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Alles was er sucht, ist ein wenig Erfolg: Der schwule Adam träumt von einer Schauspielkarriere in Hollywood

Ein junger Schwuler sucht in Los Angeles Glück und Liebe, droht aber im Drogen-, Promi- und Pornosumpf zu versinken. Der neue Film von Casper Andreas jetzt auf DVD.

Von Christian Scheuß

New York ist nicht Los Angeles. Das bekommt der junge, gutaussehende Adam gleich vom ersten Tag an aufs Brot geschmiert. Obwohl er aus einer Metropole kommt, fühlt er sich auf einmal wie der kleine Junge vom Dorf. Alles ist anders in der Stadt der Engel. Nicht das Künstlerische zählt, die Äußerlichkeiten sind es, die hier zu Geld gemacht werden können.

Adam will eigentlich Schauspieler werden, doch man will nur sein Sixpack und seinen Schwanz. La-La Land, das ist der Ort, an dem diejenigen leben, die den Kontakt zur Realität verloren, die ihren Kopf in den Wolken stecken haben. Auch Adam steckt im dichten Nebel. Er wird erst lernen, klar zu sehen, und muss dafür einiges an schlechten Erfahrungen einstecken.

Crystal Meth am Nachttisch und ein Blowjob für 500 Dollar


Optimal besetzte Hauptrolle: Matthew Ludwinski verdient sein Geld auch als Model

Regisseur Casper Andreas hat in seinem neuesten Film "Going Down in La-La Land" Model und Schauspieler Matthew Ludwinski zum Hauptdarsteller gemacht, nachdem er bereits in "Between Love and Goodbye" 2008 in einer Nebenrolle zu sehen war. Eine gute Entscheidung, denn der in New York lebende Mittzwanziger hat genau die Erfahrungen gemacht, die er in seiner Rolle verkörpern sollte: Ein angehender Schauspieler, der von Hollywood aufgefressen wird.

"Ich weiß, wie es ist, sich als Objekt wahrgenommen zu fühlen", erzählt er im Interview mit dem US-Szenemag "Mark's List". "Ich weiß, wie es sich anfühlt, ausgenutzt zu werden und verzweifelt zu sein. Und jeder Schauspieler war wohl mal an dem Punkt, an dem er an die Besetzungscouch dachte und überlegte, ob es Sinn macht, sich an die Spitze durchzuschlafen."

Im Film rutscht Adam durch seinen ersten Lover Nick in den Sumpf aus Promis und Pornos. Nick arbeitet als Fotograf und Cutter beim Pornolabel "Jet Set Men". Mit vollem Charmeeinsatz bekommt er den unschuldigen Blonden erst vor die Kamera, danach ins Bett, schließlich ins Pornoset. Dass Nick nie wirklich Zeit für ihn hat und dass die merkwürdigen Tüten mit weißen Kristallen und Pulvern an seinem Bett auf eine immense Drogenabhängigkeit hinweisen, merkt er erst spät. Enttäuscht wendet er sich ab von Nick, probiert sich dann als Escort.

Hollywoods schwule Abgründe im sanften Licht der Ironie


Selbst Adams Dackelblick hilft nur bedingt bei der Karriere...

Adams Freundin Candy ist die Einzige, mit der er seine LA-typischen Karriereschritte bereden kann. Die warnt ihn, vorsichtig zu sein, doch auch sie träumt noch immer von der Schauspielerei, muss aber mangels Angebote ihr Geld als Domina verdienen, die von ihrem Haussklaven bezahlt wird, damit sie ihn fies behandelt. Als Adam den erfolgreichen Fernseh-Comedian John kennenlernt, scheint sich das Blatt zu wenden, doch ein Medienskandal führt dazu, dass sich John gegen die Beziehung und für die Karriere entscheidet. Adam ist ganz unten angelangt und dreht durch…

Der aus Schweden stammende Regisseur Casper Andreas, der selbst die Rolle des drogenabhängigen Nick besetzt, zeigt die Abgründe der schwulen Szene in Hollywood mit viel Ironie und Komik. Leicht durchgeknallte, aber nicht überzogene Charaktere bringen Leichtigkeit in das Drama. Schön besetzt sind die kleinen Nebenrollen wie zum Beispiel Missy, ein Mitarbeiter der Pornofirma, gespielt von Comedian Bruce Vilanch oder der Krankenpfleger Ricky, der von der schwulen Promi-Klatschtante Perez Hilton verkörpert wird.

Casper Andreas hat bereits mehrere schöne schwule Kinofilme über die Suche nach der Liebe produziert, die auch hier in Deutschland erschienen sind: "Slutty Summer", "A Four Letter Word", "Between Love & Goodbye", "The Big Gay Musical", "Violet Tendencies". "Going Down in La-La Land" ist sein bislang bester!

Youtube | Offizieller Trailer
Infos zum Film

Going Down in La-La Land, Spielfilm, USA 2011, Regie: Casper Andreas, Darsteller: Matthew Ludwinski, Allison Lane, Michael Medico, Casper Andreas, John Shile, Alec Mapa, Bruce Vilanch, Judy Tenuta, Jesse Archer, Laufzeit: ca. 104 Min., Sprache: englische Originalfassung, Untertitel: Deutsch (optional), FSK 16, Pro-Fun Media
Galerie:
Going Down in La-La Land
9 Bilder


#1 lilalauneAnonym
  • 13.06.2012, 14:19h
  • "Ich weiß, wie es sich anfühlt, ausgenutzt zu werden und verzweifelt zu sein. Und jeder Schauspieler war wohl mal an dem Punkt, an dem er an die Besetzungscouch dachte und überlegte, ob es Sinn macht, sich an die Spitze durchzuschlafen."

    und ich wusste schon immer das hollywood "verschwult" ist. nur traut sich keiner sich in den höheren schauspiel- ligen zu outen. ähnlich wie im profifussball.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FraaaaankyAnonym
#3 lilalauneAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.06.2012, 15:33h
  • Wieder eine Chance vertan, einen guten Film als deutsche Synchronfassung auf den Markt bringen zu können!
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#5 vingtans
  • 14.06.2012, 12:12h
  • Die goldene Himbeere wäre eine Beleidigung für diesen Film!

    Die Dialoge gehen nichteinmal über dümmlichen Smalltalk hinaus, am schönsten sind sie in der englischen Syncro.
    Dazu kommt das sämtliche weibliche Charactere sprechen wie MickeyMouse auf helium, was die dümmlichkeit noch unterstreicht.
    Dann noch die "wenn du willst, kannst du alles erreichen-american dream"attitude.

    Ich hätte mir mehr Ehrlichkeit und Tiefgang erhofft!

    L.A ist kein LA-LAland. sondern die Stadt mit 500.000 Obdachlosen, mit einem extremen Armundreichgefälle in einem hochverschuldeten und stukturschwachen Bundesstaat.
    Zweifelhaft ob man dort mit Prostitution, Crystal und Pornos so erfolgreich ist wie der Protagonist.

    Aber hauptsache eine simplemind Cinderellastory.
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#6 whiskyAnonym
  • 14.06.2012, 13:55h
  • Antwort auf #5 von vingtans
  • was du für ein schmarn von dir gibst. es geht hier um film und geschichten erzählen und nicht die wirklichkeit dokumentarisch abzubilden. mach dich locker und genieße mal nen wirklich guten film wie diesen. schee tach noch.
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#7 2010Anonym