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Kommentare zu:
Gedenkort für Hilde Radusch


#11 stromboliProfil
  • 19.06.2012, 16:03hberlin
  • Antwort auf #10 von Ekeltraut
  • Hilde Radusch ist nie eine von den heutzutage geläufigen opportunistischen überläufern gewesen, sie hat zu ihren zielen gestanden, und die waren links-idealistisch!
    Dein versuch sie nun so postum als zeugen hier für deine „werte“ einbringen zu wollen .. das ist die selbe infamie, mit der ihr ihre "parteifreunde" in den rücken gefallen sind. Was zeigt: es sind die verbohrtheiten , dass rechthaberische, dass uns abgleiten lässt ins abwertende-denunziatorische gehabe.

    Sich von parteien abwenden oder dem stalinismus den intellektuellen rücken zuzukehren, ehrt sie!
    Aber es beschreibt auch nur, dass jeder einzelne seine position ständiger überprüfung zu stellen hat und sie nicht dem gehorsam oder einer "disziplin" unterwerfen soll. Wer von den vielen antikommunisten jener zeit hat das gegenüber seiner ideologie gemacht. Einsichten sind nicht eure und wies scheint deine sache, das muss mit herz und verstand gemacht werden!

    Nun, diese eigenständigkeit -unabhängigkeit zeigt den eigentlich politischen menschen; unabhängig von zeitströmungen oder kurzfristigen zielen sein in seinen ideen und entscheidungen !
    . Entsprechend blieb sie zeitlebens sozialistin, wie ihr weiterer lebensverlauf und engagement zeigen; auch ohne parteibuch!.

    Denunziation, egal in welchem system , ist erbärmlich!
    Dies muss die erste stellungsnahme sein.
    Von da ab kann man dann die gründe für denuziantentum aufarbeiten und so vorbeugen für zukünftiges!

    nun zum rechnen...
    es ist immer schwer das denunziantentum zu „berechnen“ weil es wesen der denunziation ist im verborgenen zu agieren. Bespitzelt wird auf alle weise und nur die relevanz staatlicher einflußnahme soll uns hier mal beschäftigen.
    Wir wissen um ca. 100.00 IM's , die für den staatssicherheitsdienst spitzelten. Recht genaue daten weil die in ordner gutdeutsch geordnet auf ihre aufarbeit warten.
    Insofern wird die vergangenheit der ddr als spitzelstaat behandelt... die der brd, wie es scheint, aber nicht.
    Berlin west leistete sich informationszubringer (amtsjargon) , die mit geschätzten 20.000 nachbarschaftsflüsterern dafür sorgten, dass der rote osten keinen trocken boden unter die füsse bekam. Einigen wurden gar ehrennadeln und verdienst medaillen verliehen.
    Und westdeutschland, die rechtsnachfolgerin des tausendjährigen spitzelstaates; was tat sie alles zur „aufarbeitung „ eben dieser spitzeldienste im dienste des staates?

    Du bist ja vielleicht als rotesocken-(ge)rechter besser mit dem -an den finger abzählen- als ich, aber scheinbar lernresistent ,was historische betrachtung angeht. Auch da unterscheidest du dich von der von dir vereinnahmten Hilde Radusch; die würd dir sicher auf deine griffel kloppen für diesen vereinnahmungsversuch!
    Na, dann müssens halt andere hier tun!
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#12 EkeltrautAnonym
  • 19.06.2012, 19:16h
  • Antwort auf #11 von stromboli
  • "Na, dann müssens halt andere hier tun!"

    Hahaha, wer sich nicht alles zu etwas berufen meint und doch in Wirklichkeit nicht einmal dazu berufen erscheint!

    Die arme Hilde hat diese Vereinnahmung, von der sie sich längst distanziert hat, wahrlich nicht verdient.

    Möge sie denn einen würdigen Gedenkort bekommen.
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