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Luka Rocco Magnotta soll bis zu seiner Auslieferung im Untersuchungsgefängnis von Moabit einsitzen (Bild: Interpol)

Der in Berlin gefasste kanadische "Porno-Killer" Luka Rocco Magnotta soll binnen einen Monats nach Kanada ausgeliefert werden - unterdessen wurden weitere Einzelheiten seiner Tat bekannt.

Der am Montag in einem Neuköllner Internetcafé verhaftete 29-Jährige wird beschuldigt, seinen Lover in seiner Wohnung in Montréal getötet und anschließend Leichenteile verschickt zu haben (queer.de berichtete). Er sitzt nun im Untersuchungsgefängnis in Moabit ein. Der frühere Pornodarsteller will sich offenbar nicht gegen seine Auslieferung wehren, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Damit kann er, sollte er seine Meinung nicht noch ändern, wahrscheinlich binnen weniger Wochen nach Kanada abgeschoben werden. Ein Einspruch würde den Auslieferungsprozess komplizieren und könnte unter Umständen Monate oder sogar Jahre dauern.

Die "Montréal Gazette" berichtete nach seiner Festnahme auch vom Kannibalismusverdacht. Die lokalen Polizeibehörden bestätigten diesen Bericht zunächst nicht. Die Zeitung beruft sich auf das Video, in dem Magnotta den Mord an dem chinesischen Studenten aufgezeichnet und später online gestellt hatte. Auf dem zehnminütigen Film mit dem Titel "ein Verrückter und ein Eispickel", der inzwischen gesperrt wurde, soll unter anderem zu sehen sein, wie Magnotta das Fleisch seines Opfers mit Gabel und Messer isst.

Leichtenteile an Schulen geschickt

Die kanadische Polizei berichtete am Dienstag außerdem von einem weiteren Leichenteilfund: An Schulen im westkanadischen Vancouver sollen zwei weitere Pakete mit menschlichen Überresten eingegangen sein. Demnach hat eine Grundschule ein Paket mit einem abgetrennten Fuß erhalten, an eine weitere Schule wurde eine Hand geschickt. Noch ist unklar, ob ein Zusammenhang mit dem Fall Magnotta besteht, erklärte die Polizei weiter. Bislang waren zwei Pakete mit Leichenteilen entdeckt worden - eines ging bei der konservativen Partei in Ottawa ein, ein weiteres wurde auf einem Postamt sichergestellt.

Magnotta ist vergangene Woche von Montréal nach Paris geflohen. Dort konnte die Polizei sein Handy orten. Der ehemalige Pornodarsteller soll sich laut "Globe & Mail" auch mit mehreren Männern zum Sex getroffen haben, bevor er nach Berlin weitergereist ist. (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 06.06.2012, 09:44hBerlin
  • Es spricht für queer.de, dass ihr den Namen der Stadt Montréal mit einem accent aigu schreibt. Immerhin ist Montréal die nach Paris zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt. (Das nur ganz nebenbei.)
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#2 VegetarierAnonym
  • 06.06.2012, 10:26h
  • Es wurde schon vor Tagen geschrieben dass die Tat teilweise Kanibalismus und Nekrophilie beinhalte, also nix neues was das betrifft.

    Das mit den Leichenteilen an den Schulen ist einfach wiederlich, ihm sind sogar Kinder egal die das zufällig sehen könnten.

    Lesen die Männer die ihn während der Flucht dateten keine Nachrichten? Gerade in Paris wurde sehr viel über ihn berichtet.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 06.06.2012, 11:25h
  • Das einzige, was mich daran interessiert, ist die latente Homophobie, mit der das Ganze in den Medien breitgetreten wird.

    Solche Fälle werden gerne von der klerikalen Reaktion gegen unsere Menschenrechte instrumentalisiert. Ein Beispiel ist der international einflussreiche ratzingeristische Philozopf Robert Spaemann, Ehrendoktor der franquistschen Opus-Dei-Uni Navarra, Zeitzeuge der (post-)faschistischen Homosexuellenvernichtung:

    www.welt.de/kultur/article5500006/Minarette-sind-fuer-den-Is
    lam-nicht-lebenswichtig.html
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#4 Dreamthief
  • 06.06.2012, 11:41h
  • "Lesen die Männer die ihn während der Flucht dateten keine Nachrichten? Gerade in Paris wurde sehr viel über ihn berichtet."

    Ich könnte mir vorstellen, dass es den meisten schnurzegal ist, mit wem sie sich da treffen, solangs nur Frischfleisch zu vögeln gibt.

    Der Gedanke "Wann vögelt man schon mal mit nem Pornodarsteller", könnte natürlich auch ab und an eine zentralere Rolle gespielt haben bei den Rössern, die da mit den Dates durchgegangen sind. Wer weiß das schon?

    Aber Einzelteile an Schulen zu schicken (sofern da kein Trittbrettfahrer aufgehüpft ist) ist irgendwie .... naja.... da fällt mir kein hinreichend passender Ausdruck für ein.
    Wenn es allerdings noch Zweifel an der geistigen Gesundheit dieser Person gegeben haben sollte, dann sind die damit nun vollends ausgeräumt.
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#5 Modern TimesAnonym
#7 RechtschraubungAnonym
  • 06.06.2012, 17:12h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Oioioi, mein lieber Thorsten, da hat aber jemand einen Becher Klugschiss gesoffen, wat? Klar, dass die Franzosen natürlich davon ausgehen, dass alle Welt Französisch spricht. Schön und gut, dürfen sie. Aber der Rest der Welt darf auch nicht müssen wollen :D Und jetzt soll deiner Meinung nach Queer.de nen Knacks weg haben, weil sie mal so ein kleines verrutschtes Komma in die falsche Richtung haben zeigen lassen, ausgerechnet bei der zweitgrößten französischsprachigen Stadt der Welt? Na, wenn du mal keine anderen Sorgen hast. Soll ich dir mal was sagen? Queer.de veröffentlicht als deutschsprachiges Medium auch genügend Rechtschreib- und Tippfehler bei deutschen Wörtern. Ist das nicht mal ein Skandal? Oder doch nur irgendwie menschlich?
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#8 Thorsten1Profil
#9 pressiertAnonym
#10 NajaAnonym
  • 06.06.2012, 18:57h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Wo siehst du in diesem Fall die Homophobie?

    Ich bin mir sicher das ein heterosexueller Fall nicht weniger Aufmerksamkeit gekriegt hätte.
    Siehe die Berichterstattung in dem Fall mit der amerikanischen Frau die verdächtigt wurde in Italien einen Mord begangen zu haben. "Engel mit den Eisaugen", " Schönes Biest" usw. wurde sie genannt. Nicht anders als in diesem Fall.
    Ich glaube sogar das bei einem heterosexuellen Täter/ Täterin noch intensiver auf die sexuelle Ebene eingegangen wird.
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