Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16755

Aufklärungsplakat der Deutschen Aids-Hilfe

Die Zahl der Syphilis-Meldungen ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen - besonders Schwule aus Großstädten steckten sich häufiger an.

2011 gab es insgesamt 3.698 Meldungen für Syphilis-Erkrankungen - ein Jahr zuvor waren es noch 3.033. In 84 Prozent der Fälle wurde Sex zwischen Männern als wahrscheinlicher Infektionsweg angegeben, nur in 16 Prozent der Fälle galten heterosexuelle Kontakte als Ansteckungsursache. "Den größten absoluten Zuwachs verzeichneten Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten "Epidemiologischen Bulletin" des RKI. Der Anstieg gehe "in erster Linie auf MSM in Großstädten zurück". Von 2004 bis 2010 stagnierte die Zahl der Syphilis-Meldungen dagegen oder ging sogar zurück. Der diesjährige Anstieg sei deshalb "besorgniserregend".

Warum mehr Syphilis-Erkrankungen gemeldet werden, müssten weitere Untersuchungen zeigen. Inwiefern die Zahlen auf ein "geändertes sexuelles Verhalten" unter MSM hindeuten, könnte nur durch Verhaltensstudien geklärt werden, so das Institut in Berlin. Da Syphilis-Infektionen jedoch die Wahrscheinlichkeit eine HIV-Übertragung erheblich erhöhen, sei es wichtig, dass "MSM mit hohen Partnerzahlen" sich regelmäßig auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen lassen. Zuletzt war die Zahl der HIV-Diagnosen in Deutschland leicht zurückgegangen (queer.de berichtete).

Syphilis ist eine bakterielle Erkrankung, die meist durch Oral- oder Analsex übertragen wird. Die Übertragungswahrscheinlichkeit ist höher als bei HIV. Über ein schmerzloses Geschwür, das vier Wochen nach der Infektion auftritt, verbreitet sich die Krankheit weiter - befindet sich das Geschwür in der Nähe des Darmausganges, bleibt es meist gänzlich unbemerkt. Nach einigen Monaten kommt es aber zu immer wiederkehrenden grippeartigen Beschwerden. Die Bakterien verteilen sich über den Körper und greifen innere Organe an. Wird Syphilis erkannt, kann die Krankheit in zwei bis drei Wochen mit Penicillin besiegt werden. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die weltweite Zahl der Neuerkrankungen auf über 12 Millionen Fälle pro Jahr. (dk)



#1 Bruder JakobAnonym
#2 PumucklAnonym
#3 MarekAnonym
  • 20.06.2012, 15:24h
  • Antwort auf #1 von Bruder Jakob
  • Ich selbst lebe auch monogam, aber deswegen sollte einem diese Meldung dennoch nicht egal sein.

    Wenn die Krankheit, rechtzeitig erkannt, sehr schnell heilbar ist, frage ich mich, ob es da irgendwelche Heimtests oder so gibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 ClaudiaAnonym
#6 Bruder JakobAnonym
#7 Geert
#8 stromboliProfil
#9 CGNXLCUMFUNAnonym
#10 Bruder JakobAnonym