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  • 04.06.2012           5      Teilen:   |

Britischer Fußballer vor Schwulenclub verprügelt

Joey Barton ist einer der umstrittensten Fußballer Großbritanniens
Joey Barton ist einer der umstrittensten Fußballer Großbritanniens

Der britische Fußballer Joey Barton ist in der Nacht zum Montag beim Verlassen einer populären Homo-Disco in Liverpool attackiert worden. Zwei 21 Jahre alte Männer hatten Medienberichten zufolge auf den 29-Jährigen eingeschlagen, der eine leichte Verletzung am Kopf davon trug.

Der Vorfall soll sich morgens um 5.30 Uhr vor dem Nachtclub Garlands zugetragen haben - aufgrund des Thronjubiläums der britischen Königin ist am Montag in Großbritannien ein Feiertag. Barton war mit seiner Freundin in dem Club gewesen, aus denen er Berichten zufolge rausgeworfen worden sein soll. Auf Twitter schrieb der Fußballer, er habe nur eine kleine Wunde am Hinterkopf und wolle keinen Strafantrag gegen die Männer stellen, um die Polizei zu entlasten. Beamte hatten die beiden Männer am Tatort festgenommen, die nach Angaben von Bartons Fußballclubs auch "provozierende Gesänge" in Richtung des Fußballers abgegeben hätten.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. In Liverpool hatte es in den letzten Jahren wiederholt homophob motivierte Attacken auf Besucher des Gay Village gegeben, vor allem durch Jugendliche. Allerdings ist Joey Barton einer der umstrittensten Fußballer des Landes, auf Twitter ging der Scherz um, die Polizei suche "450.000 Verdächtige".

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Gewalt und Sensibilität

Ein Twitter-Bild des Vorfalls, man sieht den Fußballer und seine Freundin im Gespräch mit der Polizei
Ein Twitter-Bild des Vorfalls, man sieht den Fußballer und seine Freundin im Gespräch mit der Polizei

Der in Liverpool geborene Spieler, derzeit bei Queens Park Rangers (London) unter Vertrag, wurde mehrfach wegen gewalttätiger Ausfälle beim Training und bei Spielen gesperrt, 2008 wurde er wegen einer Schlägerei zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt, er verbrachte 77 Tage im Knast. Aufgrund gleich dreier unsportlicher Vergehen im letzten Spiel der Saison gegen Spieler seines früheren Clubs Manchester City war er vom britischen Fußballverband zuletzt für zwölf Spiele gesperrt worden.

Zugleich ist Barton ein wegen seiner Meinungsfreude gefragter Interviewpartner in britischen Medien und gesellschaftspolitisch aktiv: Er unterstützt mehrere Wohltätigkeitsorganisationen und schreibt eine Kolumne für ein Obdachlosenmagazin. Auf Twitter hält er Kontakt zu Fans und äußert sich etwa häufig über seine Leidenschaft für die melancholische Musik der Smiths.

Der Vater eines Sohnes war der einzige Profi-Fußballer, der sich Anfang des Jahres in einer Reportage der BBC über Homophobie im Fußball zu Wort meldete. Barton beklagte, dass es nach Justin Fashanu keinen offen schwulen Fußballer mehr gegeben habe, und kritisierte die "mangelnde soziale Intelligenz" mancher Trainer. Das Thema liege ihm am Herzen, da der jüngste Bruder seines Vaters sich geoutet hatte. Dieser habe zuvor jahrelang mit sich selbst gekämpft. (nb)

Nachtrag: Britische Medien berichten am Abend, der Fußballer sei am Tag ebenfalls von der Polizei wegen der Schlägerei vorübergehend festgenommen und gegen eine Kaution freigelassen worden.

Youtube | Auch für diesen "Vorfall" hatte Barton einst Ärger bekommen
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Tags: joey barton, liverpool
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Reaktionen zu "Britischer Fußballer vor Schwulenclub verprügelt"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
04.06.2012
22:51:54


(+2, 4 Votes)

Von Ralf


Auf den kann ich mir keinen Reim machen. Selten von einem in sich so gegensätzlichen, wiedersprüchlichen Menschen gelesen.
Trotz seiner ( anscheinend häufigen) Gewaltausbrüche wirkt er nicht unsympathisch.


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#2
04.06.2012
23:43:23


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Der in Liverpool geborene Spieler, derzeit bei Queens Park Rangers (London) unter Vertrag, wurde mehrfach wegen gewalttätiger Ausfälle beim Training und bei Spielen gesperrt, 2008 wurde er wegen einer Schlägerei zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt, er verbrachte 77 Tage im Knast."

Nun bekommt der Typ mal am eigenen Leib zu spüren, was er mit seinen gewälttätigen Ausfällen anrichtet!


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#3
05.06.2012
09:12:13
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User eMANcipation
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Du hast den Artikel nicht gelesen, oder?


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#4
05.06.2012
10:04:41


(-1, 1 Vote)

Von Marius


Unabhängig davon, dass er zu Gewalt neigt, aber er engagiert sich für Wohltätigkeitsverbände, schreibt für ein Obdachlosenmagazin, findet es schade, dass sich schwule Fußballer nicht outen, etc.

Aber selbst wenn nicht:
wenn jemand vor einer schwulen Disco verprügelt wird, muss man ja gleich mit einem homophoben Hintergrund rechnen. Großbritannien muss endlich aktiv werden und die steigende Homophobie bekämpfen.


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#5
05.06.2012
17:06:07


(0, 2 Votes)
 


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