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Carrie Underwood: Jeder hat das Recht auf Liebe

Die amerikanische Country-Sängerin Carrie Underwood ("Jesus, Take the Wheel", "Before he Cheats") hat sich dafür ausgesprochen, dass Schwule und Lesben im Eherecht gleichgestellt werden sollen.

Die 29-Jährige erklärte, dass ihre eigene Ehe mit dem kanadischen Eishockeyspieler Mike Fisher sie davon überzeugt habe, dass man das Ehe-Recht nicht bestimmten Gruppen vorenthalten dürfe: "Als verheirateter Mensch weiß ich nicht, wie es sich anfühlt, die Liebe seines Lebens nicht heiraten zu dürfen", erklärte die Bauerntochter aus Oklahoma gegenüber der britischen Zeitung "The Independent". "Ich bin davon überzeugt, dass jeder das Recht haben sollte, denjenigen zu lieben - auch öffentlich zu lieben - den man lieben möchte."

Die mehrfach mit dem Grammy ausgezeichnete Künstlerin, die ihre Karriere als Gewinnerin der Castingshow "American Idol" im Jahr 2005 begann, hatte bislang wie viele Country-Sänger in Interviews ihren christlichen Glauben hervorgehoben, da die meisten Fans eher konservative Ansichten haben. Außerdem spielte sie im christlichen Film "Soul Surfer" mit. In diesem Milieu sind "linke" Themen wie Homo-Rechte meist tabu. Sängerin Chely Wright, die 2010 als erster etablierter Countrystar ihr Coming-out erklärt hatte, kritsierte das Country-Business als homophobe Bastion. So werde Alkoholgenuss verherrlicht, aber die Homosexualität von Künstlern geheim gehalten (queer.de berichtete).

Gott will, "das wir einander lieben"

Underwood betonte in dem Interview auch, dass ihre Freikirche keine Probleme mit Schwulen und Lesben habe. "Unsere Kirche ist gay-friendly. Gott wollte ja schließlich, dass wir einander lieben. Es geht hier nicht darum, Regeln aufzustellen". Die Unterschiedlichkeit mache die Menschen schließlich zu etwas Besonderen - nicht jeder müsse genau gleich sein. "Es ist nicht meine Aufgabe, die Richterin zu spielen", so Underwood. (dk)

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