Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16663
  • 07. Juni 2012, noch kein Kommentar

Neil Young gehört nicht erst seit seinem Welthit "Heart of Gold" (1972) zur Crème de la Crème amerikanischer Singer/Songwriter (Bild: Reprise / Warner Music)

Der Name des neuen Albums der Rock-Legende ist Programm: "Americana" enthält klassische amerikanische Folk-Songs.

Neil Young und seine Band Crazy Horse veröffentlichen am 1. Juni 2012 unter dem Titel "Americana" ein ganz besonderes Album - ihr erstes in fast neun Jahren: eine Sammlung klassischer amerikanischer Folk-Songs. In ihrer Zeit wurden einige von ihnen als "Protest-Songs", "Murder Ballads" oder Lagerfeuer-Lieder bezeichnet, die universale Geschichten erzählten, mit denen sich ein jeder identifizieren konnte.

Einige dieser Kompositionen, wie "Tom Dooley" und "Oh Susannah", wurden bereits im 19. Jahrhundert verfasst, während andere, wie "This Land Is Your Land" (das die originalen, weithin missinterpretierten "entfernten Strophen" enthält) und "Get A Job", als Folk-Klassiker aus der Mitte des 20. Jahrhunderts gelten. "Americana" wurde von Neil und John Hanlon zusammen mit Mark Humphreys produziert und von John Hanlon mit John Hausmann und Jeff Pinn arrangiert. Aufgenommen wurde es von Hanlon im Audio Casa Blanca.

Youtube | Neil Young & Crazy Horse: Oh Susannah

Klassiker von "Wayfarin´ Stranger" bis "This Land Is Your Land"


1995 wurde Neil Young in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen (Bild: Reprise / Warner Music)

Interessant ist auch die Tatsache, dass "God Save The Queen", die heutige Nationalhymne des Vereinigten Königreichs, einst als Quasi-Nationalhymne der USA fungierte, bevor sie im Jahr 1931 offiziell von "The Star Spangled Banner" abgelöst wurde, welches man bereits 1889 bei der US-Navy benutzte. Jedes dieser Stücke ist also Teil des amerikanischen Kulturerbes und gehört zu den Wurzeln dessen, was im kulturellen Bereich als "Americana" gilt: das Lied als Medium zu nutzen, Informationen weiterzugeben und die Vergangenheit zu dokumentieren.

Was die Songs zusammenhält, ist die Tatsache, dass sie zwar ein Amerika repräsentieren mögen, das es nicht mehr gibt, die Emotionen und Szenarien hinter diesen Songs aber immer noch mit gleicher, wenn nicht größerer Bedeutung ihren Nachhall finden bei dem, was fast 200 Jahre später in diesem Land geschieht. Die Texte reflektieren die gleichen Anliegen und sind immer noch außerordentlich bedeutsam für eine Gesellschaft, die einen ökonomischen und kulturellen Wandel durchläuft - vor allem während eines Wahljahrs. Sie sind heute noch genau so bewegend und kräftig wie an dem Tag, als sie geschrieben wurden. (cw/pm)