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Nach X-Men Northstar nun auch noch Green Lantern-Held Alan Scott. Coming out-Schwemme im Superhelden-Kosmos.

Früher hießen unsere einzigen schwulen Comichelden Konrad und Paul. Seit kurzem haben Ralf Königs Knollennasen aber überaus kräftige Konkurrenz. Ein Superheld nach dem anderen wechselt zum schwulen Ufer, und das vor allem in Amerika, wo Homosexualität in der Gesellschaft noch sehr umstritten ist: Erst Northstar von den X-Men (queer.de berichtete), jetzt auch noch Alan Scott von der Weltenretter-Truppe Green Lantern.

Die US-Superhelden haben im Schnitt bereits um die 60 bis 70 Jahre auf dem Buckel, vor allem in den späten dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts blühte die Comic-Kultur, es entstanden viele Helden mit übermenschlichen Fähigkeiten. Damit sie nicht so alt aussehen wie sie sind, unterziehen die Verlage ihre Reihen immer wieder mal einem Relaunch und passen sie dem Zeitgeist an. Und der steht derzeit auf Liberalität. Am 1. Juni verkündete der Konzern DC Comic, dass der momentan amtierende Green Lantern-Star Alan Scott, der auch schon heterosexuelle Zeiten hinter sich hatte, seine schwule Ader entdecken und ausleben wird. Das Heft "Earth Two #2" erschien am 6. Juni in den USA. Ebenfalls in diesem Monat kommt die 51. Folge von "Astonishing X-Men" raus, in der Northstar alias Jean-Paul Beaubier seinen Partner, den Eventmanager Kyle Jinado heiraten wird.

Green Lantern, eine Comicreihe, die in Deutschland nie so recht Fuß fassen konnte, hatte bereits im Jahr 2001 einen Preis der schwul-lesbischen Medienwächter der Organisation Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) erhalten. Im Heft "Hate Crime" war damals homophobe Gewalt zum Thema gemacht worden. Batman schwul, Wonder Woman lesbisch (queer.de berichtete)? Jetzt fehlen nur noch die offiziellen Bekenntnisse aus Entenhausen…



#1 change
  • 06.06.2012, 15:34h
  • Ist nicht ganz korrekt, Alan Scott ist nicht der amtierende Green Lantern, sondern der Original Green Lantern, der mittlerweile schon abgelöst wurde. Zwar ist ein Relaunch der Comics mit Alan Scott geplant, dennoch wäre es mutiger und konsequenter gewesen, den aktuellen Green Lantern als homosexuell zu outen, nicht zuletzt weil dieser auch im Kinofilm zu sehen ist, zu dem bald ein Nachfolger kommt. An der breiten Masse wird der schwule Superheld also leider größtenteils vorbeigehen.
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#2 MarekAnonym
  • 06.06.2012, 19:39h
  • Sehr gut!

    Green Lantern ist zwar hierzulande weitestgehend unbekannt, aber je mehr Homosexualität selbstverständlicher Teil der Alltagskultur ist, desto besser.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.06.2012, 19:48h
  • Das sind gute Nachrichten und mal sehen, welche Coming Outs in der Comicbranche noch kommen!
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#4 Comic-FreakAnonym
  • 07.06.2012, 09:53h
  • "Früher hießen unsere einzigen schwulen Comichelden Konrad und Paul."

    Aber auch nur, weil andere Schwule Comics einfach nicht die möglichkeit hatten genauso bekannt zu werden, weil Arm oder so...
    Ich möchte nicht wissen wie viele Comics es gibt die in den Schubladen der Künstler versauern,
    weil eben niemand diese Comics haben will,
    seien sie noch so gut...

    "Seit kurzem haben Ralf Königs Knollennasen aber überaus kräftige Konkurrenz."

    Schön, das es nun auch andere Schwule Helden geben wird, wenn ich auch sagen muss, SEHR Spät... Aber wenigstens mal Schwule -Comic-Storys die nicht, wie bei R.König, rein auf "Sexual-Humor" setzen.

    Sexual-Humor kommt immer an, aber gute intelligente Geschichten zu schreiben ist dann doch noch mal was anderes. Und für mich ist Ralf König spätestens an dem Tag gestorben wo er seinen Alten (eigtlich echt guten Werke, weil echt Satirisch-Kritisch) verteufelt hat, als "Jugend-Sünden". Nur weil er angst hat, von den Herschenden angeriffen zu werden, eben weil er auch brisante sachen brachte...

    www.taz.de/!69221/


    Aber damals waren die heute verpönten Storys, "Mainstream" um es in Neudeutsch zu sagen.
    Da waren viele der Schwulen noch nicht zu fein sich mit den Päderasten zu solidarisieren.

    Nunja, sei's drum. Jetzt gibt's wenigstens echte Konkurenz für R.König. Zeit wirds ! :)
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#5 FenekAnonym
  • 07.06.2012, 10:11h
  • Sehr gut!

    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo Homosexualität im Film nur im Zusammenhang mit AIDS dargestellt wurde.

    Und Schwule sind auch heute oft noch das Opfer, die Witzfigur, etc.

    Deshalb sehr gut, dass auch Superhelden schwul sind.
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#6 FeendracheProfil
  • 07.06.2012, 12:17hLeipzig
  • Sehr schön ^^
    Auch wenn es (laut Kommi-Meinungen) wohl nicht der amtierende GL ist, finde ich es dennoch wichtig. Wir müssen ja nicht jedes Mal mit der Tür ins Haus fallen, immer schön Schritt für Schritt.
    Kleiner Scherz: Wir werden die Welt nach und nach unterwandern muahahahahahahahhahahaha. (Ich hoffe ihr nehmt mir diesen kleinen Spaß nicht übel, is natürlich nicht ernst gemeint.)
    LG
    Fee
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#7 finkAnonym
#8 MarcAnonym
  • 07.06.2012, 13:38h
  • Mit solchen Comics erreicht man auch Leute, die nie ein schwules Buch lesen oder einen schwulen Film gucken würden.

    Deshalb ist das besonders gut. Dann sehen auch die wie selbstverständlich Homosexualität ist.
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#9 gniwerjProfil
  • 07.06.2012, 20:02hdortmund
  • Antwort auf #1 von change
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Alan Scott als GL an der Fangemeinde so vorbeigeht, er war immerhin der erste GL, den's gab. Es ist immerhin ein relaunch und die hat's in comics schon immer gegeben. Haben sich eigentlich auch immer gut rentiert für die Verläge. Denk mal an die BATMAN-comics von Frank Miller. Das war die beste BATMAN-interpretation ever, m.E..
    Dazu kommt dass der Film vom letzten Jahr - besonders hier in Deutschland - eher ein flop war.
    Ich find's also gerade mutig (wenn das überhaupt zur Debatte steht) Alan Scott zu "outen".
    Darüber hinaus war das ja die Idee des Autoren und DC hat dann einfach nur noch das OK gegeben:

    www.foxnews.com/entertainment/2012/06/01/dc-comics-green-lan
    tern-is-now-gay/
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#10 YannickAnonym
  • 07.06.2012, 23:48h
  • Finde ich toll, weil damit klar wird, dass Schwule alles können - auch Superhelden sein!
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