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  • 05.06.2012           61      Teilen:   |

Doktrin

Vatikan rüffelt homofreundliche Ordensschwester

Schwester Margaret A. Farley
Schwester Margaret A. Farley

Die vatikanische Glaubenskongregation hat eine amerikanische Theologin und Ordensschwester scharf für ein Buch kritisiert, in dem sie fordert, homosexuelle Partnerschaften zu respektieren.

Schwester Margaret A. Farley vom Orden der barmherzigen Schwestern, hatte bereits 2006 das Buch "Just Love. A Framework for Christian Sexual Ethics" herausgebracht und darin festgestellt, dass "gleichgeschlechtliche Beziehungen und Handlungen aufgrund derselben Sexualethik wie heterosexuelle Beziehungen und Handlungen gerechtfertigt sein können". Außerdem argumentierte sie, dass Selbstbefriedigung keine moralischen Fragen aufwerfe und eine Ehe manchmal aufgelöst werden müsse, wenn sie nicht funktioniert.

Am Montag hat die Glaubenskongregation, die die allgemein gültige Interpretation der Bibel innerhalb der katholischen Kirche festlegt, öffentlich "zu den vielen Irrtümern" des Buches Stellung bezogen. Sie hat die Autorin scharf kritisiert, weil sie intern in "nicht zufriedenstellenden Weise" auf die Kritik aus dem Vatikan reagiert habe. Die Glaubenskongregation verweist darauf, dass die Kirche laut dem katholischen Katechismus Menschen mit "homosexuellen Tendezen" mit "Achtung, Mitgefühl und Takt" begegne. Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften seien jedoch eine "schlimme Abirrung" und verstießen gegen das "natürliche Gesetz". Daher dürfe die Schwester homosexuelle Partnerschaften in keinem Fall gut heißen.

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Onanieren ist "ordnungswidrig"

Auch beim Thema Selbstbefriedigung sieht die Glaubenskongregation keinen Spielraum, da dies eine "schwere ordnungswidrige Handlung" sei. Farley hatte dagegen argumentiert, dass Masturbation einer Beziehung "eher nützt als sie behindert".

Benedikt XVI. war bis zu seiner Papstwahl 2005 Chef der Glaubenskongregation. Er hat laut Vatikan die Kritik an der Ordensschwester "gutgeheißen und deren Veröffentlichung angeordnet".

In einer ersten Reaktion hat Farley, die früher als Ethikprofessorin in Yale gelehrt hatte, die Kritik des Heiligen Stuhls zurückgewiesen. Sie habe die Sexualmoral nach neuen Gerechtigkeitskriterien untersucht: "Die Tatsache, dass Christen (und andere) neues Wissen und ein tieferes Verständnis der menschlichen Verkörperung und Sexualität erlangt haben, scheint es notwendig zu machen, zumindest darüber nachtzudenken, die Sexualethik weiterzuentwickeln."

Bereits im April hatte der Vatikan amerikanische Vertreterinnen der katholischen Kirche wegen zu liberaler Haltungen scharf kritisiert: Damals wies der Heilige Stuhl die "Leadership Conference of Women Religious", die die meisten US-Nonnen vertritt, zurecht. Die Nonnen hätten sich einem "radikalen Feminismus" hingegeben, so die Kritik aus Rom. (dk)

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Tags: katholische kirche, margaret farley
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Reaktionen zu "Vatikan rüffelt homofreundliche Ordensschwester"


 61 User-Kommentare
« zurück  1234567  vor »

Die ersten:   
#1
05.06.2012
13:18:30


(0, 4 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Basis der katholischen Kirche in den USA zu den liberalsten Christen zählt. Genauer gesagt, haben Umfragen im letzten Jahr ergeben, dass selbst die Anglikaner, die Lutheraner und die Preybyterianer nicht so liberal sind wie amerikanische Katholiken. Dem gegenüber steht allerdings die offizielle Haltung der katholischen Kirche in den USA, die voll auf Linie mit Rom ist.


