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Gesundheitsministerin Edith Schippers (Bild: rijksoverheid.nl)

Die niederländischen Krankenversicherungen dürfen künftig nicht mehr in ihrem Standardleistungspaket Behandlungen bezahlen, mit denen Patienten von ihrer Homosexualität "geheilt" werden sollen.

Gesundheitsministerin Edith Schippers von der rechtsliberalen Regierungspartei VVD hat am Dienstag in einem Brief an das Parlament in Den Haag erklärt, dass Homosexualität keine Krankheit sei, die psychiatrisch behandelt werden müsste. Das berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Wenn Menschen aus religiösen Gründen ihre Homosexualität nicht anerkennen wollten, sei das eine Frage des Glaubens, nicht des Krankenversicherungssystems. Die Betroffenen könnten sich dann an ihren Pfarrer wenden, nicht aber an die Krankenkasse, so Schippers.

Die Entscheidung betrifft vor allem die Gruppe "Different", die "christliche Hilfe rund um die Themen sexuelle Identität und Beziehungen" anbietet. Die Organisation wirbt wie andere Ex-Gay-Gruppen damit, dass sie Homosexuellen angeblich hilft, ihr "sündiges Verlangen zu unterdrücken". Dort konnte bislang psychologische Beratung oder Paartherapie über die Krankenkassen abgerechnet werden. Ab sofort müssen die Patienten ihre Rechnungen selbst bezahlen.

Das Thema Homo-Heilung ist derzeit auch in den USA an der Tagesordnung: Vergangene Woche hat sich der kalifornische Senat mit deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, Ex-Gay-Therapien für Kinder und Jugendliche zu verbieten (queer.de berichtete). Die Mehrheit der Abgeordneten will damit verhindern, dass junge Schwule und Lesben mit Pseudo-Therapien in den Selbstmord getrieben werden.

Die Ex-Gay-Bewegung musste erst Mitte April einen herben Schlag hinnehmen, als Ex-Professor Robert Spitzer als letzter angesehener Psychiater eine Studie zurückzog, in der er die Homo-Heilung als Möglichkeit betrachtete (queer.de berichtete). Diese Studie wurde von Ex-Gay-Gruppen wiederholt als Beweis dafür angeführt, dass ihre Methoden wirksam sind. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 05.06.2012, 20:56h
  • Das wäre ja auch noch schöner.

    Schlimm genug, dass sie es bisher offenbar getan haben.

    Solche Gehirnwäsche-Therapien haben schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord zur Folge.
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#2 paren57Ehemaliges Profil
  • 05.06.2012, 21:14h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • "Solche Gehirnwäsche-Therapi en haben schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord zur Folge."

    Das letzte wäre ja bestimmt im Sinne mancher bibeltreuer Fundamentalisten. Die würden zwar auch eine Therapie brauchen, ich fürchte nur, da hilft die beste ärztliche Kunst nicht. Da kann man nur den Teufel austreiben.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.06.2012, 23:09h
  • Die Entscheidung der Krankenkassen in unserem Nachbarland Niederlande ist super und vorbildlich! Das Geld wäre eh zum Fenster hinausgeworfen, da Homosexualität nicht heilbar, sondern totalnormal ist!
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