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Vorne: Hightech-Ausrüstung bei den schwulen Medien, hinten: QAF (Bild: CS)

Die Filmhelden von "Queer as Folk" sind da. Das bringt Ralph Morgenstern ins Schwallen und einen Pressefotografen ins Schwimmen. Bericht vom Auftakt-Pressetreff.

Von Christian Scheuß

Ralf Morgenstern strengt an. Sein Job an diesem Freitagvormittag ist es eigentlich, die Pressekonferenz zur ersten QAF-Convention in der Kölner Babylon-Sauna zu schmeißen. Doch obwohl das ZDF bereits vor zehn Jahren seinen Gossip-Talk aus dem Programm genommen hat, ist der Moderator noch immer im Kaffeeklatsch-Modus. Mühelos gelingt es ihm, in jedem zweiten Satz mindestens ein "Ich" unterzubringen. In jedem vierten kriegt er die Kurve zum schönen Köln und seinem leckeren Kuchen in seinem tollen Café und seinem Apartment gegenüber der Babylon und.... war da sonst noch was heute? Ach ja, die Queer-as-Folk-Leute sind da!

Harris Allan, Michelle Clunie, Robert Gonzales Gant, Thea Gill, Sharon Gless, Randy Harrison, Scott Lowell, Peter Paige und Hal Sparks sind aus den USA nach Deutschland gekommen, um der ersten Fan-Convention dieser Dimension beizuwohnen. Unter dem Motto "Rise'n'Shine" haben sich laut Veranstalter rund 500 Besucherinnen und Besucher aus 26 Nationen in der Domstadt eingefunden, um ihren Idolen näherzukommen. Die weiteste Anreise hatten die QAF-Freunde aus Japan.

Scott Lowell hat sich noch einmal alle 83 Episoden in 3 Tagen angesehen


Voller Körpereinsatz für eine gute Aufnahme (Bild: CS)

Die Pressekonferenz am Pool der schwulen Babylon-Sauna - für die sich Fotograf Viktor Vahlefeld sogar in voller Montur ins Wasser stürzte, um eine gute Aufnahme zu erhaschen - bildete den Auftakt des Wochenendes, das mit Partys, Meet & Greets, Foto- und Autogramm-Sessions gut gefüllt ist. Für die Serienhelden ist diese Aufmerksamkeit sieben Jahre nach dem Aus etwas Neues, eine vergleichbare Veranstaltung dieser Größe hat es in den USA noch nicht gegeben. "Ich nehme an, dass ich viele Fragen gestellt bekomme", vermutet Scott Lowell, der den drogenabhängigen Ted Schmidt verkörpert hat. "Ich habe mir deshalb in drei Tagen noch einmal alle Folgen der fünf Staffeln reingezogen." Er will seinen Anhängern keine Antwort schuldig bleiben. Auch zur Pressekonferenz haben sich einige der "Uberfans", wie Hal Sparks sie bezeichnete, in die schwule Sauna schmuggeln können. Auffällig: Es sind lauter Teenie-Mädels, keine schwulen Jungs, die da brav auf der Bank sitzen.

Die Gesprächs- wird flott zur Nostalgierunde, in der alle betonen, wie viel Spaß sie bei dieser Produktion hatten, aber auch wie riskant einige das Engagement empfunden hatten. Schließlich spielten sie in der ersten rein schwul-lesbischen Serie mit, die nicht als Sitcom wie "Will & Grace" konzipiert war, sondern aus dem realen Leben der Gay-Community berichtete, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Klischees und vor allem mit viel Sex. Im Rückblick wissen alle Schauspieler um den ungeheuren Eindruck, den sie hinterlassen haben. Sharon Gless, die Mutter Beimer von QAF, berichtet von selbstmordgefährdeten Jugendlichen im Coming-out, die ihr geschrieben hätten. Randy Harrison (Justin Taylor) denkt, dass Barack Obamas Aussage pro Homoehe ernst gemeint sei und sich in der Hinsicht vieles zum Besseren verändern könne.

Star-Trek-Fans heißen Trekkies, wie nennt man QAF-Fans? Queeries?


Gruppenbild mit Kaffeeklatschtante Ralf und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (Bild: CS)

So professionell das Event auch aufgezogen ist, es steckt kein großes Unternehmen dahinter, sondern das Engagement eines kleinen Teams. Vor allem Elke Krieber wird immer wieder lobend von den QAF-Darstellern genannt. "Ich bin ein Fan der Serie, und hatte in den USA die Gelegenheit, einen Teil der Cast kennenzulernen", berichtet sie. "Vor einem Jahr habe ich dann Scott Lowell angerufen und ihn gefragt, ob er sich an der Vorbereitung einer Convention beteiligen wolle. Er wollte. Fast alles klappte, nur Gale Harolds hat im letzten Moment gekniffen und abgesagt, was Elke ein bisschen wurmt: "Er ist mein QAF-Favorit".

