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"MILK" in Berlin

Karrieremesse mit Prominenz


Berlins Regierender Klaus Wowereit ist Schirmherr der MILK-Messe (Bild: milkmesse)

Die in dieser Woche in der Hauptstadt startende MILK-Messe bringt schwul-lesbische Jobsuchende mit homofreundlichen Unternehmen zusammen.

Von Christian Scheuß

Harvey Milk hätte sie wohl nicht gebraucht, er hatte schließlich immer genug zu tun. Erst in seinem kleinen Fotoladen in der Castro Street in San Francisco, dann als Bürgerrechtler, später als erster offen schwuler Stadtrat. Aber das war im Jahr 1978 und nicht heute, zu einer Zeit, in der der Marsch in hohe Ämter wie die eines Bürgermeisters oder Ministers nicht mehr durch die sexuelle Orientierung behindert wird. Dafür braucht man auch nicht mehr die Gay Community mobilisieren und auf die Straße zu schicken. Würde Harvey Milk, dessen Name Patron für die in Berlin stattfindende MILK-Messe ist, heute noch leben, er würde trotzdem hingehen und ein Grußwort halten.

Diesen Job wird nun Klaus Wowereit als Schirmherr übernehmen. Die Veranstaltung, die mit diversen Veranstaltungen und Talks auf den Höhepunkt - dem Diversity-Kongress am Freitag und der Jobmesse am Samstag - zusteuert, wird ein dickes Ding. "Bislang haben sich über 1.600 Besucherinnen und Besucher angemeldet. Wir sind schon ein bisschen nervös", twitterte es am Montag auf dem MILK-Messe-Tweet. Mit 72 Ausstellern - darunter große Unternehmen wie IBM, Deutsche Bank, Hugo Boss, Accenture, Axel Springer, Dertour, Boston Consulting Group, Google, Allianz, Deutsche Post DHL, Freshfields oder SAP - hat man auf Unternehmerseite bereits dicke Fische an Land gezogen. Begonnen hatte man 2010 mit 16 Ausstellern und 400 Teilnehmern. Die Veranstalter haben es im dritten Jahr geschafft, ihrem Messekonzept den richtigen inhaltlichen Schliff und Fokus zu geben.

Schwule Polit-Veteranen: Klaus Wowereit, Ole von Beust, Peter Altmaier...


So sehr muss man sich für die eigene Karriere nicht verrenken... (Bild: milkmesse)

Professionalität zieht auch Prominenz. Die ist in Berlin reichlich auf und im Umfeld der Milkmesse vertreten. So laden am 7. Juni die "Lesben und Schwulen in der Union" (LSU) zum Gespräch mit Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust und dem neuen Umweltminister Peter Altmaier ins Konrad-Adenauer-Haus. Sie werden zum überaus interessanten Thema plaudern: "Wie passen queer und konservativ, schwarz und bunt zusammen?". Auf dem Kongress selbst kann man sich auf Vorträge unter anderem vom Künstler Norbert Bisky freuen, der über "Mut und Eigensinn" nachdenken wird. Germanys Topmodel Sarah Knappik dagegen berichtet über Mobbing am Arbeitsplatz. Und der Marken-Guru Steffen Schütz gibt Antworten auf die Frage: "Reich, berühmt und sexy - Wie werde ich ein/e erfolgreiche/r Werber/in?".

Im Mittelpunkt der MILK-Messe sollen aber die Besucher stehen. Sie können ganz locker mit den Vertretern der Unternehmen über deren Job- und Karriereangebote reden. Wer sich mit einer guten Geschäftsidee selbständig machen möchte, und dafür noch Partner braucht, hat hier die Chancen, die richtigen Netzwerke zu finden. Die vielen Vorträge auf der Messe geben Interessierten einen guten Überblick über den Stand der Dinge in Sachen Karriere und Diversity. Vor allem aber wird für Berufseinsteiger der regenbogenfarbene Teppich ausgerollt. Sie können ihre Bewerbungsunterlagen von Experten checken lassen, sich bei den ausstellenden Firmen bekannt machen oder in einer abgewandelten und spielerischen Form des Speed-Dating innerhalb einer Stunde unterschiedliche Besucher und Unternehmensvertreter kennenlernen.

