Golf: mach um ESSO einen Riesenbogen! Beim Tanken bevorzuge ich in der Regel die Freien Tankstellen.
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#8 eMANcipationEhemaliges Profil
#9 AxelAnonym
  • 02.06.2012, 06:25h
  • Esso Deutschland und Esso Austria sind Töchter von ExxonMobile.
    Ich werde dort nicht mehr Tanken oder Heizöl beziehen. Es gibt ja glücklicherweise genügend Alternativen.
    ExxonMobile ist ein gewinnorientiertes und börsennotiertes Unternehmen. Vielleicht reagiert es auf die Abkehr der Kunden.
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#10 SebiAnonym
  • 02.06.2012, 10:50h
  • Ein weiterer Beleg dafür, dass der Schutz vor Diskriminierung gesetzlich geregelt werden muss.

    Es wird immer so menschenverachtende Unternehmen wie Exxon geben, die man nur so zur Achtung demokratischer Prinzipien bringen kann.
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