Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 05.06.2012           6      Teilen:   |

Cricket ist doch nicht "gay"

Jason Alexander entschuldigt sich für Schwulen-Witz

Jason Alexander in der Serie "Seinfeld"
Jason Alexander in der Serie "Seinfeld"

US-Komiker Jason Alexander ("Seinfeld") hatte Cricket in einer Late-Night-Show als "schwulen Sport" bezeichnet. Nach Kritik von Homo-Gruppen entschuldigte er sich.

In der am Freitag ausgestrahlten Ausgabe der "Late Late Show" mit dem schottischen Moderator Craig Ferguson hatte sich Alexander über Cricket als unmännlich und "gay" lustig gemacht und die Bewegung des Werfers nachgeahmt: "Der Wurf ist am komischsten", sagte der 52-Jährige dabei. "Das ist kein männlicher Baseball-Wurf. Das ist ein queerer, ein britisch schwuler Wurf".

Nach heftiger Kritik der Gay and Lesbian Association Against Defamation (GLAAD) entschuldigte sich der Schauspieler einen Tag nach der Ausstrahlung. In einem ausführlichen Text auf der GLAAD-Website beschreibt er, wie es zu dem Witz kam: So habe er bereits wiederholt als Komiker das athletische Kricket mit härteren Sportarten verglichen. Er habe die Aufregung um die Nutzung des Wortes "gay" zunächst nicht verstanden, nach einem Gespräch mit schwulen Freunden jedoch seine Meinung geändert: "Als wir darüber geredet haben, wurde mir erstmals klar, was in diesem Humor mitschwingt. Ich habe das Wort 'gay' als dumme Verallgemeinerung benutzt (...) und dabei behauptet, dass das Wort gleichzusetzen ist mit unmännlichem Verhalten", so Alexander. Er verstehe jetzt, dass diese Verallgemeinerung inakzeptabel in Zeiten, in denen junge Menschen nach wie vor angegriffen und diskriminiert werden würden, wenn sie sich nicht an die Norm hielten.

Youtube | Jason Alexander in der "Late Late Show With Craig Ferguson". Der "schwule" Teil des Inteverviews startet bei ca. 9 Minuten
Fortsetzung nach Anzeige


GLAAD kämpft gegen abwertende Verwendung von "gay"

GLAAD hatte sich bereits zuvor wiederholt gegen die Verwendung des Wortes "gay" mit der Bedeutung "dumm" oder "albern" gewehrt, weil dadurch Mobbing legitimiert werden würde. So protestierte die Organisation 2010 gegen den Film "The Dilemma", weil Hauptdarsteller Vince Vaughn darin Elektroautos als "gay" bezeichnete (queer.de berichtete).

Jason Alexander wurde bekannt durch seine Darstellung von George Constanza in neun Staffeln der Erfolgssitcom "Seinfeld". In vielen erfolgreichen amerikanischen Serien übernahm er zudem Gastrollen, so etwa in "Die Nanny", "Monk" und "Star Trek - Raumschiff Voyager". 1997 übernahm er in der Verfilmung des rührenden Theaterstücks "Liebe! Stärke! Mitgefühl!" die Rolle des Buzz Hauser, die am Broadway von Nathan Lane gespielt worden war. Das Stück und der Film handeln von acht Schwulen, die bei gemeinsamen Urlauben über ihr Leben und Überleben in den Zeiten von Aids sprechen. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 6 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 10             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: jason alexander
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Jason Alexander entschuldigt sich für Schwulen-Witz"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
05.06.2012
15:25:26


(+2, 2 Votes)

Von Francois


Er will ja auch sicherlich keine Juden-Sprüche hören, oder..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
05.06.2012
20:21:13


(+1, 1 Vote)

Von Timm Johannes


Also gut das er sich entschuldigt hat.

---

Aber davon unabhängig sei einmal angemerkt. Cricket ist echt eine ganz seltsame Sportart. Eigentlich mehr ein sportliches Überbleibsel des britischen Kolonialreiches und wird auch vorwiegend nur im Vereinigten Königreich sowie den ehemaligen britischen Kolonialstaaten Afrikas, Asien und Ozeaniens heute noch gespielt.

Irgendwie ist diese Sportart aus der Zeit gefallen und passt nicht in das 21. Jahrhundert, so wie die Queen Elisabeth II., deren Zeitspanne auch zu Ende geht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.06.2012
21:37:30
Via Handy


(-2, 2 Votes)

Von Funtasie
Aus Mainz (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 30.04.2012


Also, ehrlich gesagt finde ich es etwas übertrieben, dass Homo Gruppen immer so stark auf so etwas reagieren. Wenn Frauen- oder Judenwitze oder ähnliches gemacht werden, reagiert da auch keiner so stark drauf, warum soll das bei Schwulen und Lesben anders sein...??!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.06.2012
23:29:19


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Einsicht ist der beste Weg zur Besserung!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
06.06.2012
00:09:53


(-1, 1 Vote)

Von fink
Antwort zu Kommentar #3 von Funtasie


"Wenn Frauen- oder Judenwitze oder ähnliches gemacht werden, reagiert da auch keiner so stark drauf, warum soll das bei Schwulen und Lesben anders sein...??!"

weil frauen und juden in der regel längst nicht so heftig und so aggressiv diskriminiert werden wie schwule und lesben.

ich verstehe schon, was du meinst, und du hast sicher prinzipiell auch ein wenig recht. man muss nicht immer gleich mit der schwersten keule draufhauen.

aber ich denke, dass die unterschiedliche dramatik der gesellschaftlichen diskriminierung von schwulen, frauen und juden auch eine unterschiedliche empfindlichkeit rechtfertigt. solche scherze sind nämlich nur für gefestigte persönlichkeiten wirklich harmlos. bei anderen menschen addieren sich solche scheinbaren "kleinigkeiten" irgendwann zu einem handfesten problem mit dem selbstwertgefühl und in vielen fällen sogar zu einem suizid. und das betrifft leider immer noch viele schwule und lesben, aber kaum frauen oder juden.

ich finde es richtig, immer wieder auch auf scheinbare kleinigkeiten hinzuweisen und sie öffentlich zu kritisieren. nur so kann sich das ändern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
06.06.2012
10:31:59


(0, 0 Vote)

Von Francois
Antwort zu Kommentar #3 von Funtasie


So? Ich glaube nicht, dass jemand Judenwitze machen darf, außer er ist jüdischer Comedian.
Schau dir mal das Video an, wie oft er GAY sagt, und vor allem wie abfällig und selbstverständlich er das benutzt. Der sagt doch sicher täglich: This is gay.
Der Ton macht btw die Musik.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt