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Lesbische Widerstandskämpferin

Gedenkort für Hilde Radusch


Berlin erinnert an Hilde Radusch

In Schöneberg entsteht der erste Berliner Gedenkort für eine im Nationalsozialismus verfolgte lesbische Frau: Hilde Radusch (1903-1994) überlebte die NS-Zeit und engagierte sich in der Bundesrepublik für Frauen- und Lesbenrechte.

Drei Emaille-Tafeln werden an der Ecke Eisenacher Straße/Winterfeldtstraße erinnern. Auf diesem Gelände stand das ehemalige Wohnhaus der Aktivistin. Das Projekt wurde vom lesbischen Netzwerk "Miss Marples Schwestern" organisiert. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) wird die Tafeln am nächsten Freitag (22. Juni) um 17 Uhr einweihen.

Hilde Radusch wurde 1903 in Altdamm bei Stettin geboren. Nach einer Ausbildung zur Kinderhortnerin und der Initiierung des Roten Frauen- und Mädchenbundes gehörte sie von 1929 bis 1932 als Mitglied der KPD der Berliner Stadtverordnetenversammlung an.

1933 wurde die kämpferische Frau von den Nationalsozialisten für fünf Monate in Schutzhaft genommen und anschließend unter Überwachung gestellt. Untergetaucht überlebte sie die NS-Zeit. Nach dem Krieg überwarf sie sich mit ihrer Partei und wurde von ehemaligen Parteifreunden bei den Behörden als Homosexuelle denunziert. Seit den siebziger Jahren engagierte sich Radusch in der "Neuen Frauenbewegung" und verschrieb sich bis zu ihrem Tod im Jahr 1994 dem Kampf für die Rechte von Frauen und Lesben. (pm/dk)



#1 goddamn liberalAnonym
#2 -hw-Anonym
  • 15.06.2012, 18:49h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Meine erste Lesbe lernte ich in einer Behörde kennen. Mit unschuldigen Augen erklärte sie den Beamten im Raum, sie hätte keinen Türken gesehen.
    Er (politischer Flüchtling 1980) war in einem Schrank ihres Büros.
    Ab da waren wir Freunde, bis heute. Mit ihr konnte
    ich dann ihr links-alternatives Mannheim entdecken.
    Die Szene war noch arg jung und alle machten noch viele Dinge, die später in vielen Biographien keine Erwähnung mehr fanden.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 goddamn liberalAnonym
  • 17.06.2012, 13:04h
  • "Die Szene war noch arg jung und alle machten noch viele Dinge, die später in vielen Biographien keine Erwähnung mehr fanden."

    Wieso?

    Schweigen ist ja nicht immer gold....
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#5 -hw-Anonym
#6 EkeltrautAnonym
  • 19.06.2012, 00:45h
  • "Nach dem Krieg überwarf sie sich mit ihrer Partei - der DKP - und wurde von ehemaligen Parteifreunden bei den Behörden als Homosexuelle denunziert."

    Es ist so still hier. Aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn von Stalin lernen heißt siegen lernen.

    Oder etwa nicht?
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#8 stromboliProfil
  • 19.06.2012, 07:57hberlin
  • Antwort auf #6 von Ekeltraut
  • weil wir so stramm beim aufrechnen sind;
    ich bin noch am zählen , wieviele, aus deinen rechten kreisen kommend, bei behörden, vermietern, schulträgern etc. denunziert wurden..!
    Zu viele.., wenn ich fertig bin mit zählen, werd ich zu obigem mein "schweigen" brechen.. versprochen!

    Aber so viel zu kleingeistigem denken sei gesagt: keiner , egal welche politische position er einnimmt, ist gefeit vor ausübender rachsucht, nachtreterei und selbstüberschätzung... , was man auch an dir sehen kann.
    So wird der wirklich wertvolle lebensbeitrag einer person , wie im artikel oben vorgestellt, noch mal für die eigene schlammschlacht missbraucht.

    Bravo, du siehst, es braucht nicht mal der ehemaligen parteikollegen um Hilde Radusch ihre "irrwege" vorzuhalten, du schaffst es in infamer weise , ihr postum das noch mal unter zujubeln...
    Insofern bist du kein jota besser als die parteiinternen denunzianten.., du bist ein denunziant!
    Dein nick ist programm!
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#9 stromboliProfil
  • 19.06.2012, 08:04hberlin
  • ubs.. da ist mir ein fehler unterlaufen...
    ..."wieviele, aus deinen rechten kreisen kommend, bei behörden, vermietern, schulträgern etc. denunziert wurden..!
    soll natürlich haben, statt wurden heißen....
    wer hat schon nazis und sonstig rechte kollaborateure denunziert in jenen tagen ..?
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#10 EkeltrautAnonym
  • 19.06.2012, 13:37h
  • Antwort auf #9 von stromboli
  • "wieviele, aus deinen rechten kreisen kommend, bei behörden, vermietern, schulträgern etc. denunziert wurden"

    Tja, die Wahrheit tut weh, da kann man durchaus schon mal instinktiv oder aus Verwirrung das richtige schreiben.

    Hilde Radusch hat erkannt, welche falschen "Freunde" sie sich da ausgesucht hatte, deren Anliegen damals - wie heute - in billigem Agitprop zur Selbstdarstellung bestand, und sich von ihnen abgewandt. Das ehrt sie und ihr Anliegen und diskreditiert nicht sie, sondern diejenigen, die ihr Verrat und Niedertracht angetan haben.

    Aber wie es es scheint, bist Du noch mit dem Rechnen - einer Tätigkeit mit der die extreme Linke schon immer überfordert war, insbesondere wenn es um wirtschaftliche Zusammenhänge geht - beschäftigt. Vermutlich bereitet Dir das systemimmanente Denunziantentum von DDR bis Sowjetunion mit seinen hohen Zahlen besondere Schwierigkeiten. Macht nichts, stille Beschäftigung ist besser als gar keine.
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