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Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD)

Die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) wird 2012 für ihr Engagement gegen Homophobie mit dem Europäischen Tolerantia-Preis ausgezeichnet.

Das gab Bastian Finke, Leiter des Berliner Anti-Gewalt-Projektes Maneo, am Donnerstag im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Schöneberg bekannt. Der Preis wird von einem Bündnis von europäischen schwul-lesbischer Projekte vergeben, die sich gegen Homophobie und Hassgewalt einsetzen. Dazu zählen neben Maneo die Gruppe SOS-Homophobie aus Frankreich, Lambda-Warschau und Kampania Przeciw Homofobii aus Polen und COGAM aus Spanien.

Die diesjährige Preisträgerin gehört seit 2004 dem Kölner Stadtrat an und ist seit 2009 Stellvertreterin des Oberbürgermeisters. Seit rund 15 Jahren ist sie Vorstand der lokalen Aids-Hilfe und ist zudem schwulen- und lesbenpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Jedes Jahr unterstützt sie den "Come-Together-Cup", der seit 1995 in Köln stattfindet; bei dieser Veranstaltung spielen unterschiedliche Teams gegeneinander Fußball mit dem Ziel, Vorurteile und Grenzen gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen abzubauen. 2005 repräsentierte Scho-Antwerpes Köln in Chicago bei der Vergabe der Gay Games und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Homo-Olympiade an die Domstadt vergeben wurde. Außerdem reiste sie mit zahlreichen Politikern aus Deutschland und Europa 2006 nach Warschau, um die polnischen LGBT-Aktivisten bei der Durchführung des CSDs zu unterstützen.

"Unentwegter Einsatz"

"Mit diesem Preis würdigen wir ihren unentwegten Einsatz in Köln, Deutschland und Europa. Wo immer sie auftritt setzt sie sich gegen Homophobie, Transphobie und Hassgewalt und für gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz ein", begründete Maneo die Preisvergabe.

Der Tolerantia-Preis wird seit 2006 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der Grünenpolitiker Volker Beck, der Fußballprofi Philipp Lahm und Regisseur Wieland Speck. Im vergangenen Jahr wurde Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin, mit dem Preis ausgezeichnet (queer.de berichtete). (pm/dk)