Wie hoch die Gesamtkosten dieses Wochenendes sind, drüber möchte sie nicht reden, doch man befände sich im sechsstelligen Bereich. Es gibt ein paar wenige Sponsoren, zu 90 Prozent soll sich das Treffen durch die Beiträge der Fans tragen. Durch Crowdfunding sind rund 11.600 Euro zusammen gekommen, der Merchandising- und Ticketverkauf zu den Veranstaltungen sollen den Rest bringen.

Eintrittskarten sind laut Elke Kleiber auch noch problemlos und jederzeit zu bekommen. In der Kölner Szene werden die queeren Folks an die alten Partyzeiten, wie sie sie in der Serie hatten, sicherlich anknüpfen. Peter Paige (als Emmett Honeycutt) kann man dann gern noch ein paar "schmutzige" deutsche Worte beibringen. Eines habe er schon am ersten Tag in Köln gelernt: "große Pimmel"...

Youtube | Opener aus den QAF-Staffeln 4 und 5


#1 TV JunkieAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FriederAnonym
  • 08.06.2012, 20:07h
  • In der Sauna fand das statt?
    Da musste man sich ja zusammenreißen, um nicht reflexartig den in Fleisch und Blut übergegangenen Handlungen innerhalb einer Sauna nachzugehen.
    Ah, deswegen war Morgenstern da, nicht als Anheizer sondern als Abtörner..
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#4 FinnAnonym
  • 08.06.2012, 21:12h
  • Die erkennt man ja teilweise kaum wieder auf dem Bild.

    Schönes Event, aber mir waren die unverschämten Preise viel zu hoch. Manche Veranstalter kapieren immer noch nicht, dass 100 x 10 Euro immer noch mehr ist als 3x100 Euro.
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#5 smallAnonym
  • 08.06.2012, 21:14h
  • Antwort auf #3 von Frieder
  • Sorry, aber abgefuckt bis zum Geht nicht mehr die Nummer....

    Die Jungs und Mädels in Köl auf 'nem CSD Wagen, frei von allem Komerz, das wäre es gewesen....

    Schade, serh Schade, aber das kann man sich schenken....
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#6 MarekAnonym
  • 09.06.2012, 10:41h
  • Antwort auf #5 von small
  • Ja, das wäre cool gewesen, wenn es beim CSD einen Queer as folk-Wagen gegeben hätte, wo die mitgefahren wären.

    Aber die sind ja auch nicht in Deutschland, weil sie es hier so toll finden, sondern weil sie Geld dafür bekommen. Und das muss ja irgendwie refinanziert werden.

    Dennoch waren die Tickets natürlich viel zu teuer. Das war wirklich schon fast Betrug. Wie oben schon steht, kapieren manche Leute immer noch nicht, dass man bei einem etwas niedrigeren Preis vielleicht am Ende doch noch mehr verdient als wenn man in seiner Gier gleich Phantasiepreise verlangt.
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#7 alexMucEhemaliges Profil
  • 09.06.2012, 12:01h
  • Antwort auf #1 von TV Junkie
  • Stimmt, schöne Serie. Am Anfang dachte ich, auweia, bedient von Anfang bis Ende nur Klischees, wenn auch schöne Klischees. Partys, Darkroom, Drogen, Sex, die nervige Schwulen-Mama und zu 85 Prozent unpolitisch. Aber dann, das sind ja überhaupt keine Klischees. Es ist ja wirklich das wahre Leben. Die fehlenden 15 Prozent ist übrigens die Sache mit dem Baseballschläger.
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#8 alexander
  • 09.06.2012, 18:42h
  • ein typisch kölner event, alles stimmt der anlass (welcher?), die location, die preise !
    für was bitte ? mal lebende menschendarsteller zu sehen ?
    (die letztendlich mit dem inhalt der serie nichts zu tun haben ?)
    kein wunder, dass da überwiegend pipimädchen anwesend waren, wer sonst ?
    die kölner "schwulenmetropole" ist immer für einen provinziellen geheimtip gut !!!

    der kölner schwule klüngel legt sich aber auch mit allem ins bett, der nicht schnell genug in düsseldorf ist !
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#9 egalAnonym
#10 alexander
  • 09.06.2012, 19:49h
  • Antwort auf #9 von egal
  • dette sind die kleenen pubertären ischen, die nur am kreischen sind wenn sie ihre sternchen sehen ! die müssen ihre lungen üben, damit sie im späteren leben gegen männe ankommen, wenn er sie haut, die sind auf dem "weg zur frau " !
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