Mehr Infos zu MILK

Der Eintritt zur Messe am 9. Juni in Berlin ist kostenlos, wenn man sich vorab über die Webseite anmeldet, ansonsten 10 Euro. Die Teilnahme am Kongress am 8. Juni ist kostenpflichtig, weitere Details dazu auf der Webseite. Veranstaltungsort ist das Music & Lifestyle Hotel "nhow Berlin" in der Stralauer Allee 3 (S-Bhf. Warschauer Str.).
Wöchentliche Umfrage

» Wie homofreundlich ist dein Arbeitgeber?
    Ergebnis der Umfrage vom 04.6.2012 bis 11.6.2012


#1 -hw-Anonym
#2 Thorsten1Profil
  • 05.06.2012, 15:45hBerlin
  • Die schwulen Manager werden nur solche Männer einstellen, die -neben gutem Fachwissen- auch blendend aussehen. Sie können sich ja heute die Leute aussuchen.
    Wer als graue Maus durchs Leben geht, braucht gar nicht erst zu dieser "Karrieremesse" zu gehen. Der hat bei einem heterosexuellen Chef bessere Chancen auf einen neuen Job.
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#3 finkAnonym
  • 05.06.2012, 16:48h
  • Antwort auf #2 von Thorsten1
  • wie wär's denn hiermit: schwule manager sind wegen der allgemeinen schwulen sexsucht so chronisch übervögelt und wegen ihrer schwulen eitelkeit so rivalen-ängstlich, dass sie eher mal einen kompetenten, aber unattraktiven mitarbeiter einstellen werden als die vertrocknete hetero-chefin, die wegen ihres erfolges keinen mehr abbekommt und sich deshalb nur die süßen dummchen rauspickt.

    hat vielleicht noch irgendwer ein abgedrehtes vorurteil auf lager, dass er hier abwerfen möchte?
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#4 Der RickAnonym
#5 mizziAnonym
  • 05.06.2012, 21:21h
  • ich stehe diesem EVENT sehr skeptisch gegenüber !
    gut, dass etwas für schwule fachkräfte getan wird, jede verbesserung bringt auch mehr akzeptanz !

    aber wenn ich bedenke, dass IBM gerade 8000 mitarbeiter bis zum jahresende entlässt, weil man im ausland billigere mitarbeiter hat, na danke !
    natürlich auch bei unkündbaren jobs, da wird gleich die gesamte abteilung, hier in berlin geschlossen, damit hat sich die unkündbarkeit natürlich erledigt !
    passiert gerade meinem lebensgefährten, der jetzt mit 60 jahren, nach 30 jahren betriebszugehörigkeit feststellen muss. dass seine damit verordnete frührente nicht ausreicht. entweder wohnung oder private krankenkasse ??? und das bei einem jetzigen nettoeinkommen von 56.000 € im jahr !!!
    ihm fehlen 3 jahre arbeitszeit um finanziell klar zu kommen !

    da nützt auch die homofreundlichkeit nichts, wenn menschen, wegen ein paar monate um ihre existenz im alter gebracht werden !!!
    eben auch die heten !!!
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#6 alexMucEhemaliges Profil
  • 05.06.2012, 22:25h
  • Wowereit ist auch AUFSICHTSrat bei Willy B. Aber ich glaube, Schirmherr und nur Grußwort halten ist wohl nicht ganz so wichtig.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.06.2012, 23:15h
  • Eine solche Messe sollte es nicht nur in Berlin und Umgebung geben! Vielleicht wird diese Idee bald auch von anderen Regaionen aufgegriffen!
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#8 Leo GAnonym