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  • 20.06.2012           25      Teilen:   |

MSM besonders betroffen

Anstieg der Syphilis-Meldungen "besorgniserregend"

Aufklärungsplakat der Deutschen Aids-Hilfe
Aufklärungsplakat der Deutschen Aids-Hilfe

Die Zahl der Syphilis-Meldungen ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen - besonders Schwule aus Großstädten steckten sich häufiger an.

2011 gab es insgesamt 3.698 Meldungen für Syphilis-Erkrankungen - ein Jahr zuvor waren es noch 3.033. In 84 Prozent der Fälle wurde Sex zwischen Männern als wahrscheinlicher Infektionsweg angegeben, nur in 16 Prozent der Fälle galten heterosexuelle Kontakte als Ansteckungsursache. "Den größten absoluten Zuwachs verzeichneten Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten "Epidemiologischen Bulletin" des RKI. Der Anstieg gehe "in erster Linie auf MSM in Großstädten zurück". Von 2004 bis 2010 stagnierte die Zahl der Syphilis-Meldungen dagegen oder ging sogar zurück. Der diesjährige Anstieg sei deshalb "besorgniserregend".

Warum mehr Syphilis-Erkrankungen gemeldet werden, müssten weitere Untersuchungen zeigen. Inwiefern die Zahlen auf ein "geändertes sexuelles Verhalten" unter MSM hindeuten, könnte nur durch Verhaltensstudien geklärt werden, so das Institut in Berlin. Da Syphilis-Infektionen jedoch die Wahrscheinlichkeit eine HIV-Übertragung erheblich erhöhen, sei es wichtig, dass "MSM mit hohen Partnerzahlen" sich regelmäßig auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen lassen. Zuletzt war die Zahl der HIV-Diagnosen in Deutschland leicht zurückgegangen (queer.de berichtete).

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Syphilis ist eine bakterielle Erkrankung, die meist durch Oral- oder Analsex übertragen wird. Die Übertragungswahrscheinlichkeit ist höher als bei HIV. Über ein schmerzloses Geschwür, das vier Wochen nach der Infektion auftritt, verbreitet sich die Krankheit weiter - befindet sich das Geschwür in der Nähe des Darmausganges, bleibt es meist gänzlich unbemerkt. Nach einigen Monaten kommt es aber zu immer wiederkehrenden grippeartigen Beschwerden. Die Bakterien verteilen sich über den Körper und greifen innere Organe an. Wird Syphilis erkannt, kann die Krankheit in zwei bis drei Wochen mit Penicillin besiegt werden. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die weltweite Zahl der Neuerkrankungen auf über 12 Millionen Fälle pro Jahr. (dk)

Links zum Thema:
» DAH-Infoseite über Syphilis
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Tags: syphilis, robert-koch-institut
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Reaktionen zu "Anstieg der Syphilis-Meldungen "besorgniserregend""


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
20.06.2012
14:01:02


(+1, 7 Votes)

Von Bruder Jakob


Monogamie schadet nie!


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#2
20.06.2012
15:06:56


(-2, 6 Votes)

Von Pumuckl


Berlin ist das Babylon der Neuzeit!


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#3
20.06.2012
15:24:50


(+2, 2 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #1 von Bruder Jakob


Ich selbst lebe auch monogam, aber deswegen sollte einem diese Meldung dennoch nicht egal sein.

Wenn die Krankheit, rechtzeitig erkannt, sehr schnell heilbar ist, frage ich mich, ob es da irgendwelche Heimtests oder so gibt.


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#4
20.06.2012
15:27:19


(+1, 3 Votes)
 
#5
20.06.2012
16:11:21


(-1, 5 Votes)

Von Claudia
Antwort zu Kommentar #1 von Bruder Jakob


Ja, das ist ein wahnsinnig sinnvoller Rat im Sinne der Prävention! *ironiemodus aus*
So ein Käse!

Da braucht es wohl mehr Mittel für gezielte Präventionsarbeit und Forschung!


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#6
20.06.2012
16:14:23


(-2, 6 Votes)

Von Bruder Jakob
Antwort zu Kommentar #3 von Marek


“frage ich mich, ob es da irgendwelche Heimtests oder so gibt"

Soso. Hat er vielleicht doch fremd genascht?!


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#7
20.06.2012
16:35:47


(+1, 3 Votes)

Von Geert
Antwort zu Kommentar #2 von Pumuckl


Die Syphillis-Hochburg ist Köln. Berlin liegt "erst" an dritter Stelle.


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#8
20.06.2012
17:35:59


(+2, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #7 von Geert


da sind wir ja beruhigt!


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#9
20.06.2012
17:50:48


(+3, 3 Votes)

Von CGNXLCUMFUN
Antwort zu Kommentar #7 von Geert


Köln, welch Überraschung.


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#10
20.06.2012
17:55:40


(-1, 3 Votes)

Von Bruder Jakob
Antwort zu Kommentar #5 von Claudia


"Da braucht es wohl mehr Mittel für gezielte Präventionsarbeit und Forschung!"

Das ist soooo ne Floskel. Bist du Politiker?

*lacht voll laut*


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