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Am Samstag sorgte ein schwuler Lehrer in Köln für viel Freude unter 40 rechtsgerichteten Demonstranten. Dr. Daniel K., der an einem Dortmunder Gymnasium Politik und andere Fächer lehrt, ergriff bei einer Protestaktion der Lokalpartei "Pro Köln" das Mikrofon und warnte davor, dass an Rhein und Ruhr bald die Mullahs das Sagen haben werden:

Als bekennender Homosexueller habe ich mehr Angst in Deutschland vor Islamisten als vor Nazis. Ich bin von Islamisten bedroht worden. Islamistische Eltern wollen Schulunterricht beeinflussen an Schulen (…) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größere Gefahr ist und dass der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen, ohne zu reflektieren.

[Video nicht mehr verfügbar]

In seiner kurzen Ansprache kritisierte er auch das Schächten, die rituelle Schlachtung von Tieren, die von den lieben Muslimen durchgeführt werden würde (er erwähnt freilich nicht, dass diese Praxis auch im Judentum Usus ist). Linken warf er vor, die "Religion des Islamismus" naiv zu unterstützen – und schreckte auch vor dem obligatorischen Nazi-Vergleich nicht zurück: "Das, was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als multikulturelle Bereicherung. Das geht so nicht". Während der Rede läuft Pro-Köln-Chef Markus Beisicht wiederholt freudig lächelnd durchs Bild.

Der Lehrer, der auf seiner Facebook-Seite noch im Mai freudig verkündete, dass er bei den Wahlen SPD (Erststimme) und Grüne (Zweitstimme) gewählt hatte, wird nun wohl seinen Auftritt rechtfertigen müssen.

Es gab bereits erste Reaktionen: In einem linken Blog zeigte man sich entrüstet und erklärte, der Lehrer habe fortan in emanzipatorischen Kreisen nichts verloren. Außerdem wurden sein voller Name sowie Einzelheiten aus seinem Privatleben veröffentlicht. Die Linkspartei fordert die NRW-Landesregierung auf, "dieser rechten Hetze" offensiv zu begegnen. Frank Laubenburg, Sprecher der NRW-Landesarbeitsgemeinschaft queer innerhalb der Linken, erklärte:

Die Freiheitsrechte von Lesben und Schwulen – die Krause durch "Islamisten" bedroht sieht – werden in der Bundesrepublik vor allem von der katholischen Kirche mit Füßen getreten. (…) Viele ansonsten offen lebende Schwule und Lesben trauen sich an ihrem kirchlichen Arbeitsplatz bis heute nicht, sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen, weil sie um ihre berufliche Existenz fürchten müssen. Das alles ist aber natürlich uninteressant für diejenigen, die ihre dumpfe rassistische Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund als fortschrittlich verkaufen und ihr einen intellektuellen Anstrich geben wollen. (…) Sie ignorieren vielmehr die vorhandene alltägliche Homophobie in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, um das Gespenst einer gerade Schwulen und Lesben drohenden Islamisierung an die Wand zu malen.

"Pro Köln" oder die landesweite Partei "Pro NRW" werden sich nach dem Auftritt ins Fäustchen lachen: Denn die Gruppierungen sind lediglich gut auf Schwule und Lesben zu sprechen, wenn sie Stimmung gegen bestimmte Ausländergruppen machen können (etwa in einem Bericht auf der Pro-Köln-Website über einen "brutalen Überfall von jugendlichen Migranten auf einen Homosexuellen"). Wenn es aber um Homo-Rechte geht, sind Schwule und Lesben die Feinde – und verdienen wie Ausländer "keine Sonderrechte". Auf der Website warnt "Pro Köln" zum Beispiel davor, dass die Gleichbehandlung von Homo-Paaren zur "Verhinderung von Geburten" führen würde. Man kann halt nicht nur eine Minderheit exklusiv hassen. (dk)



#1 Jonas17Anonym
  • 11.06.2012, 18:44h
  • cooler lehrer. einer der offen schwul ist und sich nicht von linken für ihre zwäcke verarschen lässt. er ist ein vorbild für schwule die nicht links sind
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#2 Johannes1989Profil
  • 11.06.2012, 19:02hBonn
  • Mal sehen, was die NRW-Landesregierung mit solche einem Lehrer macht. Ein schwuler Lehrer, der die Kirche aufgrund ihrer Homophobie kritisierte wurde vor einigen Monaten mit dem Segen dieser Regierung aus seinem Amt als Religionslehrer entlassen ... Man darf also gespannt sein
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#3 AnonymeAnonym
  • 11.06.2012, 19:05h

  • Daa Video aus dem Artikel ist von einem/einer Sympathisant_in auf dem Umfeld der jungen Freiheit (und auch jetzt privat gestellt). Hier ein funktionierendes Video:
    vimeo.com/43787184
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#4 GraustufeAnonym
  • 11.06.2012, 19:14h
  • "Viele ansonsten offen lebende Schwule und Lesben trauen sich an ihrem kirchlichen Arbeitsplatz bis heute nicht, sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen, weil sie um ihre berufliche Existenz fürchten müssen. Das alles ist aber natürlich uninteressant für diejenigen, die ihre dumpfe rassistische Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund als fortschrittlich verkaufen "

    Dass "Mensch mit Migrationshintergrund" was anderes ist als Islamist oder jemand der seine Religion nicht privat sondern politisch lebt, haben manche immer noch nicht kapiert.