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#2
05.06.2012
13:20:42


(0, 2 Votes)

Von Lapushka


"Die vatikanische Glaubenskongregation hat eine amerikanische Theologin und Ordensschwester scharf für ein Buch kritisiert"

Das trauen die sich? Ich hätte Schiss, mich mit dieser Frau anzulegen. Die sieht knüppelhart aus


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#3
05.06.2012
13:34:23


(+4, 6 Votes)
 
#4
05.06.2012
13:41:39


(+3, 5 Votes)

Von Leo G


Wusstet ihr, dass Mönche häufiger an Prostatakrebs erkranken? Da sie auch nicht onanieren dürfen. Kein Witz. Googelt mal.

Für mich ein Grund mehr, die Frequenz zu erhöhen :D


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#5
05.06.2012
14:17:59


(-9, 13 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


Und wieder einmal zeigt sich, die beste Alternative ist für Katholiken aus der Katholischen Kirche auszutreten und sich eine bessere Kirche zu suchen, die homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert und nicht von Sünde schwafelt.

Es gibt bessere Kirchen für homosexuelle Christen, wie Lutheraner, Reformierte, Unierte, Anglikaner, Altkatholiken, Presbyterianer, Metropolitan Community Church oder Unitarier. Als homosexueller Christ lebt es sich glücklicher in diesen anderen Kirchen, die eine gegensätzliche Haltung zu Rom vertreten.

Nicht zu empfehlen hingegen sind für Christen die Kirchen der Mormonen, Pfingstler, Baptisten und Zeugen Jehovas.

---
Übrigens verfasste die katholische Theologin Farley bereits 1981 ein interessantes Werk mit dem Titel ''Homosexuality: problematic practice or legitimate lifestyle'' (gemeinschaftlich mit James E. Dittes und William Muehl).

Ratzinger und die Vatikanleitung werden weiterhin jede Reform in Hinblick auf Sexualmorallehre, Frauenordination, Öffnung des Zölibates, Demokratisierung der Kirchenstrukturen, usw. blockieren. Unter Ratzinger wird sich Nichts verändern und ob der nächste Papst besser sein wird, das darf bezweifelt werden.


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#6
05.06.2012
14:31:31


(+8, 10 Votes)

Von dem notrusäule
Antwort zu Kommentar #5 von Timm Johannes


Dein Glaubensdruck läßt dich schwindeln.
Un du weißt es.
Der Schwindel dient der Kirchenkasse.

Wiese möchtest du an dieses Geld?


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#7
05.06.2012
14:35:29


(+4, 8 Votes)

Von Sabine
Antwort zu Kommentar #5 von Timm Johannes


Ey, als Homo is man doch Atheist..


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#8
05.06.2012
14:50:55


(+8, 10 Votes)

Von Fred i BKK


...der Vatikan hat niemanden zu rueffeln,die sollen sich an den eignen Schwanz fassen....
und das Maul halten.....hoffe nur dass noch mehr Dreck- Infos aus dem Heiligstaat mit ihrem Obervertuscher an die Medien gelangen...und dem Pack ein kraefiger finaler Stoss
versetzt wird.

2000 JAHRE KINDERSCHAENDUNG (oder glaubt jemand das waere neu ) und alle andren Greultaten sind wahrlich genug......

Verstehe beim besten Willen nicht wie man heute noch Mietglied von diesen Sekten mit ihren fiktiven Gottheiten sein kann ??

Wenn ich die hirnrissige Werbetaetigkeit vom heiligen Timm Johannes lese ,wird mir ganz uebel...Der kann einfach nicht aufhoeren damit..

ich will ja auch keinen zum heiligen Wolperdinger bekehren.....


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#9
05.06.2012
14:54:50
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Master Bator
Antwort zu Kommentar #4 von Leo G


Ganz richtig Leo, dass Zeug muss raus und wer's nicht nutzt bei dem verkümmerts!

Nur dass Mönche tatsächlich weniger wixen, hmhh. Sie dürfen ja gar nix, aber dennoch werden sie es tun. Und leider nicht nur wixen...,


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#10
05.06.2012
16:32:14


(+6, 8 Votes)

Von bastapapsta
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Diese Nachricht ist doch wenig verwunderlich.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Scheinheiligkeit ihre dummen Schaafe wieder aufgestachelt hat, indem sie gegen die Homo Ehe hetzte :

Link zu www.dw.de

Der Papst hat den spirituellen Wert einer permanent hängen bleibenden Schallplatte. In solch einem Verein hat eine einzelne Ordensschwester unter den ganzen anderen Tripsitter/innen keine Chance.


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