    An Menschen mit Migrationshintergrund ist nichts Schlimmes, solange sie sich anpassen und durch ihre Kultur nicht in Konflikt mit der hiesigen Kultur kommen (und dieser Konflikt zu Ungunsten unserer ausgeht).
    Alles andere ist nicht gut für den deutschen Rechtsstaat.
    Und mir persönlich ist dabei egal, ob es ums Christentum (die sind in der Tat ähnlich problematisch wenn man sie ncht unter Kontrolle hält), Islam oder sonstiges geht.

    Mittlerweile sehe ich die Sache auch kritischer, die Aussagen mancher Politiker/Medien zu dem Thema lesen sich wie Aussagen von Rotweingürtelbewohnern
    "Ja aber Multikulti ist toll. Ich kaufe mein Gemüse immer bem Türken und der ist so nett"

    Es gibt nicht immer nur schwarz und weiss, sondern auch Grautöne.

    Was in Ländern abläuft in denen ein politischer Islam herrscht, sieht man jedenfalls an Ländern in denen ein politischer Islam herrscht. Hat mit Rassismus nix zu tun.
    Islam ist nur dann für unseren Kulturkreis ok, wenn er in der Minderheit bleibt und der Staat säkulär ist und bleibt.
    Falls es anders kommt, werden sich auch die gemäßigten Moslems dem unterordnen. Weil sie müssen.

    Der Imam von London hat jedenfalls gesagt

    "Wir machen keinen Unterschied zwischen Zivilisten und Nicht-Zivilisten, zwischen Unschuldigen und Schuldigen – nur zwischen Moslems und Ungläubigen. Und das Leben eines Ungläubigen ist wertlos!"

    Und das mitten im Westen und nicht auf einem Marktplatz in Kabul.
    Kann man ignorieren, muss man aber nicht.
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#5 ChristianAnonym
  • 11.06.2012, 19:20h
  • Ich kann an dem, was Herr Dr. Daniel K. gesagt hat, nichts Verwerfliches finden. Gott sei Dank haben wir ja zudem noch das vom Grundgesetz garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung Es ist doch außerdem wirklich an der Zeit, dass sich die Schwulen auch mal mit den Gefahren des Islam und des Islamismus auseinandersetzen. Und Herr Dr. Daniel K. scheint ja als Lehrer einschlägige Erfahrung gemacht zu haben.
    Eher dümmlich finde ich dagegen die Reaktion von Frank Laubenburg (Sprecher der NRW-Landesarbeitsgemeinschaft queer innerhalb der Linken), der reflexartig die Rassismuskeule schwingt, obgleich es hier um die Auseinandersetzung mit einer Religion geht - einer Religion, die von Kritikern auch als neuer Faschismus im Religionsgewande gesehen wird - Frank Laubenburg sollte sich als Mitglied einer SED-Nachfolgepartei, mal lieber mit der Frage auseinandersetzen, warum die "lieben Genossen"
    vierzig Jahre lang u.a. alle Schwulen in der DDR eingemauert haben!
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 finkAnonym
  • 11.06.2012, 19:38h
  • "Als bekennender Homosexueller habe ich mehr Angst in Deutschland vor Islamisten als vor Nazis."

    "Die Freiheitsrechte von Lesben und Schwulen - die Krause durch "Islamisten" bedroht sieht - werden in der Bundesrepublik vor allem von der katholischen Kirche mit Füßen getreten."

    geht es hier eigentlich darum, homophobie zu benennen und gemeinsam zu bekämpfen, WO AUCH IMMER sie auftritt, oder geht es darum, eine art täter-wettbewerb auzurufen und untereinander nur noch darüber zu streiten, wem im land die homophobie-krone gebührt?

    das zweite fände ich politisch nicht so besonders sinnvoll...
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#8 GayKommunistAnonym
  • 11.06.2012, 19:44h
  • Ja, gell, die Nazis haben ja keine Schwulen umgebracht. *Ironie*
    Naja, wenn er mit seinen Nazi-Freunden zufrieden ist...
    Leider vergessen viele, dass der Salafismus nicht der Islam ist. Er ist nur ein kleiner Teil der Religion, die leider für sehr viel Aufsehen sorgen.
    Ich kenne viele Muslime (persönlich) die selber schwul sind, oder tolerant gegen schwule sind. Den Koran kann man nämlich auf viele verschiedene Weisen auslegen.

    RotFront!
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#9 SebiAnonym
  • 11.06.2012, 19:59h
  • Ich bin schon von Moslems bedroht worden, genauso wie von Nazis, wie von Katholiken und anderen.
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#10 eMANcipationEhemaliges Profil